DSA-Transparenz
Fassung 2026-10-31-v23
Vesty ist eine Online-Plattform im Sinne der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act, DSA). Diese Seite enthält die Informationen nach dem DSA. Wo eine Regel bereits in den AGB steht, verweisen wir dorthin, statt sie hier ein zweites Mal — und womöglich abweichend — zu formulieren.
Kleinstunternehmen. Vesty wird als Einzelunternehmen betrieben und ist ein Kleinstunternehmen im Sinne der Empfehlung 2003/361/EG. Für Kleinstunternehmen gelten die besonderen Pflichten für Online-Plattformen (Art. 19 bis 28 DSA, mit Ausnahme von Art. 24 Abs. 3) und für Online-Marktplätze (Art. 29 bis 32 DSA) nicht (Art. 19 Abs. 1, Art. 29 Abs. 1 DSA). Was wir aus diesen Abschnitten trotzdem umsetzen, tun wir freiwillig; wir kennzeichnen es unten jeweils. Die Pflichten für alle Hosting-Dienste — Kontaktstellen, Meldeverfahren, Begründungen, Angaben in den AGB (Art. 11 bis 18 DSA) — gelten für uns uneingeschränkt.
1. Kontaktstelle (Art. 11, 12 DSA; Art. 22 Abs. 1 Verordnung (EU) 2023/988)
Behörden und Nutzer:innen erreichen uns unter dsa@vesty-shop.com sowie unter den im Impressum angegebenen Kontaktdaten, auch telefonisch. Dieselbe Adresse ist unsere zentrale Kontaktstelle für Marktüberwachungsbehörden in Fragen der Produktsicherheit (Art. 22 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2023/988). Sprachen: Deutsch und Englisch.
2. Meldung rechtswidriger Inhalte (Art. 16 DSA)
Über die „Melden"-Funktion auf jeder Anzeige sowie unter jedem Profil kann jede Person eine Meldung über mutmaßlich rechtswidrige Inhalte einreichen, auch ohne Konto über dsa@vesty-shop.com. Wir bestätigen den Eingang, bearbeiten die Meldung zeitnah, sorgfältig und objektiv und teilen der meldenden Person das Ergebnis mit Begründung mit.
Urheber-, Bild- und Markenrechte. Für Rechteinhaber:innen gibt es einen eigenen Weg: das Formular unter /urheberrecht für Fotos und unter /markenrecht für Marken, etwa bei gefälschter Ware — beide ohne Konto nutzbar — oder urheberrecht@vesty-shop.com. Beide Wege führen in dieselbe Bearbeitung. Eine Meldung wegen einer Schutzrechtsverletzung kann nach Art. 16 Abs. 2 lit. c DSA nicht anonym abgegeben werden. Sie muss Namen und Kontaktadresse der Rechteinhaber:in enthalten, die betroffene Anzeige benennen, die Grundlage des geltend gemachten Rechts erläutern, einen Nachweis des Originals oder der eingetragenen Marke anführen und eine Erklärung nach bestem Wissen umfassen. Vollständige Meldungen bearbeiten wir so schnell wie möglich. Fehlt etwas, teilen wir konkret mit, was — bis dahin bleibt die Anzeige online, was keine Entscheidung über die geltend gemachten Rechte ist.
Betrifft die Meldung nur einzelne Fotos einer Anzeige, entfernen wir auch nur diese; die Anzeige bleibt mit den übrigen Fotos online. Sind alle Fotos betroffen, wird die Anzeige unsichtbar geschaltet und nicht gelöscht — die Verkäufer:in kann sie durch eigene Aufnahmen wiederherstellen.
Auskunft über die Identität. Name und Anschrift einer verkaufenden Person geben wir an Rechteinhaber:innen nur heraus, wenn ein gesetzlicher Auskunftsanspruch besteht und wir ihn geprüft haben — insbesondere nach § 101 Abs. 2 UrhG oder § 19 Abs. 2 MarkenG, also bei einer offensichtlichen Rechtsverletzung oder nach Klageerhebung und bei einer Verletzung in gewerblichem Ausmaß. Auskünfte, die nur unter Verwendung von Verkehrsdaten (etwa IP-Adressen) erteilt werden können, erteilen wir nur auf Grundlage einer richterlichen Anordnung nach § 101 Abs. 9 UrhG beziehungsweise § 19 Abs. 9 MarkenG. Umgekehrt erfährt die betroffene Verkäufer:in den Grund einer Entfernung, aber nicht, wer sie gemeldet hat.
3. Begründung und internes Beschwerdemanagement (Art. 17, 20 DSA)
Jede Maßnahme gegen einen Inhalt oder ein Konto — Entfernung, Unsichtbarschaltung, Herabstufung, Einschränkung, Sperrung — teilen wir der betroffenen Person mit Begründung mit: welche Maßnahme, auf welcher Tatsachengrundlage, auf welcher Rechts- oder Vertragsgrundlage, ob sie automatisiert getroffen wurde oder auf automatisiert erkannten Inhalten beruht, und wie sie dagegen vorgehen kann (Art. 17 DSA). Ausgenommen sind Konten, deren Inhalte wir als täuschende kommerzielle Massen-Inhalte einstufen, etwa Phishing- oder Spam-Nachrichten an viele Nutzer:innen; sie erhalten keine Begründung (Art. 17 Abs. 2 Satz 3 DSA). Die Gründe, aus denen wir ein Konto einschränken oder sperren, stehen in § 11 Abs. 3 AGB.
Hinweise auf schwere Straftaten (Art. 18 DSA). Erfahren wir von Informationen, die den Verdacht begründen, dass eine Straftat, die eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit einer Person darstellt, begangen wurde, begangen wird oder begangen werden könnte, informieren wir unverzüglich das Bundeskriminalamt beziehungsweise die zuständigen Strafverfolgungsbehörden und übermitteln alle uns vorliegenden einschlägigen Informationen.
Automatisierte Mittel. Zur Moderation und zum Schutz vor Missbrauch setzen wir die folgenden automatisierten Mittel ein. Was sie im Einzelnen bewirken und wie du dich dagegen wendest, steht in § 11 Abs. 7 AGB; welche Daten sie verarbeiten, in Ziff. 3.15 der Datenschutzerklärung.
- Registrierung und Benutzernamen: zugelassene Länder, Abgleich mit Rechenzentrums-, VPN- und Proxy-Netzen und mit Wegwerf-E-Mail-Diensten, auf der Website die Bot-Abwehr; reservierte und beleidigende Benutzernamen werden abgelehnt.
- Nachrichten: Nachrichten mit Links, Webadressen und Kontaktdaten werden nicht zugestellt, ebenso Nachrichten zu einem Einigungsangebot im Streitfall mit Kontaktdaten oder Namen anderer Plattformen. Ein neues Konto, das denselben Text in viele Unterhaltungen schickt, wird bis zur Prüfung durch einen Menschen gesperrt; Konten, die jünger als 48 Stunden sind, können am Tag nur wenige neue Unterhaltungen beginnen.
- Zahlung und Kontakt außerhalb von Vesty: Eine Nachricht, die um Zahlung oder Kontakt außerhalb von Vesty bittet, wird nicht zugestellt, und eine Anzeige mit einem solchen Text lässt sich erst nach einer Änderung veröffentlichen; nach wiederholten Versuchen pausiert das Senden von Nachrichten für 24 Stunden.
- Anzeigentexte und Angaben: ein Wortfilter für Beleidigungen und sexuelle Begriffe, ein Filter für Begriffe, die eine Fälschung oder Nachbildung bezeichnen („Replika“, „Fake“, „1:1“, „Dupe“, eine Marke mit „-Style“, auch in der Angabe zur Marke; eine solche Anzeige lässt sich erst nach einer Änderung veröffentlichen), in Kosmetik- und Parfümkategorien ein Filter für Tester, Proben, Abfüllungen und selbst hergestellte Kosmetik und überall einer für Hautaufheller (ebenfalls erst nach einer Änderung veröffentlichbar), die Prüfung auf lateinische Schrift und, in einzelnen Kategorien, nur bestimmte wählbare Zustände.
- Fotos: Jedes Foto einer Anzeige, jedes Foto zu einer Bewertung und jeder Story-Beitrag (bei einem Video drei Standbilder daraus) wird automatisch mit Hilfe einer KI auf verbotene Artikel und auf Nacktheit geprüft; ein solches Foto wird abgelehnt. Fotos, die wir wegen einer Rechtsverletzung entfernt haben, erkennen wir beim erneuten Hochladen. Fotos von Babyflaschen, Schnullern und Windeln prüfen wir auf Hygiene; ein Treffer entfernt nichts, sondern legt die Anzeige einem Menschen vor.
- Ton von Story-Videos: Hat eine Verkäufer:in für ein Story-Video „Video mit Ton" eingeschaltet, prüfen wir den Ton vor dem Erscheinen automatisch auf unserem eigenen Server: Ein Modell erkennt Musik, eine Spracherkennung wandelt Gesprochenes in Text um, und dieser Text wird nach denselben Regeln geprüft wie Anzeigentexte (Kontaktdaten und Zahlung außerhalb von Vesty, Beleidigungen und sexuelle Begriffe, verbotene Artikel). Musik ist in Story-Videos nicht erlaubt. Ist Musik zu hören, wird etwas gesagt, das nicht erlaubt ist, ist Gesprochenes weder Deutsch noch Englisch oder ist die Prüfung nicht möglich, erscheint die Story ohne Ton; das Video selbst erscheint, und die Verkäufer:in erfährt in der App sofort den Grund. Vorher prüft das kein Mensch, und der entfernte Ton lässt sich nicht wiederherstellen. Gegen das Entfernen kann sie sich wie gegen jede andere Entscheidung beschweren (unten); darüber entscheidet ein Mensch. In § 11 Abs. 7 AGB ergänzen wir diese Prüfung mit der nächsten Änderung der AGB.
- KI-Bilder: Anzeigenfotos prüfen wir automatisch darauf, ob sie mit KI erzeugt oder wesentlich verändert sind. In der App (ab der nächsten Version nach 1.3.1) und auf der Website geschieht das schon beim Hinzufügen eines Fotos: Ein gefundenes KI-Bild wird markiert und trägt „KI-generiert"; die verkaufende Person kann die Markierung nicht entfernen, aber eine Prüfung durch einen Menschen verlangen, und bis dahin geht die Anzeige nicht online. Eine Anzeige ganz ohne echtes Foto des Artikels lässt sich dort nicht veröffentlichen. Beim Veröffentlichen gilt außerdem: Ein Foto mit einem KI-Model oder einem KI-Körper ohne Hinweis kennzeichnen wir beim Veröffentlichen mit „KI-generiert", und ist das Hauptbild ein KI-Bild, rücken wir ein echtes Foto an die zweite Stelle. Die Anzeigen, die am 30.10.2026 bereits online waren, haben wir einmalig auf dieselbe Weise geprüft und gekennzeichnet, ohne Fotos umzustellen oder Anzeigen auszublenden. Eine Anzeige ohne echtes Foto des Artikels aus einer älteren App-Version oder mit einem bestrittenen Hinweis prüft ein Mensch (Verkäufer-Richtlinien, Abschnitt 1).
- Prüfung vor der Veröffentlichung: Anzeigen ab 500 €, Anzeigen ab 150 €, deren Text ein Kind oder ein Alter nennt, Anzeigen, die ein Kind mit Alter und Körpergewicht nennen, und seit dem 31.10.2026 Anzeigen, die eine häufig gefälschte Luxusmarke nennen oder deren erste Fotos nach einer automatischen Prüfung mit Hilfe einer KI deutlich das Markenzeichen einer solchen Marke zeigen, legen wir vor der Veröffentlichung einem Menschen vor; abgelehnt wird dadurch nichts automatisch. Bei Luxusmarken achten wir auf Anzeichen einer Fälschung und bitten im Zweifel um einen Nachweis der Echtheit; eine Garantie für die Echtheit ist damit nicht verbunden. Zeigt eine solche Anzeige deutliche Zeichen nach festen Regeln (vor allem einen Preis weit unter dem, was für die Marke und die Art des Artikels üblich ist, dazu ein sehr neues Konto oder mehrere Luxusanzeigen in kurzer Zeit), bitten wir automatisch um einen Nachweis der Echtheit (Bitte um Änderung); die Anzeige bleibt in Prüfung, und entschieden wird von einem Menschen. Hat nur die KI-Prüfung der Fotos die Marke erkannt, bitten wir nicht automatisch; dann entscheidet ein Mensch, ob er nachfragt. Vor der Veröffentlichung einer solchen Anzeige bitten wir die Verkäufer:in zu bestätigen, dass der Artikel echt ist und sie das auf Nachfrage belegen kann (auf der Website und in der App ab der nächsten Version); diese Bestätigung speichern wir mit Zeitpunkt. Gibt ein Mensch eine zurückgehaltene Anzeige frei, halten wir fest, wer sie wann und aus welchem Grund freigegeben hat.
- Bewertungen und Meldungen: Mehrfach gemeldete Bewertungen werden bis zur Prüfung ausgeblendet; missbräuchliche Meldungen werden nach den Schwellen in Ziff. 6 behandelt.
- KI-Funktionen: Vorschläge der KI-Bildanalyse und Antworten des KI-Assistenten werden vor der Anzeige automatisch auf unzulässige Inhalte geprüft.
- Weitere: Mengenbegrenzungen, die Maßnahmen nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz, die Prüfung von Einladungen im Empfehlungsprogramm auf Selbstempfehlungen und Mehrfachkonten sowie das automatische Ende befristeter Einschränkungen.
Bitte um Änderung („Änderung nötig"). Wo eine Änderung genügt, können wir eine Verkäufer:in bitten, eine Anzeige innerhalb von drei oder sieben Tagen zu ändern, statt eine Maßnahme zu treffen. Das ist keine Beschränkung und keine Sanktion: Die Anzeige bleibt sichtbar, und die Bitte wird nicht als Verwarnung gezählt. Wir teilen sie per Push, in der App und per E-Mail mit. Ändert die Verkäufer:in die Anzeige, schließen wir eine zugrunde liegende Meldung als begründet ab, weil der Inhalt auf unsere Veranlassung geändert wurde; die meldende Person erfährt, dass ein Verstoß festgestellt und gehandelt wurde. Verstreicht die Frist ohne Änderung, entscheidet ein Mensch nach den üblichen Regeln; jede Maßnahme, die dann folgt, begründen wir wie oben beschrieben.
Jede Entscheidung, die einen Inhalt oder ein Konto mit automatisierten Mitteln einschränkt, begründen wir und geben dabei an, dass automatisierte Mittel eingesetzt wurden. Wie viele Entscheidungen das betrifft, steht im Transparenzbericht.
Gegen jede solche Entscheidung kann innerhalb von 6 Monaten kostenlos Beschwerde eingelegt werden: auf der Website unter Mein Konto → „Konto-Status", in der App oder per E-Mail an dsa@vesty-shop.com. Über die Beschwerde entscheidet ein Mensch, nicht allein ein automatisiertes System. Wird ihr stattgegeben, heben wir die Maßnahme unverzüglich auf. (Art. 20 DSA: freiwillig umgesetzt.)
4. Außergerichtliche Streitbeilegung (Art. 21 DSA)
Du hast das Recht, eine zertifizierte außergerichtliche Streitbeilegungsstelle anzurufen. Eine Liste solcher Stellen veröffentlicht der Koordinator für digitale Dienste in Deutschland (Bundesnetzagentur). Wir wirken an einem solchen Verfahren nach Treu und Glauben mit; die Entscheidung der Stelle ist für uns nicht bindend.
5. Vertrauenswürdige Hinweisgeber (Art. 22 DSA)
Als Kleinstunternehmen sind wir zu einer vorrangigen Bearbeitung nach Art. 22 DSA nicht verpflichtet (Art. 19 DSA). Meldungen zertifizierter vertrauenswürdiger Hinweisgeber bearbeiten wir wie alle Meldungen unverzüglich und sorgfältig; eine gesonderte Kennzeichnung oder einen Vorrang sehen wir derzeit nicht vor.
6. Maßnahmen gegen Missbrauch (Art. 23 DSA)
Die Schwellen für solche Maßnahmen stehen verbindlich in § 4a Abs. 6 und 7 AGB und lauten zusammengefasst (freiwillig umgesetzt):
Wiederholte Rechtsverletzung. Wurden einer Nutzer:in innerhalb von zwölf Monaten drei Mal Inhalte als offensichtlich rechtswidrig entfernt — gleich aus welcher Kategorie: Urheber-, Leistungsschutz- und Markenrechte, verbotene Artikel, Fälschungen, Betrug, Hassrede oder sonstige rechtswidrige Inhalte —, prüfen wir eine befristete Sperre des Kontos nach § 11 AGB. Entscheidungen, die auf eine Beschwerde hin aufgehoben wurden, zählen nicht mit. Die Sperre erfolgt nicht automatisch, sondern nach Prüfung im Einzelfall, und sie berührt weder laufende Bestellungen noch bereits entstandene Auszahlungsansprüche. Bei besonders schweren Verstößen (etwa Betrug, Waffen, Kindesgefährdung) kann eine Sperre auch schon beim ersten Verstoß erfolgen; auch das wird begründet und ist beschwerdefähig.
Missbräuchliche Meldungen. Für Meldungen wegen Urheber-, Leistungsschutz- und Markenrechten gilt: Gehen von derselben meldenden Person oder Adresse drei offensichtlich unbegründete Meldungen ein, verwarnen wir sie; ab der fünften setzen wir die Bearbeitung ihrer Meldungen für 90 Tage aus und teilen ihr das mit. Bei anderen Meldungen prüfen wir im Einzelfall, ob wir die Bearbeitung von Meldungen einer Person, die häufig offensichtlich unbegründete Meldungen einreicht, nach vorheriger Warnung für einen angemessenen Zeitraum aussetzen. Eine Meldung, die sich lediglich als unzutreffend erweist, ist nicht missbräuchlich und zählt nicht mit; gezählt wird nur, was wir ausdrücklich als offensichtlich unbegründet eingestuft haben. Wird eine solche Einstufung später aufgehoben, zählt sie auch nicht mehr mit.
7. Transparenzbericht und Nutzerzahl (Art. 15, 24 DSA)
Zu einem jährlichen Transparenzbericht nach Art. 15 DSA sind wir als Kleinstunternehmen nicht verpflichtet (Art. 15 Abs. 2 DSA), und die Pflicht, halbjährlich die durchschnittliche monatliche Zahl aktiver Nutzer:innen zu veröffentlichen (Art. 24 Abs. 2 DSA), gilt für uns nicht (Art. 19 Abs. 1 DSA). Wir veröffentlichen beides freiwillig: laufende Zahlen zu Meldungen, Maßnahmen und Beschwerden sowie die Nutzerzahl unter Transparenzbericht, live aus unserem System. Dem Koordinator für digitale Dienste teilen wir die Nutzerzahl auf Anfrage mit (Art. 24 Abs. 3 DSA).
8. Werbung (Art. 26 DSA)
Wir zeigen keine Werbung Dritter an. Der „Boost" einer Anzeige (§ 5b Abs. 5 AGB) ist keine Werbung Dritter, sondern eine Platzierungsoption für Anzeigen unserer eigenen Nutzer:innen; Boosts können nicht gekauft werden; Boost-Gutschriften gibt es für Founding Members, als Belohnung im Empfehlungsprogramm und als freiwillige, unentgeltliche Zusatzgutschrift, die Vesty einzelnen Mitgliedern gewähren kann. Geboostete Anzeigen sind als „Gesponsert" gekennzeichnet. Anzeigen, die eine häufig gefälschte Luxusmarke nennen, können seit dem 31.10.2026 nicht geboostet werden; sie erscheinen auch nicht im Kleiderschrank-Spotlight, auf den reservierten Plätzen für neue Verkäufer:innen oder in Google Shopping. In der Suche, in Kategorien, auf Profilen und auf der übrigen Startseite sind sie wie jede andere Anzeige zu sehen. Sollten wir in Zukunft Werbung schalten, halten wir die Anforderungen aus Art. 26 DSA ein (Kennzeichnung, keine Profilbildung bei Minderjährigen, keine sensiblen Datenkategorien).
9. Empfehlungssystem (Art. 27 DSA)
Die Reihenfolge der Anzeigen auf der Startseite ist ein Empfehlungssystem im Sinne von Art. 27 DSA. Die maßgebliche Beschreibung seiner Hauptparameter, ihrer relativen Gewichtung, der Wirkung eines Boosts und der reservierten Plätze für neue Verkäufer:innen steht in § 5b AGB. Kurz: Die Startseite der App wird nach neun Faktoren sortiert — deinem bisherigen Interesse (welche Arten von Artikeln du dir angesehen und gemerkt hast, bei deutlicher Tendenz auch Farben und Marken), deinen Angaben unter „Mein Feed" (in der App bis Version 1.3.1 „Meine Größen & Marken": deine Größen, Lieblingsmarken und Mitglieder, denen du folgst), deinen Suchen der letzten sieben Tage in der App, der Aktualität, der Vollständigkeit (dazu zählt mit geringem Gewicht auch, ob die Anzeige ein Video enthält), der Resonanz, ob die Verkäufer:in den Versand ganz oder teilweise bezahlt (mit geringem Gewicht), einem Vorrang für neue Anzeigen, die dir noch nicht angezeigt wurden, und einem Abschlag für bereits Gesehenes. Hast du Größen angegeben oder kürzlich gesucht, setzt sie sich aus festen Anteilen zusammen („Passt zu dir"). Die Startseite der Website zeigt im Bereich „Entdecken" angemeldet dieselbe personalisierte Reihenfolge wie die App; ohne Anmeldung oder nach einem Widerspruch zählen nur Aktualität, Vollständigkeit, Resonanz und die Übernahme des Versands, und alle sehen dieselbe Reihenfolge. Nur wenn diese Reihenfolge nicht verfügbar ist, stehen dort im Bereich „Zuletzt eingestellt" die neuesten Anzeigen. Auf beiden Startseiten wechseln sich Verkäufer:innen und Hauptkategorien ab, ist ein fester Platz für eine Anzeige mit laufendem Boost reserviert und als „Gesponsert" gekennzeichnet, und es gibt reservierte Plätze für neue Verkäufer:innen; Boosts können nicht gekauft werden. „Das könnte dir auch gefallen" und „Mehr von …" auf der Produktseite sowie „Neu in deiner Größe" berücksichtigen deine Größen, Suchen und Marken, wie in § 5b Abs. 4a AGB beschrieben. In die Reihenfolge einzelner Anzeigen greifen wir nicht von Hand ein.
Story-Leiste und „Folge ich" (App, ab der nächsten Version nach 1.3.1). Über den Anzeigen auf der Startseite der App zeigt eine Leiste Kreise, je einen für ein Mitglied mit neuen Anzeigen. Zuerst kommen Mitglieder, denen du folgst, mit Anzeigen der letzten 20 Tage (abschaltbar unter „Mein Feed"), danach andere Mitglieder mit Anzeigen aus dem kürzesten Zeitraum zwischen 24 Stunden und 20 Tagen, der die Leiste füllt. Geordnet wird danach, ob ein Mitglied etwas in deinen Größen anbietet, dann, ob etwas deinen Suchen oder Lieblingsmarken ähnelt, dann nach Aktualität. Mitglieder mit einem laufenden Story-Beitrag (ein Foto oder Video zu einer ihrer Anzeigen, 24 Stunden lang) oder mit einer Preissenkung der letzten 48 Stunden bekommen immer einen Kreis. In einem Kreis stehen Story-Beiträge vorn, dann Anzeigen mit einer solchen Preissenkung, dann die neuesten Anzeigen. „Folge ich" (hinter dem Personensymbol der Startseite) zeigt die Mitglieder, denen du folgst, das zuletzt aktive zuerst, und schlägt Mitglieder vor, die in den letzten 20 Tagen etwas eingestellt haben, nach denselben Faktoren geordnet und mit dem Grund des Vorschlags. Zwischen den Anzeigen zeigt die App nach den ersten 24 Anzeigen und danach nach je 40 Anzeigen ein Mitglied, dem du folgst, zuerst das, dessen Anzeigen du am häufigsten und zuletzt aufgerufen und gemerkt hast. Boosts, das Kleiderschrank-Spotlight, Bewertungen, Abzeichen und der Founding-Member-Status wirken dort nicht, und Konten des Plattformbetreibers werden wie alle anderen behandelt. Der Kreis „Vesty" steht vorn, gleich neben deinem eigenen Kreis „Deine Story", und zeigt Hinweise und Neuigkeiten von uns, keine Anzeigen; auch am Ende der Leiste können Hinweise von uns stehen. Die Beschreibung in § 5b AGB ergänzen wir mit der nächsten Änderung der AGB.
Deine Wahl (Art. 27 Abs. 3 DSA). Auf dich persönlich bezogen sind dein bisheriges Interesse, deine Angaben unter „Mein Feed", deine Suchen in der App, „neu für dich" und der Abschlag für bereits Gesehenes. Du kannst die Personalisierung jederzeit abschalten — in der App über „Personalisierte Startseite", auf der Website unter Mein Konto → „Einstellungen" → „Datenschutz". Die Startseiten werden dann ausschließlich nach den nicht personalisierten Faktoren sortiert, die Story-Leiste und die Vorschläge unter „Folge ich" nur nach Aktualität. Deine Angaben unter „Mein Feed" kannst du jederzeit ändern oder löschen und deinen Suchverlauf in der App löschen. Suchergebnisse, Kategorieseiten und Verkäuferprofile folgen ausschließlich deinen Suchbegriffen, Filtern und der gewählten Sortierung; ein Boost oder ein Video verschafft dort keinen Vorrang (§ 5b Abs. 4 AGB). (Freiwillig umgesetzt; die Beschreibung der Hauptparameter in den AGB ist zugleich nach Art. 5 der Verordnung (EU) 2019/1150 vorgeschrieben.)
10. Gewerbliche Verkäufer:innen (Art. 30, 31 DSA)
Wer auf Vesty gewerblich verkauft, muss vor der ersten Veröffentlichung Namen, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, gegebenenfalls Registernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben und bestätigen, nur Produkte anzubieten, die dem Unionsrecht entsprechen. Diese Angaben werden bei jeder Anzeige und im Profil im Abschnitt „Angaben zum Verkäufer" öffentlich angezeigt, zusammen mit der Widerrufsbelehrung der verkaufenden Person. Außerdem müssen gewerbliche Verkäufer:innen zu jeder Anzeige die Angaben zur Produktsicherheit nach Art. 19 der Verordnung (EU) 2023/988 machen — Hersteller mit Post- und elektronischer Anschrift, bei Herstellern außerhalb der EU die verantwortliche Person in der EU, Angaben zur Identifizierung des Produkts, vorgeschriebene Warn- und Sicherheitshinweise, bei Textilien die Faserzusammensetzung; ohne diese Pflichtangaben kann die Anzeige nicht veröffentlicht werden. Wir zeigen sie bei der Anzeige im Abschnitt „Produktsicherheit" an (§ 3 Abs. 6 AGB). Seit dem 25.10.2026 braucht dafür jede Person ein Händlerkonto, das wir erst nach einer Prüfung ihrer Angaben freischalten (§ 3b AGB): Wir lassen die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer über das Prüfsystem der Europäischen Kommission (VIES) bestätigen oder prüfen Steuernummer und Gewerbe und gleichen die Angaben mit dem Handels- und dem Verpackungsregister ab. Erst danach können Anzeigen veröffentlicht werden. (Freiwillig umgesetzt.)
11. Minderjährige (Art. 28 DSA)
Die Plattform richtet sich ausschließlich an Volljährige (§ 2 AGB). Wir verarbeiten keine Daten mit dem Ziel, Minderjährige zu erkennen oder anzusprechen, und zeigen keine Werbung auf Grundlage von Profilen an.