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Vesty
Archivierte Fassung – nicht mehr aktuellSie gilt für Verträge, die unter dieser Fassung geschlossen wurden (gültig ab 4.11.2026 bis 4.11.2026). Werte, die wir aus unseren Einstellungen einsetzen, etwa Gebühren, Fristen und Kontaktdaten, sind mit dem heutigen Stand dargestellt; maßgeblich ist der Wert, der bei Vertragsschluss galt. Zur aktuellen Fassung

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Fassung 2026-11-04-v62

§ 1 Geltungsbereich, Vertragsparteien

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der Online-Plattform Vesty (im Folgenden „Plattform"), betrieben von Yazan Aljomaa Alhaded, Rütgerstr. 9, 40229 Düsseldorf (im Folgenden „Vesty", „wir", „uns").

(2) Die Plattform ermöglicht es registrierten Nutzern, gebrauchte und neue Artikel anzubieten und zu kaufen. Der Regelfall ist der Verkauf zwischen Privatpersonen (C2C). Verkäufer:innen, die gewerblich handeln, dürfen die Plattform mit einem Händlerkonto ebenfalls nutzen; für sie gelten zusätzliche Pflichten (§ 3 Abs. 5, § 3b) und ihre Käufer haben zusätzliche Rechte, insbesondere das gesetzliche Widerrufsrecht (Widerrufsrecht). Vesty stellt die technische Infrastruktur und die in diesen AGB beschriebenen Dienste bereit. Vesty als Plattform ist nie Partei eines Kaufvertrags, der über die Plattform geschlossen wird.

(2a) Konten des Plattformbetreibers. Der Inhaber von Vesty nutzt die Plattform auch als Privatperson. Seine Konten sind im Profil, bei jeder Anzeige und an der Kasse mit dem Hinweis „Konto des Plattformbetreibers" gekennzeichnet. Verkäufe über diese Konten sind private Verkäufe des Inhabers: Vertragspartner ist der Inhaber als Privatperson, nicht Vesty als Plattform, und für ihn gelten dieselben Regeln wie für alle anderen privaten Verkäufer:innen — mit einer Ausnahme: Abweichend von § 2 Abs. 3 führt der Inhaber neben seinem eigenen Konto weitere Konten zu Test- und Prüfzwecken (etwa für die Prüfung der App durch App-Stores). Auch diese Konten tragen den Hinweis „Konto des Plattformbetreibers"; Founding-Member-Plätze, die sie belegen, weisen wir auf der Founding-Members-Seite gesondert aus. Keine unterschiedliche Behandlung (Art. 7 der Verordnung (EU) 2019/1150): Anzeigen dieser Konten werden bei der Reihenfolge (§ 5b), in der Suche und bei der Darstellung nicht bevorzugt. Es gelten dieselben Gebühren, Boost- und Founding-Member-Regeln wie für alle anderen Nutzer:innen; Konten des Inhabers, die zur ersten Founding-Member-Kohorte gehören (Aufnahme vor der Umstellung des Programms), haben deshalb denselben Bestandsschutz-Satz wie alle Mitglieder dieser Kohorte (§ 7 Abs. 2 Buchst. c). Daten anderer Nutzer:innen, auf die der Inhaber als Betreiber Zugriff hat, verwendet er nicht für seine privaten Verkäufe. Konten des Plattformbetreibers können keine Bewertungen abgeben, und kauft ein solches Konto, entsteht für die Bestellung keine Versandbewertung (§ 3a Abs. 1).

(3) Vertragspartner für den jeweiligen Kaufvertrag sind ausschließlich der Käufer und der Verkäufer. Zwischen dir und Vesty besteht ein davon getrennter Nutzungsvertrag über die Plattform und die hier beschriebenen Dienste.

(4) Für welche Verträge diese Fassung gilt. Diese Fassung der AGB gilt für Nutzungsverträge, die ab dem Tag geschlossen werden, an dem sie in Kraft tritt (angegeben als „Stand"). Hast du dich vorher registriert, gilt für dich weiterhin die Fassung, der du bei der Registrierung oder später nach § 12 ausdrücklich zugestimmt hast. Diese Fassung ändert an deiner bisherigen Rechtsstellung nichts, solange du ihr nicht ausdrücklich zustimmst. Wie du frühere Fassungen erhältst, regelt § 12 Abs. 7.

§ 2 Registrierung & Nutzerkonto

(1) Die Nutzung als Käufer oder Verkäufer setzt eine vollständige Registrierung voraus. Nutzer müssen mindestens 18 Jahre alt und voll geschäftsfähig sein.

(2) Wie wir das Alter prüfen — und wie nicht. Bei der Registrierung bestätigst du ausdrücklich, dass du volljährig bist; diese Bestätigung speichern wir. Eine Ausweis- oder Altersverifizierung führen wir derzeit nicht durch. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass eine solche Bestätigung die gesetzlichen Regeln über die Geschäftsfähigkeit nicht ersetzt: Verträge, die eine minderjährige Person ohne Einwilligung ihrer gesetzlichen Vertreter schließt, sind nach §§ 104 ff. BGB schwebend unwirksam, unabhängig davon, was bei der Registrierung angekreuzt wurde. Erlangen wir Kenntnis davon, dass ein Konto von einer minderjährigen Person geführt wird, sperren wir es und wickeln offene Bestellungen rückabwickelnd ab.

(3) Pro Person ist nur ein Konto zulässig; zur Ausnahme für Konten des Plattformbetreibers siehe § 1 Abs. 2a. Die Weitergabe der Zugangsdaten ist verboten.

(4) Falsche Angaben (Identität, Adresse, Alter) berechtigen uns zur Sperrung oder Löschung des Kontos nach § 11.

(5) Registrierung und Schutz vor Missbrauch. Eine Registrierung ist aus den Staaten der Europäischen Union, aus Island, Liechtenstein und Norwegen sowie aus der Schweiz möglich. Registrierungen mit Wegwerf-E-Mail-Adressen, über Rechenzentrums-, VPN- oder Proxy-Netze und das Tor-Netzwerk sowie von einem Gerät, auf dem ein von uns dauerhaft gesperrtes Konto angemeldet war, lehnen wir automatisch ab; auf der Website prüft zusätzlich eine Bot-Abwehr, ob ein Mensch die Registrierung vornimmt. Bestehende Konten und Anmeldungen sind davon nicht betroffen. Wie diese Prüfungen funktionieren und wie du dich dagegen wenden kannst, steht in § 11 Abs. 7 Buchst. g.

(6) Widerrufsrecht für den Nutzungsvertrag. Verbraucher:innen können den Nutzungsvertrag innerhalb von vierzehn Tagen ab der Registrierung widerrufen; Einzelheiten, die Widerrufsfunktion unter Mein Konto → „Einstellungen" → „Datenschutz" und das Muster-Widerrufsformular stehen in der Widerrufsbelehrung für Leistungen von Vesty.

§ 3 Verkäuferpflichten

(1) Du gewährleistest, dass du Eigentümer der angebotenen Artikel bist und über sie frei verfügen darfst.

(2) Verbotene Artikel (siehe Verbotene Artikel) dürfen nicht eingestellt werden.

(3) Bilder und Beschreibungen müssen dem tatsächlichen Zustand entsprechen. Plagiate, NS-Devotionalien, Waffen, Drogen u. ä. sind ausgeschlossen.

(4) Du bist selbst für die Erfüllung deiner steuerlichen Pflichten verantwortlich. Wir weisen darauf hin, dass wir nach dem PStTG bestimmte Verkäuferdaten an das Bundeszentralamt für Steuern melden müssen.

(5) Wer beim Verkauf in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB) — etwa weil er planmäßig und auf Dauer angelegt Waren zum Weiterverkauf ankauft oder herstellt —, ist Unternehmer und muss zusätzliche Informationspflichten (Widerrufsrecht, Gewährleistung, Impressum) einhalten. Gewerblich verkaufen darf nur, wer ein von uns freigeschaltetes Händlerkonto hat (§ 3b); wer gewerblich handelt und dennoch über ein privates Konto verkauft, verstößt gegen diese AGB (§ 11 Abs. 3). Gewerbliche Verkäufer:innen sind zudem verpflichtet, uns die Angaben nach Art. 30 DSA zu übermitteln; ohne diese Angaben können keine Artikel veröffentlicht werden. Ohne eigene Widerrufsbelehrung können gewerbliche Verkäufer:innen ebenfalls keine Artikel veröffentlichen.

(6) Produktsicherheit. Gewerbliche Verkäufer:innen sind dafür verantwortlich, dass die angebotenen Produkte der Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit und den übrigen Produktvorschriften entsprechen. Sie machen in jeder Anzeige in den dafür vorgesehenen Feldern die Angaben nach Art. 19 dieser Verordnung: Name, eingetragener Handelsname oder Marke des Herstellers sowie dessen Postanschrift und elektronische Kontaktadresse, bei einem Hersteller außerhalb der Europäischen Union zusätzlich Name und Anschrift der in der Union verantwortlichen Person, Angaben zur Identifizierung des Produkts und, soweit für das Produkt vorgeschrieben, Warn- und Sicherheitshinweise in deutscher Sprache; bei Textilerzeugnissen außerdem die Faserzusammensetzung. Ohne die Pflichtangaben kann eine Anzeige nicht veröffentlicht werden. Wir zeigen die Angaben bei der Anzeige im Abschnitt „Produktsicherheit" an. Die Verantwortung für ihre Richtigkeit trägt die verkaufende Person.

(7) Anzeigen ausblenden und Urlaubsmodus. Du kannst eine Anzeige ausblenden und wieder einblenden. Im Urlaubsmodus blenden wir alle deine aktiven Anzeigen aus, auf Wunsch bis zu einem Tag, den du wählst; am Vorabend erinnern wir dich, und an diesem Tag sind sie wieder da. Eine ausgeblendete Anzeige erscheint nicht auf den Startseiten, in der Suche und in Kategorien. Ihre Seite und dein Profil bleiben erreichbar und zeigen, dass der Artikel gerade nicht verfügbar ist oder dass du im Urlaub bist. Sie kann in dieser Zeit nicht gekauft werden; neue Preisvorschläge und automatische Antworten (§ 5a) ruhen. Blendest du sie wieder ein, steht sie an ihrem bisherigen Platz („Neueste zuerst" zählt ab ihrer ersten Veröffentlichung). Wer sie gemerkt und Preisalarmen zugestimmt hat, erhält dann den Hinweis „Wieder verfügbar", höchstens einmal je sieben Tage und Anzeige. Bereits bezahlte Bestellungen musst du auch im Urlaubsmodus verschicken (§ 8). Ein laufender Boost oder ein laufendes Kleiderschrank-Spotlight (§ 5b Abs. 5 und 5a) wird durch das Ausblenden weder verlängert noch erstattet.

§ 3a Bewertungen

(1) Nur echte Käufe. Nach Abschluss einer Bestellung können Käufer:innen die Verkäufer:in bewerten. Eine Bewertung kann technisch ausschließlich zu einer im System vorhandenen, abgeschlossenen Bestellung abgegeben werden und wird dieser fest zugeordnet. Bewertungen ohne zugrunde liegenden Kauf sind damit ausgeschlossen. Konten des Plattformbetreibers (§ 1 Abs. 2a) können keine Bewertungen abgeben, und niemand kann sich selbst bewerten; kauft ein Konto des Plattformbetreibers, entsteht für die Bestellung keine Versandbewertung. Beides ist technisch ausgeschlossen. Das ist die Angabe nach § 5b Abs. 3 UWG darüber, ob und wie wir sicherstellen, dass Bewertungen von tatsächlichen Käufer:innen stammen.

(1a) Bewertung von Käufer:innen. Verkäufer:innen können die Käufer:in einer bezahlten Bestellung bewerten, sobald die Bestellung abgeschlossen oder erstattet ist oder die Sendung an die Verkäufer:in zurückgegangen ist, weil die Käufer:in sie nicht angenommen oder abgeholt hat, und zwar innerhalb von 30 Tagen danach. Eine stornierte Bestellung kann nicht bewertet werden, auch nicht, wenn die Käufer:in sie selbst storniert hat; ausgenommen ist nur die zurückgegangene Sendung. Das gilt für Käufe, bei denen beim Kauf darauf hingewiesen wurde, dass die Verkäufer:in die Käufer:in nach dem Kauf bewerten kann, und für Käufe von Konten, für die diese Fassung der AGB gilt. Die Bewertung wird erst sichtbar, wenn die Käufer:in die Verkäufer:in zu derselben Bestellung ebenfalls bewertet hat, spätestens 14 Tage nach ihrer Abgabe; bis dahin sieht die Käufer:in nur, dass sie bewertet wurde. So bewerten beide Seiten unabhängig voneinander. Ist die Bewertung der Käufer:in sichtbar, können beide Seiten ihre Bewertung zu dieser Bestellung nicht mehr ändern oder zurücknehmen; Absatz 4 gilt insoweit nicht. Bewertungen als Käufer:in werden im Profil getrennt angezeigt („Als Käufer:in") und Verkäufer:innen in Unterhaltungen mit der Käufer:in. Sie fließen weder in die Bewertung als Verkäufer:in noch in Abzeichen oder in die Reihenfolge von Anzeigen ein. Konten des Plattformbetreibers können auch Käufer:innen nicht bewerten. Im Übrigen gelten die Absätze 2 bis 5 entsprechend.

(2) Was wir nicht tun. Wir bestellen, kaufen oder vergüten keine Bewertungen, wir ändern den Inhalt einer Bewertung nicht und wir sortieren negative Bewertungen nicht aus. Der angezeigte Durchschnitt bezieht alle sichtbaren Bewertungen ein.

(3) Inhalt. Eine Bewertung muss sich auf den konkreten Kauf beziehen. Beleidigungen, Tatsachenbehauptungen wider besseres Wissen, personenbezogene Daten Dritter, Werbung und offensichtlich rechtswidrige Inhalte sind unzulässig. Wir können eine Bewertung, die dagegen verstößt, verbergen oder entfernen; die betroffene Person wird darüber nach § 11 Abs. 4 unterrichtet und kann Beschwerde einlegen. Jede Bewertung kann in der App und auf der Website gemeldet werden. Eine Bewertung wird außerdem automatisch vorläufig ausgeblendet, sobald sie drei Meldungen erhält oder als persönlicher Angriff gemeldet wird; eine Meldung der bewerteten Person selbst löst das automatische Ausblenden nicht aus, sie prüfen wir, bevor wir entscheiden. Die bewertende Person wird über ein Ausblenden mit Begründung unterrichtet, und wir prüfen die Bewertung (§ 11 Abs. 7 Buchst. e).

(4) Ändern und Löschen. Die bewertende Person kann ihre Bewertung innerhalb von 14 Tagen nach Abgabe ändern oder zurücknehmen. Danach bleibt sie bestehen; wir entfernen sie nur in den Fällen nach Absatz 3.

(4a) Fotos. Wer eine Verkäufer:in bewertet, kann der Bewertung bis zu drei eigene Fotos des gekauften Artikels hinzufügen, innerhalb der Frist nach Absatz 4 und solange die Bewertung sichtbar ist. Für die Fotos gelten Absatz 3 und § 4a Abs. 1 und 2 entsprechend; Adressen und andere Personen sollen nicht zu sehen sein. Mit dem Hinzufügen räumst du uns das einfache, unentgeltliche Recht ein, die Fotos mit der Bewertung auf der Plattform, in der App und in technisch erforderlichen Vorschaubildern zu zeigen, bis du sie entfernst; für Werbung nutzen wir sie nicht. Ein Foto kannst du jederzeit entfernen, auch nach Ablauf der Frist nach Absatz 4. Wird die Bewertung ausgeblendet oder entfernt, sind auch ihre Fotos nicht mehr sichtbar. Nimmst du die Bewertung zurück oder löschst du dein Konto, löschen wir die Fotos; Absatz 5 gilt für sie nicht.

(5) Bewertungen überdauern die Kontolöschung. Löschst du dein Konto, bleiben die von dir abgegebenen Bewertungen ohne deinen Namen sichtbar. Sie gehören zum Vertrauensprofil der bewerteten Person, das durch eine Löschung nicht rückwirkend verändert werden soll. Einzelheiten zur Verarbeitung: Datenschutzerklärung.

§ 3b Händlerkonto (gewerbliche Verkäufer:innen)

(1) Wer ein Händlerkonto erhält. Wer auf Vesty gewerblich verkauft (§ 3 Abs. 5), braucht ein Händlerkonto. Derzeit erhalten ein Händlerkonto Personen mit Sitz in Deutschland, die als Einzelunternehmer:in ein Gewerbe angemeldet haben, auch als eingetragene Kaufleute (e.K.). Gesellschaften wie GmbH, UG, AG, OHG oder KG können derzeit noch kein Händlerkonto erhalten. Über ein Händlerkonto sind alle Verkäufe gewerblich; private Verkäufe über dasselbe Konto sind nicht möglich (§ 2 Abs. 3).

(2) Antrag. Bei der Registrierung fragen wir, ob du privat oder gewerblich verkaufst. Den Antrag stellst du danach oder jederzeit später in der App unter Profil → „Verkaufen" → „Gewerblich verkaufen" oder auf der Website unter Mein Konto → „Einstellungen" → „Gewerblich verkaufen". Mit dem Antrag machst du folgende Angaben und Erklärungen:

(a) Name oder Firma, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer sowie, wenn du im Handelsregister eingetragen bist, Registergericht und Registernummer (Art. 30 DSA, § 5 DDG);

(b) deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder deine Steuernummer (§ 22f UStG) und ob du Kleinunternehmer:in nach § 19 UStG bist;

(c) freiwillig deine Registrierungsnummer im Verpackungsregister LUCID;

(d) wer nach einem Widerruf die unmittelbaren Kosten der Rücksendung trägt (Absatz 5 Buchst. a);

(e) die Erklärung, nur Produkte anzubieten, die den geltenden Vorschriften des Unionsrechts entsprechen (Art. 30 Abs. 1 Buchst. f DSA);

(f) deine ausdrückliche Zustimmung zu dieser Fassung der AGB (§ 12 Abs. 3).

(3) Prüfung und Freischaltung. Wir prüfen jeden Antrag, bevor wir das Händlerkonto freischalten, etwa indem wir die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer über das Prüfsystem der Europäischen Kommission (VIES) bestätigen lassen und die Angaben mit dem Handelsregister und dem Verpackungsregister abgleichen. Wir können weitere Nachweise anfordern, etwa die Gewerbeanmeldung. Einen Antrag lehnen wir nur aus sachlichem Grund ab, insbesondere wenn Angaben fehlen, nicht überprüfbar oder unzutreffend sind oder die Voraussetzungen nach Absatz 1 nicht vorliegen; die Gründe teilen wir dir per E-Mail mit. Einen abgelehnten Antrag kannst du nach einer Korrektur erneut stellen. Für Antrag, Prüfung und Freischaltung berechnen wir nichts. Bis zur Freischaltung bleibt dein Konto ein privates Konto. Hast du angegeben, gewerblich zu verkaufen, oder einen Antrag gestellt, kannst du bis zur Freischaltung keine neuen Anzeigen veröffentlichen, denn wer gewerblich handelt, darf nicht als Privatperson verkaufen; Anzeigen, die du vorher als Privatperson eingestellt hast, bleiben bis zur Freischaltung online, und kaufen kannst du wie bisher. Gibst du an, doch privat zu verkaufen, entfällt diese Sperre und ein offener Antrag wird zurückgezogen. Wer bei der Registrierung gefragt wurde und nicht geantwortet hat, beantwortet die Frage vor der ersten Anzeige.

(4) Mit der Freischaltung wird dein Konto zum Händlerkonto. Deine zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Anzeigen wurden als Privatperson eingestellt; wir nehmen sie deshalb aus dem Verkauf, sie bleiben als Entwurf erhalten, und noch nicht bezahlte Bestellungen dazu werden storniert. Du kannst jede Anzeige wieder veröffentlichen, sobald sie die Angaben nach § 3 Abs. 6 enthält. Bereits bezahlte Bestellungen werden zu den Bedingungen abgewickelt, die beim Kauf galten.

(5) Pflichten gegenüber Käufer:innen. Über ein Händlerkonto verkaufst du als Unternehmer:in an Verbraucher:innen. Insbesondere gilt:

(a) Widerrufsrecht. Käufer:innen können den Kauf innerhalb von vierzehn Tagen widerrufen. Aus deinen Angaben erzeugen wir eine Widerrufsbelehrung nach dem gesetzlichen Muster (Vorlage unter Widerrufsrecht) und zeigen sie bei jeder deiner Anzeigen, in deinem Profil und in der Kasse an. Ob die kaufende Person die unmittelbaren Kosten der Rücksendung trägt oder du, wählst du in deinen Angaben; die Belehrung folgt dieser Wahl. Für die Richtigkeit der Belehrung bist du verantwortlich. Den Widerruf können Käufer:innen über die Widerrufsfunktion bei der Bestellung erklären (§ 356a BGB); wir leiten ihn an dich weiter und bestätigen der kaufenden Person den Eingang.

(b) Gewährleistung. Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte, auch bei gebrauchter Ware zwei Jahre ab Ablieferung. Eine kürzere Verjährung für gebrauchte Waren ist über Vesty derzeit nicht möglich. Weicht ein Artikel von den objektiven Anforderungen ab (§ 476 Abs. 1 BGB), etwa durch ein Loch, einen Fleck oder ein fehlendes Teil, kannst du das in deiner Anzeige unter „Mängel und Abweichungen“ beschreiben. Wir zeigen diese Beschreibung in der Anzeige, und die kaufende Person stimmt ihr vor dem Kauf gesondert und ausdrücklich zu; wir halten ihre Zustimmung bei der Bestellung fest und senden ihr den Text mit der Bestellbestätigung. Nur so vereinbarte Abweichungen gelten nicht als Mangel. Was du nicht beschreibst, fällt unter die gesetzliche Gewährleistung. Anzeigen dürfen keine Formulierungen enthalten, die gesetzliche Rechte von Verbraucher:innen ausschließen oder beschränken, etwa „keine Rücknahme", „gekauft wie gesehen" oder „keine Gewährleistung".

(c) Preise. Deine Preise sind Endpreise einschließlich Umsatzsteuer. Bist du Kleinunternehmer:in, zeigen wir statt „inkl. MwSt." den Hinweis „Kein Ausweis der USt. (§ 19 UStG)" an. Senkst du einen Preis, zeigen wir als früheren Preis nur den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage an (§ 11 PAngV).

(d) Versandgefahr. Die Gefahr geht erst mit der Übergabe an die kaufende Person über (§ 8 Abs. 5).

(e) Produktsicherheit und Verpackung. Für die Angaben zur Produktsicherheit gilt § 3 Abs. 6. Elektro- und Elektronikgeräte können über ein Händlerkonto derzeit nicht angeboten werden. Für deine Pflichten nach dem Verpackungsrecht, insbesondere Registrierung und Beteiligung an einem System, bist du selbst verantwortlich.

(6) Auszahlung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist. Abweichend von § 6 Abs. 1 zahlen wir den Kaufpreis bei Verkäufen über ein Händlerkonto frühestens aus, wenn die Widerrufsfrist der kaufenden Person abgelaufen ist: nach dem Ende des vierzehnten Tages nach der Zustellung, und liegt keine Zustellmeldung vor, nach dem Ende des vierzehnten Tages nach dem Abschluss des Kaufs. Solange ein Widerruf nicht abgeschlossen ist, zahlen wir nicht aus. Der Grund: Nach einem Widerruf geht der gesamte Betrag an die kaufende Person zurück, und das ist nur sicher möglich, solange er noch nicht ausgezahlt ist.

(7) Rückabwicklung nach einem Widerruf.

(a) Vor dem Versand. Widerruft die kaufende Person, bevor die Bestellung versendet ist, wird die Bestellung storniert, und die Zahlung wird freigegeben oder erstattet. Versende den Artikel dann nicht mehr.

(b) Nach dem Versand. Die kaufende Person sendet den Artikel an die Anschrift aus deiner Widerrufsbelehrung zurück. Sobald er bei dir eingegangen ist, bestätigst du das unverzüglich bei der Bestellung („Ware ist zurück – erstatten"). Wir erstatten der kaufenden Person dann den gesamten gezahlten Betrag, also Kaufpreis, Versandkosten und Käuferschutz-Gebühr, auf das ursprüngliche Zahlungsmittel. Du darfst die Erstattung zurückhalten, bis du den Artikel zurückerhalten hast oder die kaufende Person die Absendung nachgewiesen hat (§ 357 BGB). Weist die kaufende Person die Absendung nach und bestätigst du den Eingang nicht, können wir die Erstattung selbst veranlassen, damit die gesetzliche Frist von vierzehn Tagen ab Eingang des Widerrufs eingehalten wird.

(c) Folgen für dich. Mit der Erstattung entfallen dein Auszahlungsanspruch und die Provision für diesen Verkauf. Die Versandkosten der Hinsendung, die wir der kaufenden Person erstatten, stellen wir dir derzeit nicht in Rechnung. Trägst du nach deiner Widerrufsbelehrung die Kosten der Rücksendung, sind sie nicht Teil unserer Erstattung; du erstattest sie der kaufenden Person selbst. Ansprüche auf Wertersatz (§ 357a BGB) machst du gegenüber der kaufenden Person selbst geltend.

(d) Ein Streitfall nach § 9 ist von einem Widerruf unabhängig.

(8) Gebühren und Auszahlungskonto. Für Händlerkonten gelten dieselben Gebühren wie für alle Verkäufer:innen (§ 7 Abs. 2 und 4), einschließlich der Founding-Member-Konditionen. Auszahlungen erhältst du wie alle Verkäufer:innen über unseren Zahlungsdienstleister Stripe (§ 6); das Auszahlungskonto richtest du dort als Einzelunternehmen ein, und Stripe kann dafür eigene Nachweise verlangen. Wir schränken dich nicht darin ein, deine Waren über andere Wege zu anderen Bedingungen anzubieten.

(9) Daten (Art. 9 der Verordnung (EU) 2019/1150). Zu deinen Bestellungen erhältst du Namen und Lieferanschrift der kaufenden Person sowie eure Nachrichten; diese Daten darfst du nur für die Abwicklung des jeweiligen Kaufs verwenden. Wir haben Zugriff auf alle Daten, die du und deine Käufer:innen auf der Plattform angeben oder die bei ihrer Nutzung entstehen, und verwenden sie nach unserer Datenschutzerklärung; an Dritte geben wir sie nur in den dort genannten Fällen weiter. Zusammengefasste Zahlen zu deinen Anzeigen und Verkäufen siehst du in deinem Konto. Deine Daten kannst du jederzeit exportieren, auch nach Ende des Nutzungsvertrags bis zur endgültigen Löschung deines Kontos.

(10) Änderungen und Ende des Händlerkontos. Ändern sich deine Angaben, aktualisierst du sie unverzüglich. Fehlen Pflichtangaben, können deine Anzeigen nicht veröffentlicht werden, und wir nehmen veröffentlichte Anzeigen aus dem Verkauf, bis die Angaben ergänzt sind. Gibst du dein Gewerbe auf, kannst du uns bitten, dein Konto wieder als privates Konto zu führen; Käufe, die über das Händlerkonto geschlossen wurden, werden weiter nach diesem Paragrafen abgewickelt. Für die Kündigung und Einschränkung des Händlerkontos gilt § 11.

§ 4 Käuferpflichten

(1) Käufer sind verpflichtet, den Kaufpreis nach Bestellung umgehend zu zahlen.

(2) Bei Lieferung ist der Artikel zeitnah zu prüfen. Beanstandungen im Rahmen des Käuferschutzes sind innerhalb der Frist nach § 9 Abs. 1 zu erheben.

§ 4a Bildrechte und Schutzrechte Dritter

(1) Eigene Aufnahmen. Für jede Anzeige dürfen ausschließlich Fotos verwendet werden, die du selbst aufgenommen hast oder für die dir alle erforderlichen Nutzungsrechte eingeräumt wurden. Herstellerfotos, Katalog- und Werbebilder, Aufnahmen aus anderen Anzeigen sowie Bilder aus Suchmaschinen oder sozialen Netzwerken dürfen nicht verwendet werden, auch dann nicht, wenn sie den angebotenen Artikel zutreffend zeigen.

(2) Personen auf Bildern. Zeigt ein Foto erkennbar andere Personen, brauchst du deren Einwilligung (§ 22 KUG). Fotos, auf denen Kinder erkennbar sind, dürfen nicht hochgeladen werden.

(2a) Fotos zu Gesuchen. Einem Gesuch kannst du ein Foto hinzufügen. Es muss von dir selbst aufgenommen sein oder du musst es verwenden dürfen; Absatz 1 gilt entsprechend, Bilder aus Shops, Katalogen, Suchmaschinen und sozialen Netzwerken sowie Screenshots sind also nicht erlaubt, auch nicht als Beispiel für das Gesuchte. Personen und Kinder dürfen auf dem Foto nicht zu sehen sein. Mit dem Hinzufügen räumst du uns das einfache, unentgeltliche Recht ein, das Foto mit dem Gesuch auf der Plattform, in der App und in technisch erforderlichen Vorschaubildern zu zeigen, solange das Gesuch öffentlich ist; für Werbung nutzen wir es nicht. Du kannst es jederzeit entfernen; endet das Gesuch, löschen wir es.

(3) Marken und Designs. Marken- und Modellbezeichnungen dürfen genannt werden, soweit dies zur Beschreibung des angebotenen Artikels erforderlich ist. Unzulässig ist jede Verwendung, die den Eindruck einer geschäftlichen Verbindung zum Rechteinhaber erweckt, sowie das Anbieten von Fälschungen. Nennt deine Anzeige eine häufig gefälschte Luxusmarke (Verkäufer-Richtlinien, Abschnitt 7), bitten wir dich vor der Veröffentlichung zu bestätigen, dass der Artikel echt ist und du das auf Nachfrage belegen kannst, etwa mit Kaufbeleg, Rechnung oder Echtheitszertifikat; diese Bestätigung speichern wir.

(4) Rechteeinräumung an Vesty. Mit dem Hochladen räumst du uns das einfache, auf die Dauer der Veröffentlichung beschränkte Recht ein, die Bilder zur Darstellung deiner Anzeige auf der Plattform, in der App, in Suchergebnissen, in Bestell- und Service-E-Mails sowie in technisch erforderlichen Vorschaubildern zu nutzen.

(4a) Produktsuchmaschinen und Shopping-Dienste. Damit deine Anzeige auch außerhalb von Vesty gefunden wird, räumst du uns außerdem das einfache, auf die Dauer der Veröffentlichung beschränkte Recht ein, die Fotos und die Angaben deiner Anzeige (Titel, Beschreibung, Preis, Zustand, Kategorie, weitere Artikelangaben wie Marke, Größe, Farbe oder Material, Versandkosten und den Link zur Anzeige) an Produktsuchmaschinen und Shopping-Dienste zu übermitteln, etwa an Google (Google Shopping), und diesen Diensten das Recht einzuräumen, sie dort anzuzeigen, um deine Anzeige auf Vesty zu bewerben. Dein Name und dein Benutzername werden dabei nicht übermittelt. Anzeigen, die eine häufig gefälschte Luxusmarke nennen, übermitteln wir nicht. Für dich ist das kostenlos. Ziehst du die Anzeige zurück, löschst du sie oder dein Konto, übermitteln wir sie nicht mehr; bis der jeweilige Dienst sie aus seinem Angebot entfernt, kann es einige Tage dauern.

(4b) Keine weitere Nutzung. Eine Nutzung deiner Bilder für eigene Werbung von Vesty, die nicht deiner Anzeige dient, erfolgt nur mit deiner gesonderten Einwilligung. Löschst du die Anzeige oder dein Konto, enden die Nutzungsrechte nach den Absätzen 4 und 4a; bereits archivierte Bestell- und Nachweisdokumente bleiben unberührt.

(5) Meldewege für Rechteinhaber. Meldungen wegen Urheber-, Leistungsschutz- oder Markenrechtsverletzungen nehmen wir über die Formulare unter /urheberrecht (Fotos) und /markenrecht (Marken, etwa gefälschte Ware) und unter urheberrecht@vesty-shop.com entgegen. Wir bearbeiten vollständige Meldungen zeitnah, sorgfältig und objektiv (Art. 16 Abs. 6 DSA). Betrifft die Meldung nur einzelne Fotos, entfernen wir nur diese.

(6) Wiederholte Verstöße (Art. 23 Abs. 1 DSA). Wurden einer Verkäufer:in innerhalb von zwölf Monaten drei Mal Inhalte wegen der Verletzung von Urheber-, Leistungsschutz- oder Markenrechten entfernt, prüfen wir eine befristete Sperre des Kontos nach § 11. Entscheidungen, die auf eine Beschwerde hin aufgehoben wurden, zählen nicht mit. Dieselbe Schwelle gilt für jede andere Kategorie offensichtlich rechtswidriger Inhalte.

(7) Missbräuchliche Meldungen (Art. 23 Abs. 2 DSA). Für Meldungen wegen Urheber-, Leistungsschutz- und Markenrechten gilt: Gehen von derselben meldenden Person drei offensichtlich unbegründete Meldungen ein, verwarnen wir sie; ab der fünften setzen wir die Bearbeitung ihrer Meldungen für 90 Tage aus. Bei anderen Meldungen entscheiden wir im Einzelfall nach vorheriger Warnung. Eine Meldung, die sich lediglich als unzutreffend erweist, ist nicht missbräuchlich.

(8) Freistellung. Verletzt du schuldhaft Rechte Dritter und wird Vesty deshalb in Anspruch genommen, stellst du uns von den daraus entstehenden Ansprüchen frei und ersetzt uns die zur Rechtsverteidigung erforderlichen Aufwendungen. Die Freistellung ist der Höhe nach auf den Betrag begrenzt, der bei Vertragsschluss als typische Folge einer solchen Rechtsverletzung vorhersehbar war, und sie entfällt, soweit du die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hast oder wir sie mitverursacht haben. Wir unterrichten dich unverzüglich über eine Inanspruchnahme, treffen ohne deine Zustimmung kein Anerkenntnis und geben dir Gelegenheit, dich zu äußern.

§ 5 Bestellvorgang und Vertragsschluss

(1) Die technischen Schritte bis zum Vertragsschluss.

(a) Auf der Artikelseite wählst du „Jetzt kaufen". Möchtest du mehrere Artikel derselben verkaufenden Person zusammen kaufen, stellst du ein Paket zusammen oder wählst ein Paket, das sie selbst anbietet (§ 5c). Damit öffnest du die Kasse; ein Vertrag kommt dadurch noch nicht zustande.

(b) In der Kasse wählst du die Lieferart und den Versanddienstleister oder, wenn angeboten, die Selbstabholung, gibst die Lieferanschrift an, entscheidest, ob du den Käuferschutz hinzubuchst (§ 7 Abs. 1), und wählst die Zahlungsart. Zahlst du für die Versandabwicklung oder den Käuferschutz, bestätigst du außerdem, dass wir mit diesen Leistungen vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen sollen (Widerrufsbelehrung für Leistungen von Vesty). Vor der Bestellung siehst du Artikelpreis, Versandkosten, gegebenenfalls die Käuferschutz-Gebühr und den Gesamtbetrag sowie, ob die verkaufende Person privat oder gewerblich verkauft.

(c) Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen" gibst du deine Bestellung verbindlich ab. Bei einem Paket reserviert der vorherige Schritt „Weiter zur Zahlung" nur die Artikel; verbindlich wird die Bestellung erst mit „Zahlungspflichtig bestellen".

(d) Je nach Zahlungsart bestätigst du die Zahlung anschließend im Zahlungsformular unseres Zahlungsdienstleisters Stripe oder beim Anbieter der gewählten Zahlungsart (etwa Klarna).

(2) Vertragsschluss. Der Kaufvertrag zwischen dir und der verkaufenden Person kommt zustande, sobald du die Bestellung nach Absatz 1 Buchst. c abgegeben hast und die Zahlung erfolgreich autorisiert wurde. Zum selben Zeitpunkt kommen die Verträge mit uns über die Versandabwicklung (§ 7 Abs. 3) und, wenn gebucht, über den Käuferschutz (§ 7 Abs. 1) zustande. Wird die Zahlung nicht autorisiert oder ist der Artikel in diesem Moment nicht mehr verfügbar (§ 5a Abs. 3), kommt kein Vertrag zustande, und es wird nichts belastet.

(3) Eingabefehler erkennen und berichtigen. Bis zum Klick auf „Zahlungspflichtig bestellen" kannst du alle Angaben in der Kasse prüfen und in den jeweiligen Feldern ändern, eine andere Lieferart, einen anderen Versanddienstleister oder eine andere Zahlungsart wählen und den Käuferschutz hinzubuchen oder abwählen. Du kannst den Vorgang jederzeit abbrechen, indem du die Kasse verlässt; brichst du im Zahlungsformular ab, kommt kein Vertrag zustande, und du kannst neu beginnen.

(4) Speicherung des Vertragstexts. Wir speichern den Vertragstext, also die Bestelldaten und die bei Vertragsschluss geltende Fassung dieser AGB. Nach der Bestellung erhältst du eine Bestellbestätigung per E-Mail mit den Bestelldaten und der Widerrufsbelehrung für die Leistungen von Vesty. Deine Bestellungen kannst du außerdem jederzeit in deinem Konto einsehen: auf der Website unter Mein Konto → „Käufe", in der App unter Profil → „Bestellungen & Zahlungen" → „Bestellungen". Die AGB kannst du jederzeit unter vesty-shop.com/agb abrufen, ausdrucken und speichern; die für dich geltende Fassung erhältst du nach § 12 Abs. 7.

(5) Sprache, Verhaltenskodizes. Der Vertragsschluss ist in deutscher Sprache möglich. Besonderen Verhaltenskodizes haben wir uns nicht unterworfen.

(6) Eingangsbestätigung. Den Eingang deiner Bestellung bestätigen wir unverzüglich per E-Mail.

(7) Geschenk vom Wunschzettel. Du kannst einen Artikel aus der geteilten Favoritenliste eines anderen Mitglieds (Wunschzettel) als Geschenk für dieses kaufen und, wenn das Mitglied es erlaubt hat und eine private verkaufende Person den Artikel anbietet, direkt an dessen Adresse liefern lassen. Vertragspartner der verkaufenden Person und von Vesty bleibst du; deine Rechte, auch aus dem Käuferschutz, bleiben unberührt. Die Lieferadresse des Mitglieds teilen wir dir nicht mit; die verkaufende Person verwendet sie nur für diesen Versand.

§ 5a Preisvorschläge

(1) Käufer können dem Verkäufer über die Funktion „Preis vorschlagen" einen vom ausgezeichneten Preis abweichenden Preis für einen Artikel vorschlagen. Ein Preisvorschlag ist eine unverbindliche Aufforderung an den Verkäufer, dem Käufer denselben Artikel zu einem anderen Preis anzubieten; er ist kein Antrag im Sinne des § 145 BGB. Je Artikel kann ein Käufer höchstens 3 Preisvorschläge machen.

(2) Nimmt der Verkäufer einen Preisvorschlag an, gibt er damit ein freibleibendes Preisangebot ab: Der vorgeschlagene Preis gilt ab diesem Zeitpunkt persönlich für den vorschlagenden Käufer, und zwar 48 Stunden lang und nur, solange der Artikel verfügbar ist; reserviert der Verkäufer ihm den Artikel (§ 5d), gilt er bis zu dem Zeitpunkt, für den die Reservierung angesetzt war, auch wenn sie früher endet, mindestens aber 48 Stunden. Eine Bindung im Sinne des § 145 BGB ist ausdrücklich ausgeschlossen. Auch durch die Annahme eines Preisvorschlags kommt kein Kaufvertrag zustande; es bleibt bei § 5.

(3) Der Artikel bleibt nach der Annahme eines Preisvorschlags unverändert für alle Nutzer zum ausgezeichneten Preis verfügbar. Er wird dadurch nicht reserviert; eine Reservierung ist nur nach § 5d möglich. Kaufen mehrere Nutzer denselben Artikel, erhält ihn derjenige, dessen Zahlung zuerst erfolgreich autorisiert wird (§ 5). Wird der Artikel an einen anderen Nutzer verkauft, entfällt der vereinbarte Preis; wir benachrichtigen den betroffenen Käufer unverzüglich.

(4) Ein noch nicht beantworteter Preisvorschlag verfällt automatisch, wenn der Verkäufer nicht innerhalb von 48 Stunden reagiert. Ein bereits angenommener Preisvorschlag gilt 48 Stunden ab der Annahme, bei einer Reservierung nach § 5d so lange wie in Absatz 2 bestimmt. Wird in dieser Zeit keine Zahlung autorisiert, entfällt der vereinbarte Preis automatisch, und es gilt wieder der ausgezeichnete Preis; eine Zahlung, die vor Ablauf der Frist begonnen wurde (Abs. 5), kann noch zum vereinbarten Preis abgeschlossen werden. Bis dahin kann der Käufer ihn jederzeit zurückziehen, der Verkäufer kann ihn jederzeit widerrufen, solange keine Zahlung autorisiert wurde. Die jeweils andere Partei wird benachrichtigt. Der Artikel bleibt hiervon unberührt und weiterhin zum ausgezeichneten Preis verfügbar.

(5) Während einer laufenden Zahlung kann ein Artikel für kurze Zeit — derzeit 15 Minuten — von weiteren Nutzern nicht zur Kasse gebracht werden. Er bleibt in dieser Zeit sichtbar und auffindbar. Wird die Zahlung in dieser Zeit nicht abgeschlossen, steht der Artikel ohne weiteres Zutun wieder allen Nutzern zur Verfügung.

(6) Angebote des Verkäufers. Auch der Verkäufer kann einem Käufer für einen Artikel einen Preis unter dem ausgezeichneten Preis anbieten, und zwar nur

(a) in einer Unterhaltung über diesen Artikel, in der ihm der Käufer bereits geschrieben hat, als Antwort auf diese Anfrage; ein solches Angebot gilt 48 Stunden;

(b) Nutzern, die den Artikel gemerkt und in den Benachrichtigungseinstellungen Preisalarmen und Angeboten zugestimmt haben, einzeln oder nach einer vom Verkäufer festgelegten Regel für neue Merker; ein solches Angebot gilt für die darin genannte Zeit;

(c) mit einem Bezahllink, wenn er sich außerhalb von Vesty mit einer Person über diesen Artikel und einen Preis geeinigt hat: Er erstellt einen Link mit diesem Preis und schickt ihn ihr selbst; Vesty versendet den Link nicht. Der Preis beträgt mindestens die Hälfte des ausgezeichneten Preises und höchstens diesen. Wer den Link zuerst mit seinem Nutzerkonto annimmt, nimmt damit das Angebot des Verkäufers an. Ein nicht angenommener Link verfällt nach drei Tagen und kann bis zur Annahme vom Verkäufer zurückgezogen werden.

Vesty kann Unter- und Obergrenzen für den angebotenen Preis vorsehen. Ein Angebot des Verkäufers ist ein freibleibendes Preisangebot wie nach Absatz 2; eine Bindung im Sinne des § 145 BGB ist ausgeschlossen. Der Käufer kann es annehmen, ablehnen oder einen eigenen Preis vorschlagen; das Angebot des Verkäufers zählt nicht zu den Preisvorschlägen des Käufers nach Absatz 1. Nimmt der Käufer es an, gilt der Preis persönlich für ihn wie nach den Absätzen 2 bis 4. Ein Kaufvertrag kommt auch dann erst nach § 5 zustande.

(7) Automatische Antworten. Der Verkäufer kann für einen Artikel einen Mindestpreis festlegen, der Käufern nicht angezeigt wird. Preisvorschläge in Höhe des Mindestpreises oder darüber werden dann automatisch angenommen; auf niedrigere Preisvorschläge folgt automatisch ein Gegenangebot in Höhe des Mindestpreises. Diese Schritte gelten als Erklärung des Verkäufers; Absatz 2 gilt entsprechend.

(8) Preisvorschläge für mehrere Artikel. Ein Käufer kann einem Verkäufer auch einen Preis für mehrere Artikel desselben Verkäufers zusammen vorschlagen (Paketangebot), etwa für ein Paket nach § 5c Abs. 7. Ein Paketangebot gilt nur für genau diese Artikel zusammen. Die Absätze 2 bis 5 gelten entsprechend; eine automatische Antwort nach Absatz 7 gibt es dafür nicht. Der vorgeschlagene Preis beträgt mindestens die Hälfte der Summe der Einzelpreise und liegt unter dem Preis, den der Käufer für diese Artikel ohnehin zahlen würde, bei einem Paket nach § 5c Abs. 7 also unter dem Paketpreis; die Spanne wird vor dem Absenden angezeigt. Mit demselben Verkäufer kann nur ein Paketangebot zugleich offen sein, und Vesty kann die Zahl der Paketangebote je Verkäufer in einem Zeitraum begrenzen; die Grenze wird angezeigt, sobald sie erreicht ist. Wird einer der Artikel an jemand anderen verkauft, entfällt das Paketangebot; wir benachrichtigen den Käufer.

(9) Mit Freunden günstiger. Ein privater Verkäufer kann für eine Anzeige oder für ein eigenes Paket nach § 5c Abs. 7 erlauben, dass ein Käufer den Preis mit Hilfe von Personen senkt, die sich dafür neu bei Vesty anmelden: um 10, 20 oder 30 % des Preises, höchstens um 15 € und nicht unter einen nach Absatz 7 festgelegten Mindestpreis (bei einem Paket nicht unter die Summe der Mindestpreise seiner Artikel, wenn jeder Artikel einen hat). Haben drei solche Personen geholfen, gilt der gesenkte Preis für diesen Käufer wie ein angenommener Preisvorschlag nach Absatz 2, bei einem Paket wie ein angenommenes Paketangebot nach Absatz 8. Vesty gewährt dabei keinen eigenen Nachlass. Wer helfen kann und wie eine Aktion abläuft, regeln die Teilnahmebedingungen.

§ 5b Reihenfolge der Angebote (Ranking)

(1) Startseite der App: Hauptparameter. In der Vesty-App werden Anzeigen auf der Startseite nicht rein chronologisch angezeigt, sondern in einer Reihenfolge, die sich aus neun Faktoren zusammensetzt: deinem bisherigen Interesse (welche Arten von Artikeln du dir angesehen und gemerkt hast, neuere stärker als ältere und, wenn du in der App in die Stöber-Signale eingewilligt hast, gründlich angesehene stärker als nur kurz geöffnete; zeigt sich dabei deutlich eine Farbe oder eine Marke, auch diese), deinen Angaben unter „Meine Größen & Marken" (Anzeigen in deinen Größen, von deinen Lieblingsmarken und von Mitgliedern, denen du folgst; Letzteres kannst du dort abschalten), deinen Suchen in der App (Anzeigen, die Suchen der letzten sieben Tage ähneln; du kannst deinen Suchverlauf dort jederzeit löschen), der Aktualität der Anzeige, ihrer Vollständigkeit (Anzahl der Fotos, Länge von Beschreibung und Titel, Angabe von Gewicht und Versandart sowie, mit geringem Gewicht, ob die Anzeige ein Video enthält), der Resonanz anderer Nutzer:innen (wie oft die Anzeige gemerkt wurde, im Verhältnis dazu, wie oft sie aufgerufen wurde; es zählen nur Favoriten aktiver Konten), der Übernahme des Versands (ob die verkaufende Person den Versand ganz oder teilweise bezahlt), einem Vorrang für Anzeigen der letzten 72 Stunden, die dir noch nicht angezeigt wurden („neu für dich"), sowie einem Abschlag für Anzeigen, die dir bereits angezeigt wurden. Dieser Abschlag ist umso größer, je öfter und je weiter oben dir die Anzeige angezeigt wurde, nimmt mit der Zeit ab und entfällt 72 Stunden nach der letzten Anzeige. Hast du in die Stöber-Signale eingewilligt, kommt ein Abschlag für Anzeigen, die du in Listen mindestens dreimal gesehen (jeweils mindestens die Hälfte der Karte mindestens eine Sekunde lang), aber nie geöffnet hast, solange du sie zuletzt vor höchstens 14 Tagen gesehen hast hinzu. „Neu für dich", der Abschlag, deine Angaben unter „Meine Größen & Marken" und deine Suchen gelten nur, wenn du angemeldet bist und der Personalisierung nicht widersprochen hast. Bewertungen, Abzeichen, der Founding-Member-Status und die Frage, wem das Konto gehört, fließen nicht ein. Was du nach Absatz 2a festlegst (Ausblenden, „Mehr davon", Sprachen), wirkt zusätzlich, wie dort beschrieben.

(1a) Story-Leiste und „Folge ich" in der App. Über den Anzeigen auf der Startseite der App zeigt eine Leiste Kreise. Jeder Kreis steht für ein Mitglied und enthält dessen neue Anzeigen, höchstens acht, die neueste zuerst. In die Leiste kommen (a) Mitglieder, denen du folgst, mit Anzeigen der letzten 20 Tage, (b) Mitglieder mit einem laufenden Story-Beitrag (§ 5e) oder mit einer Anzeige, deren Preis in den letzten 48 Stunden gesenkt wurde, und (c) andere Mitglieder mit Anzeigen aus dem kürzesten Zeitraum, der zusammen mit (a) und (b) mindestens 40 Kreise ergibt: 24 Stunden, sonst je einen Tag länger, höchstens 20 Tage. Eine Preissenkung durch den Rabatt eines Story-Beitrags (§ 5e Abs. 4) zählt für (b) und für die Reihenfolge nur, solange der Beitrag läuft. Die Leiste zeigt höchstens 50 Kreise; Kreise mit einem laufenden Story-Beitrag zählen nicht mit. Mitglieder, denen du folgst, stehen vorn, das mit der neuesten Anzeige zuerst, es sei denn, du hast unter „Mein Feed" abgeschaltet, dass sie bevorzugt werden. Alle anderen Kreise ordnen wir nach drei Faktoren in dieser Rangfolge: ob das Mitglied eine Anzeige in deinen Größen anbietet, ob eine seiner Anzeigen deinen Suchen in der App oder deinen Lieblingsmarken ähnelt (Absatz 1), und wie neu sein letzter Beitrag, seine neueste Anzeige oder seine letzte Preissenkung ist. In einem Kreis stehen Story-Beiträge vor den Anzeigen und Anzeigen mit einer Preissenkung der letzten 48 Stunden vor den übrigen. Unter „Folge ich" (Personensymbol auf der Startseite der App) zeigen wir die Mitglieder, denen du folgst, mit ihren neuesten Anzeigen, das Mitglied mit der neuesten Anzeige zuerst und Mitglieder ohne Angebot zuletzt, und schlagen dir Mitglieder vor, denen du noch nicht folgst und die in den letzten 20 Tagen etwas eingestellt haben, geordnet nach denselben drei Faktoren und jeweils mit dem Grund des Vorschlags; bieten weniger als fünf der Mitglieder, denen du folgst, etwas an, zeigen wir bis zu zwölf Vorschläge, sonst bis zu sechs. Zwischen den Anzeigen der Startseite zeigt die App (ab der nächsten Version nach 1.4.0) außerdem nach den ersten 24 Anzeigen und danach nach je 40 Anzeigen ein Mitglied, dem du folgst, mit bis zu acht seiner neuesten Anzeigen; steht dort gerade eine andere eingefügte Karte, einige Anzeigen später. Jedes erscheint höchstens einmal, solange du weiterblätterst, bis alle mit einem Angebot gezeigt sind, zuerst das Mitglied, dessen Anzeigen du am häufigsten und zuletzt aufgerufen und gemerkt hast (gewichtet wie dein Interesse nach Absatz 1, eine gemerkte Anzeige wie drei Aufrufe), bei gleichem Interesse das mit der neuesten Anzeige. Was du nach Absatz 2a ausgeblendet hast, und Konten, die du blockiert hast oder die dich blockiert haben, erscheinen in der Leiste, unter „Folge ich" und zwischen den Anzeigen nicht. Bist du nicht angemeldet oder hast du der Personalisierung widersprochen (Absatz 11), zählt dort nur die Aktualität. Boosts, das Kleiderschrank-Spotlight, die Förderung nach Absatz 6, Bewertungen, Abzeichen und der Founding-Member-Status wirken in der Leiste, unter „Folge ich" und bei den Mitgliedern zwischen den Anzeigen nicht. Der Kreis „Vesty" vorn, gleich neben deinem eigenen Kreis „Deine Story", und Kreise am Ende der Leiste enthalten Hinweise und Neuigkeiten von Vesty, keine Anzeigen.

(2) Relative Bedeutung. Interesse wiegt am stärksten, gefolgt von Aktualität, Vollständigkeit sowie Resonanz und „neu für dich", die gleich viel wiegen. Der Abschlag für Anzeigen, die du gesehen, aber nie geöffnet hast (Absatz 1), wiegt so viel wie „neu für dich“. Die Übernahme des Versands wiegt am wenigsten: Bist du angemeldet und hast der Personalisierung nicht widersprochen, halb so viel wie „neu für dich", gleich ob die verkaufende Person den Versand ganz oder nur zum Teil bezahlt. Sonst, im Anteil zum Entdecken (unten), bei „Empfohlen" (Absatz 4 Buchst. b) und in der Reihe „Themenwoche" (Absatz 4c) ein Zehntel so viel wie „neu für dich", wenn der Versand für Käufer:innen kostenlos ist, und die Hälfte davon, wenn die verkaufende Person einen Teil bezahlt. Die Übernahme des Versands gibt bei sonst ähnlichen Anzeigen einen Vorrang und ändert die Reihenfolge nach den übrigen Faktoren sonst wenig. Ob die verkaufende Person den Käuferschutz übernimmt, wirkt sich auf die Reihenfolge nicht aus. Farben und Marken aus deinem Interesse wiegen zusammen höchstens ein Drittel des Interesses und zählen nicht bei Anzeigen in einer anderen Größe als deinen. Deine Angaben unter „Meine Größen & Marken" wiegen zusammen höchstens so viel wie dein Interesse; sie rücken passende Anzeigen nach oben, blenden aber keine aus; ausgeblendet wird nur, was du nach Absatz 2a selbst ausblendest. Hast du Größen angegeben oder in den letzten sieben Tagen gesucht, stellen wir die Startseite außerdem aus festen Anteilen zusammen („Passt zu dir"): Von je zehn Plätzen außerhalb der festen Plätze stehen bis zu sechs Anzeigen in deiner Größe, bis zu drei, die deinen Suchen ähneln, und mindestens eine zum Entdecken, die nur nach Aktualität, Vollständigkeit, Resonanz, der Übernahme des Versands und dem Abschlag geordnet ist; die übrigen folgen der Reihenfolge nach Absatz 1. Reicht ein Anteil nicht, gehen seine Plätze an die übrigen Anzeigen. Eine Anzeige in einer anderen Größe als deinen (aus derselben Größenliste, aber zu keiner deiner Angaben passend) erscheint dann nur im Anteil zum Entdecken und außerhalb der festen Plätze nicht auf den ersten 20 Plätzen, solange es andere Anzeigen gibt; ausgeblendet wird keine. Deine Lieblingsmarken und Mitglieder, denen du folgst, zählen dann nur bei Anzeigen, die nicht in einer anderen Größe sind. Damit oben nicht immer dieselben Anzeigen stehen, losen wir bei jedem Neubilden der Startseite die Reihenfolge der 40 Anzeigen mit den meisten Punkten neu aus, bei Anteilen in jedem Anteil für sich: Je mehr Punkte eine Anzeige hat, desto größer ist ihre Chance auf einen Platz weiter vorn. Das gilt nur, wenn du angemeldet bist und der Personalisierung nicht widersprochen hast. Der Abschlag für bereits Gesehenes kann bewusst am schwersten von allen wiegen, damit dir die Startseite beim Weiterscrollen und bei jedem neuen Öffnen neue Artikel zeigt und nicht dieselben. Die jeweils aktuellen Gewichtungen und alle in diesem Paragraphen genannten Zahlen stehen im Hilfeartikel Wie sortiert Vesty die Startseite?; eine Änderung kündigen wir nach § 12 Abs. 8 an.

(2a) „Mein Feed": Ausblenden, „Mehr davon" und Sprachen. Unter „Mein Feed" (in der App bis Version 1.3.1 „Meine Größen & Marken"), in der App auch an einer Anzeige und auf der Seite einer Marke, und auf einer einmaligen Karte auf der Startseite der App und der Website kannst du außerdem:

(a) Ausblenden: Marken, Kategorien (mit allen Unterkategorien) und einzelne Anzeigen. Was du ausgeblendet hast, zeigen wir dir auf der Startseite der App und, wenn du angemeldet bist, der Website nicht mehr, auch nicht auf den Plätzen nach den Absätzen 5, 5a und 6 und kein Paket nach Absatz 5b, das eine solche Anzeige enthält. Eine ausgeblendete Marke betrifft keine Anzeige ohne Markenangabe. In der Suche, in Kategorien, auf Profilen und in den Listen nach Absatz 4a bleibt alles sichtbar. Weil du das Ausblenden selbst festlegst, gilt es auch, wenn du der Personalisierung widersprochen hast (Absatz 11). Du kannst es jederzeit rückgängig machen. Höchstens 50 Marken und 30 Kategorien; von einzelnen Anzeigen behalten wir die 300 zuletzt ausgeblendeten. Eine Marke ist entweder Lieblingsmarke oder ausgeblendet, eine Kategorie entweder „Mehr davon" oder ausgeblendet.

(b) „Mehr davon": bis zu zehn Kategorien, von denen du mehr sehen möchtest. Von je zehn Plätzen nach Absatz 2 stehen dann bis zu sechs Anzeigen aus diesen Kategorien, bis zu vier, wenn auch Größen oder Suchen einen Anteil haben; die Anteile nach Absatz 2 werden dann kleiner. Reicht der Anteil nicht, gehen seine Plätze an die übrigen Anzeigen; ausgeblendet wird dadurch nichts.

(c) Sprachen: die Sprachen, in denen du liest. Ein Buch in einer dieser Sprachen oder ein mehrsprachiges Buch rückt so weit nach oben wie eine Anzeige deiner Lieblingsmarke; ein Buch in einer anderen Sprache behandeln wir wie eine Anzeige in einer anderen Größe nach Absatz 2. Bücher ohne Sprachangabe betrifft das nicht.

„Mehr davon" und die Sprachen gelten nur, wenn du angemeldet bist und der Personalisierung nicht widersprochen hast. Die Zahlen stehen im Hilfeartikel Wie sortiert Vesty die Startseite?.

(3) Startseite der Website. Auf der Startseite der Website (vesty-shop.com) zeigen wir im Bereich „Entdecken" die Anzeigen in der Reihenfolge der Startseite der App. Bist du angemeldet und hast der Personalisierung nicht widersprochen, ist es deine personalisierte Reihenfolge aus den Absätzen 1 und 2, aus denselben Angaben wie in der App: dein Interesse, deine Angaben unter „Meine Größen & Marken", deine Suchen in der App, die Anteile nach Absatz 2, „neu für dich" und der Abschlag für bereits Gesehenes; was wir dir auf der Website zeigen, zählt dabei wie in der App als gesehen. Aufrufe von Anzeigen auf der Website fließen in dein Interesse nicht ein. Was du nach Absatz 2a Buchstabe a ausgeblendet hast, zeigen wir dir auch dort nicht, auch wenn du widersprochen hast. Bist du nicht angemeldet oder hast du widersprochen, ordnen wir ohne Personalisierung: Es zählen Aktualität, Vollständigkeit, Resonanz und die Übernahme des Versands nach den Absätzen 1 und 2, die reservierten Plätze nach den Absätzen 5 und 6 und die Abwechslung nach Absatz 9; alle diese Besucher:innen sehen dieselbe Reihenfolge, die wir höchstens einmal pro Minute neu bilden. Das Kleiderschrank-Spotlight (Absatz 5a) erscheint auf der Website nicht. Ist diese Reihenfolge vorübergehend nicht verfügbar, zeigen wir stattdessen im Bereich „Zuletzt eingestellt" die zuletzt eingestellten Anzeigen, die neueste zuerst; dann stammen unter je 20 aufeinanderfolgenden Anzeigen höchstens 3 von derselben Verkäufer:in, und Platz 8 ist für eine geboostete Anzeige reserviert und als „Gesponsert" gekennzeichnet (Absatz 5). Über der Liste steht, welche Reihenfolge gerade gilt.

(4) Suche, Filter, Kategorien und Profile. Auf der Suchseite, auf Kategorieseiten und auf Verkäuferprofilen bestimmen ausschließlich deine Suchbegriffe, Filter und die gewählte Sortierung die Reihenfolge („Neueste zuerst", „Preis aufsteigend", „Preis absteigend"; auf Kategorieseiten und Profilen der Website: „Neueste zuerst"). Ohne gewählte Sortierung stehen die neuesten Anzeigen vorn. Boosts, Videos oder andere Faktoren wirken dort nicht. Schaltest du „Nur meine Größen" ein, zeigen Suche und Kategorien nur Anzeigen in den Größen, die du unter „Meine Größen" angegeben hast, mit den gleichwertigen und sich überschneidenden Angaben (zum Beispiel für M auch 38, UK 10, S/M und M/L, für S/M auch S und M; für Hosen, Hemden und Anzüge ohne eigene Angabe in den entsprechenden Kleidergrößen); an der Reihenfolge ändert das nichts. Wählst du bei Büchern eine Sprache, zeigen Suche und Kategorien nur Bücher in dieser Sprache; „Nur meine Sprachen" zeigt nur Bücher in den Sprachen, die du nach Absatz 2a angegeben hast, und mehrsprachige. Auch das ändert die Reihenfolge nicht. Eine Anzeige mit laufendem Boost ist auch dort als „Gesponsert" gekennzeichnet, steht aber an der Stelle, die sich aus deiner Sortierung ergibt. Kategorieseiten haben keinen Boost-Platz. In der App gilt dasselbe für die Suche, für Kategorien und für alle Listen außerhalb der Startseite, ausgenommen die Listen nach Absatz 4a und die Vorschläge unter „Folge ich" (Absatz 1a): Es zählen nur deine Suchbegriffe (bei der Suche mit Foto dein Foto), Filter und die gewählte Sortierung; ein Boost oder ein Video verschafft dort keinen Vorrang. Ohne gewählte Sortierung ordnen wir in der App so: (a) Bei einer Suche mit Suchbegriff nach Relevanz, also danach, wie gut eine Anzeige zu deinem Suchbegriff passt (Anzahl der gefundenen Wörter, Tippfehler-Toleranz, Abstand der Wörter zueinander, Feld des Treffers, exakte Übereinstimmung); bei gleicher Übereinstimmung stehen Anzeigen vorn, deren verkaufende Person den Versand übernimmt (Absatz 1; wer den ganzen Versand übernimmt, vor einem Teil), danach Anzeigen, die öfter gemerkt wurden, und danach neuere. (b) Ohne Suchbegriff, also in Kategorien, bei Filtern und unter „Alle Anzeigen entdecken", nach „Empfohlen": Es zählen die Aktualität, die Resonanz und die Übernahme des Versands nach Absatz 1, die Aktualität stärker als die Resonanz, die Übernahme des Versands am wenigsten (Absatz 2). Dein Interesse, die Vollständigkeit, „neu für dich", der Abschlag für bereits Gesehenes, Boosts, die reservierten Plätze nach den Absätzen 5 und 6 und die Abwechslung nach Absatz 9 wirken dort nicht; alle Besucher:innen sehen dieselbe Reihenfolge. App-Versionen, die „Empfohlen" noch nicht anbieten, zeigen dort „Neueste zuerst". (c) Auf Verkäuferprofilen und in allen übrigen Listen „Neueste zuerst", ausgenommen die Listen nach Absatz 4a, „Folge ich" nach Absatz 1a und die Suche mit Foto. (d) Bei der Suche mit Foto nach Bildähnlichkeit: wie sehr die Fotos einer Anzeige deinem Foto oder dem gewählten Ausschnitt ähneln, berechnet von einem Bildmodell auf unserem Server. Berücksichtigt werden bis zu vier Fotos je Anzeige, das erste etwas stärker als die übrigen. Gezeigt werden höchstens 60 Anzeigen, die ausreichend ähnlich sind; ähnelt keine Anzeige deutlich, zeigen wir die ähnlichsten und weisen darauf hin. Statt nach Ähnlichkeit kannst du diese Anzeigen nach „Neueste zuerst", „Preis aufsteigend" oder „Preis absteigend" ordnen. Boosts, Videos, Resonanz und andere Faktoren wirken dort nicht. Findet eine Suche mit Suchbegriff weniger als drei Anzeigen, schlagen wir einen korrigierten Suchbegriff vor, wenn er mehr findet, und zeigen darunter seine Treffer oder sonst die am häufigsten gemerkten Anzeigen (im Bereich, den dein Suchbegriff nennt).

(4a) Produktseite und „Neu in deiner Größe". Unter einer Anzeige zeigen wir in der App „Das könnte dir auch gefallen": Anzeigen derselben Art von Artikel, geordnet nach gleicher Kategorie, gleicher übergeordneter Kategorie, ähnlichem Preis, gleicher Marke und Farbe, Aktualität und Resonanz; bist du angemeldet und hast der Personalisierung nicht widersprochen, außerdem nach deinen Größen (Anzeigen in einer anderen Größe zuletzt) und deinem Geschmack nach Absatz 1. Höchstens drei Anzeigen stammen von derselben Verkäufer:in, nie deine eigenen und nie die Anzeige selbst. Darunter „Mehr von …" (bietet die Verkäufer:in einen Paketrabatt, „Mach ein Paket"): ihre übrigen Anzeigen, die in deinen Größen zuerst, sonst die neuesten zuerst. „Neu in deiner Größe" (in der App und, wenn du angemeldet bist, auf der Website) zeigt Anzeigen der letzten 24 Stunden, die zu deinen Größen, deinen Suchen oder deinen Marken unter „Meine Größen & Marken" passen, die in deiner Größe zuerst. Boosts und die Plätze nach den Absätzen 5 und 6 wirken in diesen Listen nicht. Die Gewichte stehen im Hilfeartikel Wie sortiert Vesty die Startseite?.

(4b) Newsletter. Im Vesty-Newsletter zeigen wir nur Anzeigen von Verkäufer:innen, die in die Nutzung ihrer Bilder für unsere Werbung eingewilligt haben (§ 4a Abs. 4b), und weder ihren Namen noch ihren Benutzernamen. Unter dem Thema der Woche stehen die neuesten Anzeigen, die der Suchbegriff des Themas auf der Suchseite findet (Absatz 4), unter „Neu eingestellt" die neuesten Anzeigen der letzten 14 Tage; je Abschnitt höchstens sechs und im ganzen Newsletter höchstens eine Anzeige je Verkäufer:in. Anzeigen, auf deren Bild eine Person zu erkennen ist, nehmen wir heraus; an ihre Stelle rückt die nächste Anzeige nach dieser Regel. Die Auswahl steht fest, wenn wir den Newsletter zum Versand freigeben; was bis zum Versand verkauft oder nicht mehr aktiv ist, entfällt ohne Ersatz. Boosts, Videos und die Plätze nach den Absätzen 5 und 6 wirken im Newsletter nicht.

(4c) Themenwoche. Auf der Startseite der App zeigen wir in der Reihe „Themenwoche" bis zu zwölf Anzeigen, die der Suchbegriff des Themas der Woche auf der Suchseite findet; „Alle ansehen" öffnet diese Suche mit der Reihenfolge nach Absatz 4. In der Reihe ordnen wir nach Aktualität, Resonanz, Vollständigkeit und der Übernahme des Versands nach Absatz 1. Bist du angemeldet und hast der Personalisierung nicht widersprochen (Absatz 11), außerdem danach, wie viel von dem, was du öffnest und merkst, in der Hauptkategorie der Anzeige liegt (etwa Damen, Herren, Kinder; eine Hauptkategorie, für die du Größen angegeben hast, zählt voll), nach deinem Interesse und deinem Geschmack nach Absatz 1, nach deinen Größen (Anzeigen in einer anderen Größe zuletzt), nach der Nähe zum üblichen Preis der Anzeigen, die du in den letzten 90 Tagen geöffnet oder gemerkt hast, nach deinen Suchen in der App, deinen Lieblingsmarken und den Mitgliedern, denen du folgst; was dir die Reihe in den letzten Tagen schon gezeigt hat, besonders auf den ersten drei Plätzen, rückt nach hinten. Die Reihenfolge der 24 Anzeigen mit den meisten Punkten losen wir bei jedem Öffnen gewichtet neu aus, auch ohne Anmeldung. Höchstens zwei Anzeigen stammen von derselben Verkäufer:in; deine eigenen Anzeigen, was du unter „Mein Feed" ausgeblendet hast, und Anzeigen von Mitgliedern, die du blockiert hast, zeigt die Reihe nicht. Boosts und die Plätze nach den Absätzen 5 und 6 wirken in der Reihe nicht. Die Gewichte stehen im Hilfeartikel Wie sortiert Vesty die Startseite?.

(5) Boost. Mit einem Boost wird eine Anzeige 24 Stunden lang auf dem für Boosts reservierten Platz ausgespielt: in der App auf Platz 8 jeder Seite der Startseite mit 20 Anzeigen, auf der Website auf Platz 8 der Startseite. Infrage kommen nur Anzeigen mit laufendem Boost. Laufen mehrere, losen wir jedes Mal, wenn wir die Reihenfolge der Startseite neu bilden (in der App bei jedem Öffnen und Aktualisieren der Startseite, auf der Website höchstens einmal pro Minute), neu aus, welche Anzeige den Boost-Platz der ersten Seite erhält, welche den der zweiten Seite und so weiter. Die Chance einer Anzeige auf den ersten Boost-Platz steigt mit ihrer Resonanz nach Absatz 1 und ist höchstens doppelt so hoch wie die einer Anzeige ohne Resonanz. Nur wenn die Website ersatzweise „Zuletzt eingestellt" zeigt (Absatz 3), erhält die Anzeige mit dem zuletzt verlängerten Boost den Platz. Gelten für dich die Anteile nach Absatz 2, erhält den Platz zuerst eine Anzeige, die nicht in einer anderen Größe als deinen ist; unter diesen bleibt die Reihenfolge der Auslosung, und gibt es nur andere, erhält eine davon den Platz. Steht eine geboostete Anzeige ohnehin weiter oben, behält sie ihren Platz. Hat ein Mitglied die geboostete Anzeige, ihre Marke oder ihre Kategorie nach Absatz 2a ausgeblendet, erhält bei ihm die nächste geboostete Anzeige den Platz; die Laufzeit des Boosts ändert sich dadurch nicht. Läuft kein Boost, steht dort eine gewöhnliche Anzeige. Je Verkäufer:in kann in jeder Kategorie nur eine Anzeige zugleich geboostet sein. Anzeigen, die eine häufig gefälschte Luxusmarke nennen (Verkäufer-Richtlinien, Abschnitt 7), können nicht geboostet werden; kommt eine solche Marke durch eine Änderung hinzu, endet ein laufender Boost spätestens mit der Freigabe der Anzeige. Geboostete Anzeigen sind überall als „Gesponsert" gekennzeichnet. Ein Boost verändert nur diese Platzierung, nicht den Preis, nicht die Reihenfolge nach Absatz 4 und nicht die Bewertungen. Boosts können nicht gekauft werden: Boost-Gutschriften erhalten Verkäufer:innen als Founding Member (§ 11a Abs. 10 Buchst. h), als Belohnung im Empfehlungsprogramm (§ 11a) oder als zusätzliche Gutschrift, die Vesty einzelnen Mitgliedern freiwillig und unentgeltlich gewähren kann. Auf eine zusätzliche Gutschrift besteht kein Anspruch; sie ist keine Gegenleistung für Zahlungen oder andere Leistungen an Vesty und wirkt wie jede andere Boost-Gutschrift. Außer dem Kleiderschrank-Spotlight nach Absatz 5a, das ebenfalls nur mit Boost-Gutschriften bezahlt wird, gibt es keine anderen Formen der Einflussnahme auf die Reihenfolge, weder gegen Entgelt noch auf anderem Weg. Diese Beschreibung gilt zugleich als Angabe nach Art. 5 Abs. 3 der Verordnung (EU) 2019/1150.

(5a) Kleiderschrank-Spotlight. Mit dem Kleiderschrank-Spotlight erscheint dein Kleiderschrank sieben Tage lang als eigene Karte auf der Startseite der App: dein Benutzername, die Zahl deiner aktiven Anzeigen und vier deiner Anzeigen, gekennzeichnet als „Gesponsert". Welche vier, wählst du selbst, beim Start und jederzeit während der Laufzeit; ohne Auswahl sind es deine vier zuletzt eingestellten. Ist eine ausgewählte Anzeige verkauft, ausgeblendet oder nicht mehr aktiv, zeigt die Karte an ihrer Stelle deine zuletzt eingestellte. Es kostet fünf Boost-Gutschriften (Absatz 5) und kann nicht mit Geld bezahlt werden. Voraussetzungen sind mindestens vier aktive Anzeigen, kein laufender Urlaubsmodus (§ 3 Abs. 7) und kein eigenes laufendes Spotlight. Anzeigen, die eine häufig gefälschte Luxusmarke nennen, zeigt die Karte nicht, und sie zählen für diese Voraussetzung nicht mit. Gleichzeitig laufen höchstens zehn Spotlights; sind alle Plätze belegt, nennen wir dir den Tag, an dem der nächste frei wird. Die Karte steht höchstens einmal je 40 Anzeigen der Startseite, nach der 10., der 50., der 90. Anzeige und so weiter; sie wird eingefügt und verdrängt weder eine Anzeige noch einen der Plätze nach den Absätzen 5 und 6. Laufen mehrere Spotlights, erscheint jedes höchstens einmal, solange du weiterblätterst, zuerst das, für das du dich nach diesen Punkten am meisten interessierst: jeder Aufruf einer Anzeige des Mitglieds 1 und jede gemerkte 3, beides neuere stärker als ältere wie beim Interesse nach Absatz 1; 2, wenn du dem Mitglied folgst; 2, wenn es eine Anzeige in deinen Größen anbietet, sonst 1, wenn eine seiner Anzeigen deinen Suchen in der App oder deinen Lieblingsmarken ähnelt; und bis zu 1 dafür, wie gut seine Anzeigen zu den Arten von Artikeln passen, die dich interessieren. Bei gleicher Punktzahl und wenn du nicht angemeldet bist oder der Personalisierung widersprochen hast (Absatz 11), losen wir die Reihenfolge bei jedem Neubilden der Startseite aus. Anzeigen, die ein Mitglied nach Absatz 2a ausgeblendet hat, zeigt die Karte ihm nicht; bleiben für dieses Mitglied weniger als zwei, sieht es die Karte nicht. Hast du während der Laufzeit weniger als zwei aktive Anzeigen, etwa weil sie verkauft oder ausgeblendet sind, wird die Karte nicht gezeigt; die Laufzeit verlängert sich dadurch nicht, und die Gutschriften werden nicht erstattet. Auf der Website, in der Suche, in Kategorien und in Listen erscheint das Spotlight nicht. Wie oft deine Karte anderen angezeigt wurde, siehst du in der App und auf der Website. Als angezeigt zählt sie, wenn sie mindestens zur Hälfte eine Sekunde lang auf dem Bildschirm war, je Person höchstens einmal in 30 Minuten und nie bei dir selbst; in App-Versionen, die das noch nicht melden, zählt sie, sobald sie geladen wird.

(5b) Pakete. Pakete nach § 5c Abs. 7 erscheinen als eigene Karte: in der App auf der Startseite höchstens eine je Seite mit 20 Anzeigen, nach der 8. Anzeige, und jedes Paket höchstens einmal, solange du weiterblätterst; auf der Startseite der Website im Bereich „Pakete"; auf dem Profil der Verkäufer:in und bei jedem Artikel, der im Paket enthalten ist. Es gilt die Reihenfolge „die neuesten zuerst"; auf der Startseite der Website zeigen wir höchstens ein Paket je Verkäufer:in. Die Karte wird eingefügt und verdrängt weder eine Anzeige noch einen der Plätze nach den Absätzen 5, 5a und 6; die Artikel eines Pakets erscheinen weiterhin auch einzeln. Eigene Pakete und Pakete von Konten, die du blockiert hast oder die dich blockiert haben, zeigen wir dir nicht.

(6) Förderung neuer Verkäufer:innen (Art. 7 der Verordnung (EU) 2019/1150). Wir behandeln Anzeigen neuer Verkäufer:innen bewusst unterschiedlich: Auf der Startseite der App und im Bereich „Entdecken" der Website sind pro 20 Plätzen zwei Plätze für sie reserviert. Anspruchsberechtigt ist, wer noch keinen Verkauf abgeschlossen hat, dessen Konto höchstens 90 Tage alt ist und dessen Anzeige höchstens 30 Tage alt ist, vollständig ist (mindestens 3 Fotos, mindestens 20 Zeichen Beschreibung, mindestens 10 Zeichen Titel, Gewicht und Versandart angegeben) und noch nicht öfter als 500-mal auf einem solchen Platz erschienen ist. Die Plätze werden unter den Anspruchsberechtigten danach vergeben, wer am längsten nicht mehr an der Reihe war; gelten für dich die Anteile nach Absatz 2, kommen dabei Anzeigen in einer anderen Größe als deinen erst zuletzt an die Reihe. Anzeigen, die du nach Absatz 2a ausgeblendet hast, kommen für dich nicht infrage. Anzeigen, die eine häufig gefälschte Luxusmarke nennen, kommen für diese Plätze nicht infrage. Auf je 100 Plätze entfallen höchstens zwei auf dieselbe Verkäufer:in.

(7) Ende der Förderung. Die Förderung endet mit dem ersten abgeschlossenen Verkauf, und zwar sofort und für alle Anzeigen der betreffenden Verkäufer:in. Sie soll den Einstieg erleichtern, nicht dauerhaft bevorzugen.

(8) Verhältnis zum Boost. Die Förderung nach Absatz 6 ist kostenlos und verdrängt niemals einen Boost nach Absatz 5. Beide nutzen getrennte, fest zugeordnete Plätze.

(9) Abwechslung. Auf der Startseite der App und im Bereich „Entdecken" der Website stammen unter je 20 aufeinanderfolgenden Anzeigen höchstens 3 von derselben Verkäufer:in und unter je 8 aufeinanderfolgenden Anzeigen höchstens 4 aus derselben Hauptkategorie (zum Beispiel Damenmode oder Bücher); im Anteil „in deiner Größe" nach Absatz 2 gilt diese Grenze je übergeordneter Kategorie (zum Beispiel Kleider oder Oberteile), weil dort alles aus deinem eigenen Bereich stammt, und im Anteil „Mehr davon" nach Absatz 2a je Kategorie der Anzeige (zum Beispiel Sneaker oder Stiefel). Eine weitere Anzeige rückt nach hinten und wird nicht ausgeblendet. Lassen sich beide Grenzen nicht zugleich einhalten, geht die Abwechslung zwischen Verkäufer:innen vor; reichen die übrigen Anzeigen nicht aus, wird eine Grenze an dieser Stelle überschritten, statt die Liste zu kürzen. Der Boost-Platz nach Absatz 5 ist von beiden Grenzen ausgenommen, die Plätze nach Absatz 6 von der Grenze je Hauptkategorie. Das Kleiderschrank-Spotlight (Absatz 5a) ist eine eigene Karte und zählt zu keiner der beiden Grenzen.

(10) Keine manuellen Eingriffe, keine Bevorzugung eigener Angebote. In die Reihenfolge einzelner Anzeigen greifen wir nicht von Hand ein. Anzeigen von Konten des Plattformbetreibers (§ 1 Abs. 2a) werden nach denselben Regeln geordnet wie alle anderen. Maßnahmen gegen rechtswidrige oder regelwidrige Inhalte richten sich nach § 11.

(11) Keine Personalisierung ohne dich. Du kannst der Personalisierung nach Absatz 1 jederzeit widersprechen (Art. 21 DSGVO): in der App über die Einstellung „Personalisierte Startseite", auf der Website unter Mein Konto → „Einstellungen" → „Datenschutz". Die Startseite der App funktioniert danach unverändert weiter — sie wird dann nur ohne deinen Verlauf sortiert. Einzelheiten zur Verarbeitung: Datenschutzerklärung.

(12) Maßgeblichkeit. Dieser Paragraph ist die verbindliche Beschreibung unseres Empfehlungssystems im Sinne von Art. 27 DSA und der Hauptparameter des Rankings im Sinne von Art. 5 der Verordnung (EU) 2019/1150. Die Seiten DSA-Transparenz und Transparenzbericht verweisen hierauf und beschreiben die Reihenfolge nicht eigenständig.

§ 5c Pakete (mehrere Artikel eines Verkäufers)

(1) Käufer können mehrere Artikel desselben Verkäufers zu einem Paket zusammenstellen und gemeinsam kaufen. Ein Paket umfasst mindestens zwei Artikel. Artikel verschiedener Verkäufer können nicht zu einem Paket zusammengefasst werden.

(2) Paketrabatt. Der Verkäufer kann für Pakete einen Rabatt gewähren und dessen Höhe selbst festlegen; sie steigt mit der Anzahl der Artikel. Der Rabatt ist eine Preisermäßigung des Verkäufers auf seine eigenen Artikel, keine Werbeaktion von Vesty. Ob und in welcher Höhe ein Rabatt gewährt wird, wird vor dem Kauf angezeigt.

(3) Bezugspunkt des Rabatts. Der Rabatt wird ausschließlich auf die Summe der Artikelpreise gewährt. Er mindert weder die Versandkosten (§ 7 Abs. 3) noch eine hinzugebuchte Käuferschutz-Gebühr (§ 7 Abs. 1). Im Checkout und auf der Abrechnung werden die Summe der Artikelpreise vor Abzug und der Rabattbetrag getrennt ausgewiesen.

(4) Ein Versand. Alle Artikel eines Pakets werden in einer Sendung versandt. Es fallen die Versandkosten für diese eine Sendung an, berechnet nach dem Gesamtgewicht. Als Versanddienstleister stehen nur diejenigen zur Auswahl, die der Verkäufer für alle Artikel des Pakets zugelassen hat. Bei Selbstabholung ist ein Paket nicht möglich, da hierbei kein gemeinsamer Versand entsteht.

(5) Ein Vertrag. Ein Paket ist ein einheitlicher Kaufvertrag über mehrere Artikel. Daraus folgt:

(a) Der Vertrag kommt nach § 5 über alle Artikel zugleich zustande. Ist auch nur einer der Artikel im Zeitpunkt der Zahlung nicht mehr verfügbar, kommt der Vertrag über keinen der Artikel zustande; es wird kein Betrag belastet. Der Käufer wird darüber unterrichtet, welcher Artikel betroffen ist, und kann das Paket ohne diesen Artikel erneut zusammenstellen.

(b) Das Widerrufsrecht (§ 312g BGB, soweit anwendbar) bezieht sich auf den gesamten Vertrag. Der Widerruf kann sich auch auf einzelne Artikel des Pakets beschränken; dann sind nur diese Artikel zurückzugewähren. Die Widerrufsfrist beginnt mit dem Tag, an dem die Waren des Pakets in Besitz genommen wurden; werden sie ausnahmsweise getrennt geliefert, mit dem Tag der letzten Ware.

(c) Ein Streitfall nach § 9 wird zur Bestellung eröffnet, nicht zu einem einzelnen Artikel. Eine hinzugebuchte Käuferschutz-Gebühr fällt einmal je Bestellung an und bemisst sich nach dem Gesamtbetrag der Artikelpreise nach Abzug des Paketrabatts.

(6) Die Provision nach § 7 Abs. 2 wird je Artikel auf den rabattierten Preis berechnet. Die Auszahlung an den Verkäufer erfolgt für die Bestellung als Ganzes.

(7) Pakete der Verkäufer:in. Der Verkäufer kann auch selbst zwei bis zehn seiner aktiven Artikel zu einem Paket zu einem festen Gesamtpreis (Paketpreis) zusammenstellen. Der Paketpreis beträgt mindestens 1 € und liegt unter der Summe der Einzelpreise; beide werden vor dem Kauf angezeigt. Ein Artikel kann zur selben Zeit nur in einem solchen Paket enthalten sein, und er bleibt auch einzeln zum ausgezeichneten Preis verfügbar. Ein Paket wird nur angeboten, solange alle seine Artikel verfügbar sind, der Paketpreis unter der Summe ihrer aktuellen Einzelpreise liegt und der Verkäufer in seinen Paket-Einstellungen den Sammelversand eingeschaltet hat (Absatz 4). Wird einer der Artikel einzeln verkauft oder gelöscht, endet das Paket; wurde er verkauft, benachrichtigen wir den Verkäufer. Der Verkäufer kann den Paketpreis ändern und das Paket jederzeit beenden; welche Artikel es enthält, lässt sich nachträglich nicht ändern. Für den Kauf eines solchen Pakets gelten die Absätze 3 bis 6 mit der Maßgabe, dass an die Stelle des Paketrabatts der Unterschied zwischen der Summe der Einzelpreise und dem Paketpreis tritt; ein Paketrabatt nach Absatz 2 wird nicht zusätzlich gewährt. Würdest du für dieselben Artikel ohnehin weniger zahlen, etwa aufgrund eines angenommenen Preisvorschlags, gilt der niedrigere Preis. Preisvorschläge für ein Paket richten sich nach § 5a Abs. 8.

§ 5d Reservierung durch die Verkäufer:in

(1) Die Verkäufer:in kann einen Artikel für eine bestimmte Käufer:in für drei oder sieben Tage reservieren, aber nur für jemanden, der ihr zu diesem Artikel geschrieben oder dafür einen Preis vorgeschlagen hat.

(2) Während der Reservierung kann nur diese Käufer:in den Artikel kaufen. Er erscheint nicht auf den Startseiten, in der Suche und in Kategorien; seine Seite und das Profil der Verkäufer:in bleiben erreichbar und zeigen „Reserviert", ohne den Namen der Käufer:in zu nennen.

(3) Die Käufer:in erhält eine Nachricht in der Unterhaltung und eine Benachrichtigung, 24 Stunden vor dem Ende eine Erinnerung. Die Verkäufer:in kann die Reservierung jederzeit beenden, die Käufer:in kann sie jederzeit freigeben; beides erscheint in der Unterhaltung.

(4) Endet die Reservierung ohne Kauf, steht der Artikel wieder allen zur Verfügung, an seinem bisherigen Platz; wer ihn gemerkt und Preisalarmen zugestimmt hat, kann den Hinweis „Wieder verfügbar" erhalten (§ 3 Abs. 7). Die Verkäufer:in erfährt das Ende ebenfalls.

(5) Eine Reservierung ist kein Kaufvertrag und verpflichtet niemanden zum Kauf oder Verkauf; ein Kaufvertrag kommt nur nach § 5 zustande. Sie kostet nichts. Für einen angenommenen Preis gilt § 5a Abs. 2 und 4.

§ 5e Story-Beiträge

(1) Was ein Story-Beitrag ist. In der App kannst du zu einer deiner angebotenen Anzeigen ein Foto oder ein Video von bis zu 30 Sekunden als Story-Beitrag teilen. Der Beitrag erscheint 24 Stunden lang in deinem Kreis der Story-Leiste (§ 5b Abs. 1a), mit der Anzeige darunter. Für seinen Inhalt gilt alles, was diese AGB und die Verkäufer-Richtlinien für Fotos und Videos von Anzeigen bestimmen; das Foto oder, bei einem Video, drei Standbilder daraus werden vor dem Erscheinen wie jedes Anzeigenfoto automatisch auf verbotene Artikel und Nacktheit geprüft (§ 11 Abs. 7 Buchst. p). Ein abgelehntes Foto oder Video erscheint nicht, und wir sagen dir den Grund.

(1a) Video mit Ton. Ein Story-Video ist ohne Ton, es sei denn, du schaltest beim Teilen „Video mit Ton" ein; nur dann nimmt die App mit dem Mikrofon auf. Erlaubt ist dann deine eigene Stimme, die Stimme einer anderen Person nur mit ihrer Einwilligung. Musik ist in Story-Videos nicht erlaubt. Für das Gesprochene gilt dasselbe wie für den Text einer Anzeige: keine Kontaktdaten und keine Zahlung außerhalb von Vesty (§ 11 Abs. 7 Buchst. s), keine Beleidigungen oder sexuellen Begriffe (§ 11 Abs. 7 Buchst. j) und keine verbotenen Artikel. Der Ton ist nur in der Story zu hören. Behältst du das Video in der Anzeige (Abs. 2), erscheint es dort ohne Ton und mit höchstens den ersten 15 Sekunden; ein Video in der Anzeige hat nie Ton. Den Ton prüfen wir vor dem Erscheinen automatisch (§ 11 Abs. 7 Buchst. v). Für den Ton gilt § 4a Abs. 4 entsprechend.

(2) In der Anzeige behalten oder nur für die Story. Beim Teilen wählst du, ob das Foto oder Video auch in der Anzeige erscheint. Behältst du es in der Anzeige, bleibt es dort, bis du es entfernst. Wählst du „nur für die Story", erscheint es nicht in der Anzeige, und wir löschen es, wenn der Beitrag endet.

(3) Ende. Ein Beitrag endet nach 24 Stunden, wenn du ihn vorher beendest oder wenn du für dieselbe Anzeige einen neuen Beitrag teilst; wird die Anzeige nicht mehr angeboten, zeigen wir ihn nicht mehr. Du kannst höchstens zehn Story-Beiträge innerhalb von 24 Stunden teilen.

(4) Rabatt mit dem Beitrag. Mit einem Beitrag kannst du den Preis der gezeigten Anzeige um 10, 20 oder 30 % senken oder, wenn du privat verkaufst, den Preis aller deiner angebotenen Anzeigen um denselben Prozentsatz („Rabatt auf alle Artikel"). Der Rabatt gilt so lange wie der Beitrag, höchstens 24 Stunden. Endet der Beitrag (Abs. 3) oder nimmst du den Rabatt über „Rabatt zurücknehmen" zurück, setzen wir jeden Preis, den der Rabatt gesenkt hat, auf den Preis davor zurück; einen Preis, den du in der Zeit selbst geändert hast, lassen wir so. Solange ein Rabatt mit einem Beitrag läuft, kannst du auf dieselben Anzeigen keinen weiteren geben. Der Beitrag zeigt den Rabatt an und bis wann er gilt. Mitglieder, die die gezeigte Anzeige gemerkt und Preisalarmen zugestimmt haben, können einen Hinweis erhalten, der sagt, bis wann der Rabatt gilt. Gewerbliche Verkäufer:innen senken Preise nur je Anzeige; für jede Senkung gilt § 11 der Preisangabenverordnung.

(5) Meldung. Jede Person kann einen Beitrag über „Melden" im Beitrag melden; es gelten § 4a und § 11.

§ 5f Flohmarkt

(1) Verkäufer können mehrere eigene Anzeigen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt öffnen (Flohmarkt). Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Anzeigen sichtbar, können aber weder gekauft noch mit einem Preisvorschlag versehen werden. Private Verkäufer können für die ersten zwei Stunden einen Nachlass von 10, 20 oder 30 % festlegen, der nicht unter einen nach § 5a Abs. 7 festgelegten Mindestpreis führt; danach gilt wieder der vorherige Preis, sofern der Verkäufer ihn nicht zwischenzeitlich geändert hat. Nutzer können sich an den Beginn erinnern lassen. Vesty gewährt dabei keinen eigenen Nachlass.

(2) Schrank-Party. Mehrere Nutzer können ihre Anzeigen gemeinsam zu einem Zeitpunkt öffnen, den ein Nutzer als Veranstalter festlegt (Schrank-Party). Wer eigene Anzeigen hinzufügt, öffnet sie zu diesem Zeitpunkt; im Übrigen gilt Absatz 1. Der Veranstalter kann die Schrank-Party bis zu ihrem Beginn absagen; die Anzeigen sind dann sofort wieder verfügbar. Vesty gewährt dabei keinen eigenen Nachlass.

§ 6 Zahlungsabwicklung und Käuferschutz

(1) Zahlungsabwicklung. Die Zahlung wickelt unser Zahlungsdienstleister Stripe ab. Der Kaufpreis wird beim Kauf zunächst nur reserviert, mit dem Versand oder der Übergabe belastet (§ 8 Abs. 3) und an die verkaufende Person erst ausgezahlt, wenn der Kauf abgeschlossen ist: wenn die kaufende Person den Erhalt bestätigt oder die Frist nach § 9 Abs. 2 abgelaufen ist, ohne dass ein Streitfall offen ist. Das gilt für jeden Kauf, mit oder ohne Käuferschutz. Erstattungen an die kaufende Person vor diesem Zeitpunkt erfolgen aus der noch nicht ausgezahlten Zahlung. Bei Verkäufen über ein Händlerkonto zahlen wir zusätzlich erst nach Ablauf der Widerrufsfrist der kaufenden Person aus (§ 3b Abs. 6).

(2) Käuferschutz. Käufer:innen können zu jeder Bestellung gegen eine Gebühr den Käuferschutz hinzubuchen (§ 7 Abs. 1). Welche Fälle er abdeckt und welche nicht, ist in Käuferschutz beschrieben; diese Beschreibung ist Bestandteil dieser AGB. Das Streitfall-Verfahren nach § 9 steht nur für Bestellungen zur Verfügung, für die der Käuferschutz gebucht und nicht widerrufen wurde — für Käufer und Verkäufer gleichermaßen. Der Käuferschutz ist keine Garantie und keine Versicherung, sondern ein Prüfverfahren mit begründeter Entscheidung. Die gesetzlichen Rechte zwischen Käufer und Verkäufer bleiben davon unberührt (§ 9 Abs. 4).

§ 6a Zahlungsarten

(1) Verfügbare Zahlungsarten. Die Zahlungen wickelt Stripe Payments Europe Ltd., Irland, ab. Welche Zahlungsarten für eine Bestellung zur Verfügung stehen, wird dir in der Kasse vor der Bestellung angezeigt; maßgeblich ist diese Anzeige. Derzeit sind das auf der Website Kredit- und Debitkarte (auf unterstützten Geräten auch über Apple Pay oder Google Pay) und Klarna, in der App Kredit- und Debitkarte, Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay (je nach Gerät), Link, Klarna, Amazon Pay und Revolut Pay. Kauf auf Rechnung oder in Raten ist nur über Klarna möglich, wenn Klarna es dir anbietet. PayPal und Lastschrift bieten wir derzeit nicht an. Der Umfang kann sich ändern, ohne dass dies eine Änderung dieser AGB ist (§ 12 Abs. 6).

(2) Bedingungen anderer Anbieter. Wählst du eine Zahlungsart eines anderen Anbieters (etwa Klarna, Amazon Pay oder Revolut Pay), gelten für diese Zahlung zusätzlich dessen Bedingungen.

(3) Datenweitergabe. Zur Abwicklung der Zahlung werden die für die jeweilige Zahlungsart erforderlichen Daten (Name, Bestellbetrag, E-Mail) an den jeweiligen Zahlungsdienstleister übermittelt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

§ 7 Gebühren und Preisangaben

(1) Käuferschutz-Gebühr. Käufer können beim Kauf oder danach, solange die Bestellung noch nicht versendet ist, optional einen Käuferschutz hinzubuchen (Festbetrag + Prozent vom Artikelpreis, höchstens 10 % des Artikelpreises und mindestens 0,25 €, inkl. USt). Beim ersten Kauf, solange noch keine Bestellung der kaufenden Person bezahlt wurde, ist er kostenlos; auch dann wird er nur auf ausdrückliche Auswahl hinzugebucht. Der aktuelle Satz wird im Checkout vor der Bezahlung angezeigt. Ohne ausdrückliche Auswahl wird kein Käuferschutz hinzugebucht (§ 312a Abs. 3 BGB). Nachträglich hinzugebucht wird die Gebühr gesondert bezahlt; wird die Bestellung storniert oder der Kaufpreis vollständig erstattet, erstatten wir sie zurück. Hat die verkaufende Person den Käuferschutz für eine Anzeige übernommen (Absatz 4 Buchstabe f), ist er beim Kauf enthalten, ohne dass die kaufende Person ihn wählt oder bezahlt; bei einem Paket nur, wenn alle Artikel ihn tragen.

(2) Plattform-Provision. Vom Verkaufspreis wird eine Plattformprovision einbehalten und vom Auszahlungsbetrag des Verkäufers abgezogen.

(a) Regulärer Satz: 5 % des Artikelpreises (inkl. USt), mindestens 0,50 € pro Verkauf.

(b) Founding Member: die ersten 20 Verkäufe sind provisionsfrei (0 %). Ab dem darauf folgenden Verkauf gilt dauerhaft ein Satz von 3,5 % — dauerhaft heißt: für die gesamte Dauer deines Nutzungsvertrags; wir erhöhen diesen Satz nicht (§ 11a Abs. 10). Die Mindestprovision nach Buchstabe a entfällt für die provisionsfreien Verkäufe.

(c) Bestandsschutz: Founding Member, die vor der Umstellung des Programms aufgenommen wurden, zahlen in den ersten zwölf Monaten ab ihrer Aufnahme keine Provision und danach dauerhaft 2,5 % (§ 11a Abs. 10 Buchst. c), ebenfalls für die gesamte Dauer ihres Nutzungsvertrags. Dieser Satz ändert sich auch dann nicht, wenn der reguläre Satz nach § 11a Abs. 12 angepasst wird.

(d) Welcher Satz für dich gilt, wird dir vor dem Einstellen eines Artikels in der Preisvorschau angezeigt und nach jedem Verkauf in der Abrechnung ausgewiesen.

(e) Monate ohne Provision aus dem Empfehlungsprogramm (§ 11a Abs. 3b): Während eines solchen Zeitraums fällt auf alle Verkäufe keine Provision an, auch keine Mindestprovision. Weitere provisionsfreie Verkäufe aus dem Empfehlungsprogramm (§ 11a Abs. 3c) zählen wie die provisionsfreien Verkäufe nach Buchstabe b.

(3) Versandkosten. Die Versandkosten legt nicht der Verkäufer fest. Sie werden für die konkrete Sendung nach Gewicht, Zielort und gewähltem Versanddienstleister bei unserem Versanddienstleistungspartner abgefragt und setzen sich zusammen aus (a) dem abgefragten Versandentgelt, (b) einer Servicegebühr für die Versandabwicklung über Vesty in Höhe von 3 % des Entgelts nach Buchstabe a (Erstellung des Versandetiketts, Sendungsverfolgung, Käufer-Versandportal) und (c) der gesetzlichen Umsatzsteuer von derzeit 19 % auf die Summe aus (a) und (b). Der im Checkout ausgewiesene Endpreis enthält alle drei Bestandteile und ist verbindlich (§ 3 PAngV).

(4) Keine versteckten Kosten. Über die in der Kasse ausgewiesenen Beträge hinaus fallen für Käufer keine weiteren Gebühren an. Für Verkäufer fallen keine Einstell-, Listing- oder Mitgliedsgebühren an. Belastungen können für sie ausschließlich entstehen durch:

(a) die Provision nach Absatz 2;

(b) die freiwillige Übernahme der Versandkosten, wenn sie diese beim Einstellen der Anzeige ganz oder zur Hälfte wählen; der übernommene Betrag wird vom Auszahlungsbetrag abgezogen;

(c) das Rücksendeetikett, wenn sie im Streitfall eine Rücksendung annehmen (§ 9 Abs. 8);

(d) eine Teilerstattung, die sie im Streitfall selbst anbieten und die angenommen wird (§ 9 Abs. 5);

(e) die Rückforderung eines bereits ausgezahlten Kaufpreises bei einer Rückbuchung (§ 7a);

(f) die freiwillige Übernahme des Käuferschutzes, wenn sie diese für eine Anzeige wählen („Käuferschutz übernehmen"); die Gebühr nach Absatz 1 wird bei einem Verkauf vom Auszahlungsbetrag abgezogen, höchstens bis zu dessen Höhe. Ist der Käuferschutz für die kaufende Person ohnehin kostenlos (Absatz 1), fällt nichts an; wird der Kaufpreis erstattet, ebenfalls nicht.

Gebühren, die die eigene Bank für den Empfang einer Auszahlung berechnet, richten sich nach deren Bedingungen.

(5) Umsatzsteuer. Alle Gebühren, Provisionen und Entgelte für Leistungen von Vesty — Käuferschutz-Gebühr, Provision, Versandkosten einschließlich Servicegebühr und Rücksendeetikett — sind Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Auf unseren Rechnungen weisen wir die darin enthaltene Umsatzsteuer gesondert aus.

§ 7a Rückbuchungen

(1) Was eine Rückbuchung ist. Eine Rückbuchung liegt vor, wenn eine bereits ausgeführte Zahlung des Käufers auf Veranlassung seines Zahlungsdienstleisters rückgängig gemacht wird (z. B. Chargeback bei Kartenzahlung, Rücklastschrift bei einem Lastschriftverfahren, Käuferschutzfall beim Zahlungsdienstleister). Die Entscheidung darüber trifft der Zahlungsdienstleister des Käufers; Vesty hat darauf keinen Einfluss.

(2) Vor der Auszahlung. Wird eine Zahlung zurückgebucht, bevor der Kaufpreis an den Verkäufer ausgezahlt wurde, entfällt der Auszahlungsanspruch für diesen Kauf.

(3) Nach der Auszahlung. Wurde der Kaufpreis bereits ausgezahlt, ist der Verkäufer verpflichtet, den ausgezahlten Betrag an Vesty zurückzuerstatten. Vesty darf diesen Anspruch mit dem Guthaben des Verkäufers sowie mit künftigen Auszahlungen verrechnen. Reicht das Guthaben nicht aus, wird der offene Betrag zur Zahlung fällig; er wird dem Verkäufer im Konto unter „Auszahlungen" ausgewiesen. Der Rückerstattungsanspruch nach Satz 1 verjährt nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 195, 199 BGB). Er kann auch längere Zeit nach dem Verkauf noch entstehen, weil die Fristen, innerhalb derer die Zahlungsdienstleister eine Zahlung rückgängig machen können, je nach Zahlungsart mehrere Monate betragen.

(4) Wann der Verkäufer nicht haftet. Absatz 3 gilt nicht, wenn die Rückbuchung ausschließlich darauf beruht, dass das Zahlungsmittel des Käufers missbräuchlich verwendet wurde (etwa eine gestohlene Karte), und der Verkäufer seine Pflichten aus diesen AGB erfüllt hat — insbesondere den Artikel vertragsgemäß und fristgerecht an die im Auftrag hinterlegte Anschrift versendet und den Versand mit Sendungsnummer nachgewiesen hat (vgl. § 8 Abs. 2 und 3). In diesem Fall trägt Vesty den Betrag.

(5) Anhörung. Vor einer Verrechnung nach Absatz 3 informiert Vesty den Verkäufer über die Rückbuchung und deren Grund und gibt ihm vierzehn Tage Gelegenheit, Nachweise vorzulegen. Legt der Verkäufer Nachweise vor, aus denen sich ein Fall nach Absatz 4 ergibt, unterbleibt die Verrechnung. Eine bereits vorgenommene Verrechnung wird in diesem Fall rückgängig gemacht.

(6) Gebühren. Entfällt der Kaufpreis nach Absatz 2 oder 3 endgültig, entfällt auch die Plattformprovision nach § 7 Abs. 2 für diesen Kauf; bereits einbehaltene Provision wird dem Verkäufer gutgeschrieben. Eine vom Käufer gezahlte Käuferschutz-Gebühr nach § 7 Abs. 1 wird dem Käufer erstattet.

(7) Verhältnis zum Streitfall-Verfahren. Ein Streitfall nach § 9 und eine Rückbuchung sind voneinander unabhängige Vorgänge. Eine Entscheidung im Streitfall-Verfahren bindet den Zahlungsdienstleister des Käufers nicht. Wurde ein Streitfall zugunsten des Verkäufers entschieden und der Käufer veranlasst anschließend eine Rückbuchung, unterstützt Vesty den Verkäufer im Verfahren gegenüber dem Zahlungsdienstleister mit den vorliegenden Nachweisen; das Ergebnis liegt außerhalb des Einflussbereichs von Vesty.

(8) Missbrauch. Bei wiederholten Rückbuchungen, die auf missbräuchliches Verhalten schließen lassen, kann Vesty das betroffene Konto nach § 11 sperren.

§ 8 Versand, Selbstabholung und Gefahrübergang

(1) Versanddienstleister. Der Verkäufer wählt bei Inserat-Erstellung, welche Versanddienstleister er akzeptiert. Der Käufer wählt im Checkout aus den vom Verkäufer akzeptierten Anbietern und sieht den dafür geltenden Endpreis (vgl. § 7 Abs. 3). Welche Anbieter zur Verfügung stehen, wird im Checkout angezeigt.

(2) Versandetikett und Versandfrist. Nach erfolgreicher Zahlung erstellt Vesty automatisch ein Versandetikett über den vom Käufer gewählten Versanddienstleister und übermittelt es per E-Mail an den Verkäufer. Der Verkäufer ist verpflichtet, den Artikel spätestens am fünften Tag nach dem Kauf beim gewählten Anbieter zur Versendung aufzugeben.

(3) Verfall der Zahlungsreservierung. Der Kaufpreis wird beim Kauf zunächst nur reserviert und erst mit dem Versand (Absatz 2) beziehungsweise mit der Übergabe (Absatz 6) tatsächlich belastet. Eine solche Reservierung ist technisch befristet: Wird eine Bestellung nicht innerhalb von sechs Tagen nach dem Kauf versendet oder übergeben, stornieren wir sie, geben die Reservierung frei und stellen den Artikel wieder ein. Dem Käufer wird in diesem Fall nichts berechnet. Verkäufer:innen sollten daher auch dann versenden, wenn die Frist nach Absatz 2 rechnerisch noch nicht abgelaufen ist.

(4) Sendungsverfolgung. Käufer und Verkäufer erhalten eine Tracking-URL zur Verfolgung der Sendung. Die Bestellung gilt als versendet, sobald der Versanddienstleister den ersten Status zurückmeldet, und als zugestellt mit der entsprechenden Statusmeldung.

(5) Gefahrübergang bei Versendung. Bei Verkäufen zwischen Verbrauchern (§ 13 BGB) geht die Versandgefahr auf den Käufer über, sobald die Sache an den Versanddienstleister übergeben wurde (§ 447 BGB). Dies gilt nicht, wenn der Verkäufer Unternehmer (§ 14 BGB) und der Käufer Verbraucher ist: In diesem Fall geht die Gefahr erst mit der Übergabe der Sache an den Käufer über (§ 475 Abs. 2 BGB). Der Käuferschutz nach § 6 bleibt in beiden Fällen unberührt.

(6) Selbstabholung. Verkäufer können statt des Versands die persönliche Übergabe anbieten („Selbstabholung"). Dafür gilt:

(a) Es fallen keine Versandkosten an, es wird kein Versandetikett erstellt und es gibt keine Sendungsverfolgung. Ein Paket nach § 5c ist bei Selbstabholung nicht möglich.

(b) Die Gefahr geht mit der Übergabe des Artikels an den Käufer über (§ 446 BGB), nicht mit dem Versand; § 475 Abs. 2 BGB bleibt unberührt.

(c) Nach der Übergabe meldet eine der beiden Parteien diese in der App („Übergabe bestätigen"). Diese Meldung ersetzt bei der Selbstabholung den Versand: mit ihr wird der Kaufpreis belastet, beginnt die Frist nach § 9 Abs. 1 und beginnt die Frist bis zum automatischen Abschluss nach § 9 Abs. 2. Es genügt, dass eine Seite die Meldung abgibt — so kann keine Seite die Abwicklung dadurch blockieren, dass sie nichts tut.

(d) Erfolgt bis zum Ablauf der Frist nach Absatz 3 keine solche Meldung, wird die Bestellung storniert und der Artikel wieder eingestellt.

(7) Absenderadresse. Verkäufer müssen vor dem Veröffentlichen des ersten Inserats eine vollständige Absenderadresse hinterlegen. Ohne diese Adresse kann kein Versandetikett generiert werden. Bei reiner Selbstabholung gilt dies nicht.

§ 8a Verlust und Beschädigung beim Versand

(1) Unsere Rolle. Mit der Versandabwicklung (§ 7 Abs. 3) besorgen wir die Beförderung der Sendung durch den gewählten Versanddienstleister zu einem festen Preis; den Versandauftrag beim Versanddienstleister erteilen wir. Eine zusätzliche Transportversicherung schließen wir nicht ab. Unsere gesetzliche Haftung für Verlust und Beschädigung der Sendung — insbesondere nach den §§ 425 ff. HGB, soweit wir nach § 459 HGB hinsichtlich der Beförderung die Rechte und Pflichten eines Frachtführers haben — wird durch diese AGB weder ausgeschlossen noch beschränkt; § 10 Abs. 2 und 3 gilt dafür nicht.

(2) Meldung. Kommt eine Sendung nicht an oder kommt sie beschädigt oder unvollständig an, melde uns das bitte so früh wie möglich, mit Fotos von Verpackung und Inhalt. Äußerlich erkennbare Schäden solltest du möglichst schon bei der Zustellung, nicht erkennbare innerhalb von sieben Tagen nach der Zustellung melden (vgl. § 438 HGB). Bewahre Artikel und Verpackung auf, bis die Sache geklärt ist. Mit Käuferschutz meldest du den Schaden im Streitfall (§ 9), ohne Käuferschutz über unser Kontaktformular oder per E-Mail an support@vesty-shop.com.

(3) Ansprüche gegen den Versanddienstleister (Nachforschungsauftrag, Schadensmeldung) machen wir geltend, weil der Versandauftrag über uns läuft. Kaufende und verkaufende Person unterstützen uns dabei mit den erforderlichen Angaben, etwa einem Wertnachweis.

(4) Wer eine Entschädigung erhält. Zahlt der Versanddienstleister eine Entschädigung, leiten wir sie bis zur Höhe des jeweiligen Schadens an die Person weiter, die den Schaden trägt:

(a) an die kaufende Person, wenn sie den Kaufpreis gezahlt hat und er ihr nicht erstattet wurde — bei Käufen zwischen Verbraucher:innen trägt sie ab der Übergabe an den Versanddienstleister die Versandgefahr (§ 447 BGB, § 8 Abs. 5);

(b) an die verkaufende Person, wenn der kaufenden Person der Kaufpreis erstattet wurde, etwa nach einer Entscheidung im Streitfall oder einer Stornierung, oder wenn die verkaufende Person die Versandgefahr trägt (§ 475 Abs. 2 BGB).

(5) Rücksendungen. Für Rücksendungen mit einem Rücksendeetikett nach § 9 Abs. 8 gelten die Absätze 1 bis 4 entsprechend.

§ 9 Streitfälle

(1) Frist. Bei Problemen mit einem Kauf, für den der Käuferschutz gebucht wurde (§ 6, § 7 Abs. 1), kann innerhalb von 3 Tagen ab Zustellung ein Streitfall eröffnet werden. Maßgeblich ist die Zustellmeldung des Versanddienstleisters, bei Selbstabholung die Übergabemeldung nach § 8 Abs. 6 Buchst. c. Meldet der Versanddienstleister keine Zustellung, tritt an deren Stelle der Versandzeitpunkt zuzüglich einer Transportzeit von 10 Tagen, damit die Frist in keinem Fall vor der tatsächlichen Ankunft endet. Der maßgebliche Endzeitpunkt wird dir in deinem Konto bei der Bestellung angezeigt.

(1a) Eröffnung durch uns. Meldet der Versanddienstleister, dass eine Sendung nicht zugestellt werden konnte, von der Empfängerin oder dem Empfänger verweigert oder an den Absender zurückgeschickt wurde, eröffnen wir bei einer Bestellung mit Käuferschutz den Streitfall für die kaufende Person von uns aus und benachrichtigen beide Seiten. Voraussetzung ist, dass die Sendung zuvor beim Versanddienstleister aufgegeben wurde. Es gilt das Verfahren nach Absatz 3. Bei einer Bestellung ohne Käuferschutz eröffnen wir keinen Streitfall; sobald die Sendung an den Absender zurückgeschickt wurde, stornieren wir die Bestellung, erstatten der kaufenden Person den vollen Betrag und stellen den Artikel wieder ein. Für eine Sendung, die zur Abholung bereitlag und nicht abgeholt wurde, gilt stattdessen Absatz 1b.

(1b) Nicht abgeholte Sendung. Hat der Versanddienstleister die Sendung in einer Filiale, einem Paketshop oder an einer Packstation zur Abholung bereitgelegt und holt die kaufende Person sie nicht innerhalb der Abholfrist ab, geht die Sendung an die verkaufende Person zurück. Wir erinnern die kaufende Person vorher mehrfach an die Abholung. Die Abholfrist bestimmt der Versanddienstleister; wir können sie nicht verlängern. Sobald die Sendung zurückgeschickt wird, stornieren wir die Bestellung. Die kaufende Person erhält den Kaufpreis der Artikel zurück, abzüglich der Kosten der Rücksendung, höchstens bis zur Höhe des Kaufpreises. Als Kosten der Rücksendung ziehen wir den Betrag ab, den wir für das Versandetikett der Hinsendung bezahlt haben, es sei denn, die kaufende Person weist nach, dass geringere Kosten entstanden sind. Die Versandkosten für die Hinsendung erstatten wir nicht; die Gebühr für den Käuferschutz erstatten wir. Die verkaufende Person erhält die Artikel zurück und kann sie wieder einstellen.

(2) Verhältnis zum automatischen Abschluss. Die Frist nach Absatz 1 endet zum selben Zeitpunkt, zu dem ein Kauf ohne Empfangsbestätigung automatisch abgeschlossen wird. Das ist kein Zufall, sondern Absicht: Mit dem Abschluss wird der Kaufpreis zur Auszahlung an den Verkäufer freigegeben, und ein Streitfall-Verfahren zu einem bereits ausgezahlten Kauf könnten wir nicht mehr durchführen. Ein vor Fristablauf eröffneter Streitfall verhindert den automatischen Abschluss so lange, bis über ihn entschieden ist.

(3) Verfahren. Wir prüfen die Sachlage neutral. Grundlage der Entscheidung sind die Angaben und Nachweise beider Seiten: Nach Eröffnung eines Streitfalls erhält die jeweils andere Seite eine Mitteilung mit dem geltend gemachten Grund und der Beschreibung und hat fünf Tage Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen und eigene Nachweise vorzulegen. Äußert sie sich nicht, entscheiden wir nach Aktenlage. Wir entscheiden in der Regel innerhalb von 5 Werktagen nach Ablauf dieser Frist und begründen die Entscheidung gegenüber beiden Seiten.

(4) Gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt. Der Kaufvertrag kommt zwischen Käufer und Verkäufer zustande (§ 1 Abs. 3). Das Streitfall-Verfahren ist eine freiwillige Zusatzleistung von Vesty. Gesetzliche Ansprüche gegen die jeweils andere Partei — insbesondere Gewährleistungsrechte und Schadensersatzansprüche — bleiben davon unberührt und unterliegen ausschließlich den gesetzlichen Verjährungsfristen; die Frist nach Absatz 1 betrifft ausschließlich das von uns angebotene Verfahren.

(5) Einigung über eine Teilerstattung. Solange ein Streitfall offen ist, kann der Verkäufer dem Käufer anbieten, einen Teil des Kaufpreises zu erstatten, während der Artikel beim Käufer verbleibt. Nimmt der Käufer das Angebot an, kommt zwischen beiden ein Vergleich im Sinne des § 779 BGB zustande; der Streitfall ist damit beendet und der Kauf wird abgeschlossen. Vesty ist an dieser Einigung nicht beteiligt und schlägt insbesondere keinen Betrag vor — wir führen lediglich die vereinbarte Teilerstattung aus und schließen die Bestellung entsprechend ab.

(6) Ablauf und Grenzen der Einigung. Ein Angebot nach Absatz 5 muss unter dem Artikelpreis liegen; eine vollständige Erstattung bleibt der Entscheidung im Streitfall vorbehalten. Der Verkäufer kann höchstens zwei Angebote je Streitfall machen und ein laufendes Angebot jederzeit zurückziehen. Ein Angebot verfällt nach 48 Stunden. Lehnt der Käufer ab oder lässt er das Angebot verfallen, hat das keinerlei Auswirkung auf den Streitfall — dieser wird unverändert nach Absatz 3 entschieden. Aus einer Ablehnung entsteht dem Käufer kein Nachteil.

(7) Wirkung auf Gebühren und Auszahlung. Die Teilerstattung wird dem Käufer auf das ursprüngliche Zahlungsmittel zurückgezahlt und dem Auszahlungsbetrag des Verkäufers abgezogen. Die Verkäufergebühr nach § 7 bleibt unverändert und wird weiterhin vom ursprünglichen Artikelpreis berechnet; die Gebühr für den Käuferschutz wird nicht erstattet, weil die Leistung erbracht wurde. Der an das Bundeszentralamt für Steuern zu meldende Betrag (§ 3 Abs. 4) verringert sich entsprechend um die Teilerstattung.

(8) Rücksendung auf Kosten des Verkäufers. Bei Käufen zwischen Privatpersonen besteht kein gesetzliches Rückgaberecht; eine Rücksendung findet im Streitfall-Verfahren nur statt, wenn der Verkäufer sie annimmt. Solange ein Streitfall offen ist, kann der Verkäufer die Rücksendung annehmen und bezahlt dafür das Rücksendeetikett zu dem Preis, der ihm vor der Annahme angezeigt wird; er bestellt es über die Schaltfläche „Rücksendeetikett zahlungspflichtig kaufen". Mit dem Kauf schließt er mit uns einen Vertrag über das Rücksendeetikett. Wir stellen der kaufenden Person das Etikett erst nach Zahlungseingang bereit; über das Etikett erhält der Verkäufer eine Rechnung von uns. Für den Käufer ist die Rücksendung kostenlos. Sobald der Versanddienstleister das Paket übernommen hat, erstatten wir dem Käufer den vollen Betrag (Artikelpreis, Versandkosten und gegebenenfalls die Käuferschutz-Gebühr); der Streitfall ist damit beendet. Der Käufer kann die Rücksendung ablehnen; gibt er das Paket nicht innerhalb von sieben Tagen ab, entfällt sie. In beiden Fällen wird das Etikett ungültig und der Streitfall nach Absatz 3 fortgesetzt. Die Etikettkosten werden dem Verkäufer nicht erstattet, auch wenn das Paket nicht verschickt wird, weil sie mit der Erstellung des Etiketts anfallen; wir erstatten sie jedoch, wenn kein Etikett erstellt werden kann oder der Streitfall bei Zahlungseingang bereits beendet ist. Das gilt unbeschadet des gesetzlichen Widerrufsrechts, das dem Verkäufer als Verbraucher für den Vertrag über das Rücksendeetikett zusteht; wie er widerrufen kann und wann das Widerrufsrecht vorzeitig erlischt, steht in der Widerrufsbelehrung für Leistungen von Vesty. Bei einer Einigung nach Absatz 5 entfällt die Rücksendung.

(9) Entscheidung ohne Rücksendung. Nimmt der Verkäufer keine Rücksendung an und kommt keine Einigung nach Absatz 5 zustande, entscheiden wir nach Absatz 3. Entscheiden wir zugunsten des Käufers, erstatten wir ihm den vollen Betrag; der Artikel verbleibt in diesem Fall beim Käufer, eine Rücksendung findet nicht statt. Auf diese Folge wird der Verkäufer vor seiner Wahl ausdrücklich hingewiesen. Hat der Käufer eine vom Verkäufer bezahlte Rücksendung abgelehnt oder das Paket nicht fristgerecht abgegeben, ist eine volle Erstattung, bei der der Artikel beim Käufer verbleibt, ausgeschlossen.

§ 10 Haftung

(1) Unbeschränkte Haftung. Wir haften unbeschränkt

(a) bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung von uns, unseren gesetzlichen Vertretern oder unseren Erfüllungsgehilfen beruht,

(b) bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,

(c) bei arglistigem Verschweigen eines Mangels,

(d) soweit wir eine Garantie oder ein Beschaffungsrisiko übernommen haben,

(e) nach dem Produkthaftungsgesetz sowie

(f) soweit eine Haftung nach anderen zwingenden gesetzlichen Vorschriften besteht, insbesondere nach dem Bundesdatenschutzgesetz, der Datenschutz-Grundverordnung und, für Verlust und Beschädigung von Sendungen, nach den §§ 425 ff. HGB in Verbindung mit § 449 HGB (§ 8a Abs. 1).

(2) Wesentliche Vertragspflichten. Bei einer nur leicht fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist unsere Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung du regelmäßig vertrauen darfst.

(3) Im Übrigen. Eine darüber hinausgehende Haftung ist ausgeschlossen. Insbesondere haften wir bei leichter Fahrlässigkeit nicht für die Verletzung von Pflichten, die keine wesentlichen Vertragspflichten im Sinne von Absatz 2 sind.

(4) Keine Haftung für den Kaufvertrag selbst. Vesty ist nicht Partei des Kaufvertrags (§ 1 Abs. 3). Für die Erfüllung des Kaufvertrags, die Beschaffenheit des Artikels und die Angaben in der Anzeige haftet allein die jeweilige Verkäufer:in. Die Absätze 1 bis 3 betreffen unsere eigenen Pflichten aus dem Nutzungsvertrag.

(5) Verhältnis zu anderen Klauseln. Soweit in diesen AGB an anderer Stelle eine Haftung ausgeschlossen oder begrenzt wird — insbesondere in § 11a Abs. 9 —, gelten die Absätze 1 und 2 auch dort. Für Verlust und Beschädigung von Sendungen gilt § 8a Abs. 1.

§ 11 Laufzeit, Kündigung und Sperrung

(1) Kündigung durch dich. Du kannst dein Konto jederzeit und ohne Angabe von Gründen löschen. Nach der Löschanforderung bleibt das Konto 30 Tage wiederherstellbar; danach wird es endgültig gelöscht. Offene Bestellungen werden zuvor abgewickelt.

(2) Ordentliche Kündigung durch uns. Wir können den Nutzungsvertrag mit einer Frist von 30 Tagen in Textform kündigen. Gegenüber gewerblichen Nutzer:innen im Sinne der Verordnung (EU) 2019/1150 halten wir diese Frist in jedem Fall ein und teilen die Gründe mit.

(3) Sperrung und Einschränkung. Wir können ein Konto oder einzelne Funktionen einschränken, ein Inserat unsichtbar schalten oder ein Konto sperren, wenn hierfür ein sachlicher Grund vorliegt. Ein sachlicher Grund liegt insbesondere vor bei: (a) einem Verstoß gegen diese AGB oder gegen geltendes Recht, (b) dem Anbieten verbotener Artikel, (c) wiederholten Rechtsverletzungen nach den in § 4a Abs. 6 und 7 veröffentlichten Schwellen, (d) begründetem Verdacht auf Betrug, Zahlungsmissbrauch oder Manipulation von Bewertungen oder des Empfehlungsprogramms, (e) falschen Angaben zur Identität oder zum Alter, oder (f) einer behördlichen oder gerichtlichen Anordnung. Die Maßnahme muss zu dem Verstoß im Verhältnis stehen; wir wählen jeweils das mildeste geeignete Mittel.

(3a) Bitte um Änderung. Genügt eine Änderung, um eine Anzeige mit diesen AGB, den Verkäufer-Richtlinien oder geltendem Recht in Einklang zu bringen, können wir dich vor einer Maßnahme nach Absatz 3 bitten, die Anzeige innerhalb von drei oder sieben Tagen zu ändern („Änderung nötig"), und teilen dir mit, was zu ändern ist. Die Bitte ist keine Maßnahme nach Absatz 3 und keine Verwarnung; die Anzeige bleibt während der Frist sichtbar. Änderst du sie nicht rechtzeitig, entscheidet ein Mensch nach Absatz 3; für eine Maßnahme gelten dann die Absätze 4 und 5. Bei offensichtlich rechtswidrigen Inhalten, verbotenen Artikeln oder einer Gefahr für andere Nutzer:innen handeln wir ohne vorherige Bitte.

(4) Begründung. Wir teilen der betroffenen Person die Maßnahme, ihren konkreten Grund, die zugrunde liegende Tatsachengrundlage und die Möglichkeiten zur Überprüfung mit (Art. 17 DSA). Die Begründung gibt auch an, ob die Maßnahme automatisiert getroffen wurde oder auf automatisiert erkannten Inhalten beruht (Absatz 7). Keine Begründung erhalten Konten, deren Inhalte wir als täuschende kommerzielle Massen-Inhalte einstufen, etwa Phishing- oder Spam-Nachrichten an viele Nutzer:innen (Art. 17 Abs. 2 Satz 3 DSA). Bei gewerblichen Nutzer:innen erfolgt die Begründung vor Wirksamwerden der Maßnahme, soweit nicht eine gesetzliche Pflicht oder eine unmittelbare Gefahr für andere Nutzer:innen ein sofortiges Handeln erfordert (Art. 4 P2B).

(5) Beschwerde. Gegen jede Maßnahme nach Absatz 3 und nach Absatz 7 kannst du innerhalb von sechs Monaten kostenlos Beschwerde einlegen: auf der Website unter Mein Konto → „Konto-Status", in der App oder per E-Mail an dsa@vesty-shop.com. Über die Beschwerde entscheidet ein Mensch, nicht allein ein automatisiertes System (Art. 20 DSA). Daneben steht dir der Weg zu einer zertifizierten außergerichtlichen Streitbeilegungsstelle nach Art. 21 DSA offen; Einzelheiten unter DSA-Transparenz.

(6) Folgen. Eine Sperrung berührt bereits entstandene Auszahlungsansprüche nicht. Laufende Bestellungen werden abgewickelt; die Auszahlung kann bis zum Abschluss eines Streitfall-Verfahrens zurückgehalten werden.

(7) Automatisierte Mittel (Art. 14 Abs. 1 DSA). Neben Entscheidungen, die ein Mensch trifft, setzen wir die folgenden automatisierten Mittel ein. Sie wirken, ohne dass vorher ein Mensch den Einzelfall prüft:

(a) Massennachrichten. Sendet ein Konto, das jünger als sieben Tage ist, denselben Text (nach Vereinheitlichung von Schreibweise und Leerzeichen) von mindestens 60 Zeichen innerhalb von 60 Minuten in mindestens drei verschiedene Unterhaltungen, wird die Nachricht nicht zugestellt und das Konto ohne Enddatum gesperrt, bis ein Mensch den Fall geprüft hat. Ist die Sperre unberechtigt, heben wir sie auf.

(b) Neue Unterhaltungen. Konten, die jünger als 48 Stunden sind, können innerhalb von 24 Stunden höchstens fünf neue Unterhaltungen beginnen; Antworten in bestehenden Unterhaltungen sind unbegrenzt möglich. Die Grenze endet von selbst; der Grund wird sofort angezeigt.

(c) Links und Kontaktdaten in Nachrichten. Nachrichten mit Links, Webadressen — auch verschleierten — oder E-Mail-Adressen werden nicht zugestellt; der Grund wird sofort angezeigt.

(d) Erneutes Hochladen entfernter Fotos. Haben wir ein Foto auf eine Urheberrechtsmeldung hin entfernt, erkennt ein Bildabgleich, wenn dieselbe Verkäufer:in dasselbe oder ein nahezu gleiches Foto erneut hochlädt, und lehnt es drei Jahre lang ab, es sei denn, die Entscheidung wird aufgehoben. Damit setzen wir die frühere, von einem Menschen getroffene und begründete Entscheidung um. Lädt ein anderes Konto ein gleiches Foto hoch, wird es nicht abgelehnt, sondern uns als Meldung zur Prüfung vorgelegt; eine allgemeine Überwachung findet nicht statt.

(e) Gemeldete Bewertungen. Eine Bewertung wird automatisch ausgeblendet und aus allen Durchschnitten genommen, sobald sie drei Meldungen erhält oder einmal als persönlicher Angriff gemeldet wird; eine Meldung der bewerteten Person selbst löst das nicht aus. Wir prüfen sie anschließend.

(f) Missbräuchliche Meldungen. Ob eine Meldung offensichtlich unbegründet ist, entscheidet ein Mensch; nur solche Einstufungen zählen. Nach der dritten folgt automatisch eine Verwarnung, nach der fünften — und nur nach einer vorherigen Verwarnung — die Aussetzung der Bearbeitung von Meldungen dieser Person für 90 Tage (§ 4a Abs. 7). Beides teilen wir per E-Mail mit.

(g) Registrierung. Eine Registrierung wird automatisch abgelehnt, wenn die E-Mail-Adresse zu einem Wegwerf-Dienst gehört, wenn sie über ein Rechenzentrums-, VPN- oder Proxy-Netz oder über das Tor-Netzwerk erfolgt oder wenn die Verbindung keinem der Staaten nach § 2 Abs. 5 zugeordnet werden kann. Auf der Website prüft außerdem Cloudflare Turnstile, ob ein Mensch die Registrierung vornimmt. Ebenso abgelehnt wird eine Registrierung von einem Gerät oder Browser, auf dem ein Konto angemeldet war, das wir nach Absatz 3 dauerhaft gesperrt haben, solange wir dieses Gerät bei dem gesperrten Konto gespeichert haben (90 Tage nach seiner letzten Nutzung). Der Grund wird sofort angezeigt; bestehende Konten und Anmeldungen sind nie betroffen.

(h) Benutzernamen. Reservierte und beleidigende Benutzernamen werden bei der Registrierung und bei einer Umbenennung abgelehnt.

(i) Nachrichten zu Einigungsangeboten. Nachrichten, die ein Einigungsangebot im Streitfall begleiten (§ 9 Abs. 5), werden abgelehnt, wenn sie Kontaktdaten oder Namen anderer Plattformen enthalten.

(j) Wortfilter und Schrift beim Einstellen. Enthalten Titel oder Beschreibung einer Anzeige Beleidigungen oder sexuelle Begriffe aus einer festen Liste, Buchstaben einer anderen als der lateinischen Schrift (etwa Arabisch, Persisch, Hindi oder Kyrillisch), Begriffe, die den Artikel als Fälschung oder Nachbildung bezeichnen (etwa „Replika", „Fake", „1:1" oder „Dupe"), oder einen Markennamen zusammen mit „-Style", „-Look" oder „im Stil von", lässt sich die Anzeige erst nach einer Änderung des Texts speichern oder veröffentlichen, in der App, auf der Website und beim Veröffentlichen auf unserem Server. Begriffe, die eine Fälschung bezeichnen, prüfen wir auch in der Angabe zur Marke. Der Grund wird sofort angezeigt. Umlaute, Akzente, Ziffern, Satzzeichen und Emojis sind erlaubt. Nachrichten sind davon nicht betroffen.

(k) Mengenbegrenzungen. Für einzelne Aktionen gelten Höchstzahlen je Zeitraum, zum Beispiel fünf Anmeldeversuche in 15 Minuten je IP-Adresse, drei Registrierungen pro Stunde, 60 Nachrichten pro Minute, zehn Preisvorschläge pro Minute, zehn Meldungen pro Stunde, 150 KI-Bildanalysen pro Tag und 40 Fragen an den KI-Assistenten pro Stunde; dazu kommen Begrenzungen auf Netzwerkebene. Wird eine überschritten, wird die Aktion vorübergehend abgelehnt; nach Ablauf des Zeitraums ist sie wieder möglich.

(l) Meldepflicht nach dem PStTG. Erreicht eine Verkäufer:in in einem Kalenderjahr 30 Verkäufe oder 2000,00 € Umsatz und fehlen nach Ablauf der Fristen die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben, werden automatisch das Einstellen neuer Anzeigen und später künftige Auszahlungen ausgesetzt, bis die Angaben vorliegen (PStTG).

(m) KI-Funktionen. Vorschläge der KI-Bildanalyse und Antworten des KI-Assistenten werden vor der Anzeige automatisch auf unzulässige Inhalte geprüft und gegebenenfalls nicht angezeigt. Diese Prüfung betrifft nur die Ausgaben der KI; die Prüfung von Anzeigenfotos regelt Buchstabe p.

(n) Empfehlungsprogramm. Einladungen mit auffälligen Übereinstimmungen (etwa derselben Geräte- oder Netzwerkkennung) werden automatisch zur Prüfung zurückgestellt (§ 11a Abs. 6). Die Belohnung wird bis zur Prüfung nicht freigeschaltet; die Registrierung selbst bleibt unberührt.

(o) Ende befristeter Einschränkungen. Befristete Einschränkungen enden automatisch mit Ablauf der Frist.

(p) Fotos verbotener Artikel. Jedes Foto einer Anzeige und jedes Foto zu einer Bewertung (§ 3a Abs. 4a) sowie jeder Story-Beitrag (§ 5e Abs. 1; bei einem Video drei Standbilder daraus) wird automatisch mit Hilfe einer KI darauf geprüft, ob es einen Artikel zeigt, der nach der Liste der verbotenen Artikel nicht angeboten werden darf, oder Nacktheit und sexuelle Darstellungen. Abgelehnt wird ein Foto dabei nur, wenn es Waffen, Drogen, verfassungsfeindliche Kennzeichen, Nacktheit oder sexuelle Darstellungen zeigt; für andere verbotene Artikel bleiben Meldungen und unsere Moderation. Wird ein Foto abgelehnt, wird es nicht veröffentlicht: Ein neues Foto einer bereits veröffentlichten Anzeige wird nicht gespeichert, und eine noch nicht veröffentlichte Anzeige lässt sich erst ohne dieses Foto veröffentlichen; ein solches Foto zu einer Bewertung wird nicht gespeichert, die Bewertung bleibt bestehen. Der Grund wird sofort angezeigt. Ist die Prüfung vorübergehend nicht möglich, wird ohne sie veröffentlicht; Meldungen und unsere Moderation bleiben davon unberührt.

(q) Hygieneprüfung. Seit dem 03.11.2026 prüfen wir Anzeigen nach der Veröffentlichung nicht mehr gesondert auf Hygiene; für hygienische Mängel gelten Meldungen und unsere Moderation nach § 11.

(r) Zustand je Kategorie. In einzelnen Kategorien lassen sich nur bestimmte Zustände wählen, etwa für Unterwäsche, BHs, Socken, Strumpfhosen, Windeln und Autokindersitze nur „Neu mit Etikett" (siehe Verbotene Artikel); eine Anzeige mit einem anderen Zustand wird in diesen Kategorien nicht veröffentlicht.

(s) Zahlung und Kontakt außerhalb von Vesty. Bittet der Text einer Anzeige oder einer Nachricht um Zahlung außerhalb von Vesty (etwa per Überweisung, in bar oder über „PayPal Freunde"), fordert er dazu auf, einen Kauf an Vesty vorbei abzuwickeln, oder nennt er eine Handynummer, einen Messenger oder ein Profil in einem anderen Netzwerk als Weg, sich außerhalb von Vesty zu verständigen, lässt sich die Anzeige erst nach einer Änderung des Texts veröffentlichen, und die Nachricht wird nicht zugestellt; der Grund wird sofort angezeigt. Wird in derselben Unterhaltung eine zweite solche Nachricht abgelehnt, weisen wir die andere Person darauf hin, ohne ihr den Text zu zeigen. Nach der dritten Ablehnung innerhalb von 24 Stunden kann das Konto 24 Stunden lang keine Nachrichten senden, und 90 Tage lang sehen die Personen, mit denen es schreibt, einmal je Unterhaltung einen Sicherheitshinweis.

(t) Prüfung vor der Veröffentlichung. Anzeigen ab 500 €, Anzeigen ab 150 €, deren Titel oder Beschreibung ein Kind oder ein Alter nennt, Anzeigen, die ein Kind mit Alter und Körpergewicht nennen, und Anzeigen, die eine häufig gefälschte Luxusmarke nennen (Verkäufer-Richtlinien, Abschnitt 7) und nach festen Regeln deutliche Zeichen einer Fälschung zeigen (vor allem einen Preis weit unter dem, was für die Marke und die Art des Artikels üblich ist, dazu ein sehr neues Konto oder mehrere solche Anzeigen in kurzer Zeit), erscheinen erst, nachdem ein Mensch sie geprüft hat; bis dahin sind sie als „In Prüfung" gekennzeichnet. Dasselbe gilt, wenn eine Änderung eine dieser Angaben hinzufügt oder den Preis einer solchen Anzeige erhöht. Abgelehnt wird dadurch nichts automatisch, und auch um einen Nachweis der Echtheit bitten wir nicht automatisch; ob wir nachfragen, entscheidet ein Mensch. Nennt eine Anzeige eine solche Marke ohne solche Zeichen, erscheint sie sofort. Eine Garantie für die Echtheit übernehmen wir nicht. Vor der Veröffentlichung einer Anzeige, die eine solche Marke nennt, bitten wir um die Bestätigung nach § 4a Abs. 3; gibt ein Mensch eine zurückgehaltene Anzeige frei, halten wir fest, wer sie wann und aus welchem Grund freigegeben hat.

(u) KI-Bilder. Jedes Foto einer Anzeige wird automatisch mit Hilfe einer KI darauf geprüft, ob es mit KI erzeugt oder wesentlich verändert ist (Verkäufer-Richtlinien, Abschnitt 1). In der App und auf der Website geschieht das schon, wenn ein Foto hinzugefügt wird, und für jede Art von KI-Bild: Findet die Prüfung ein KI-Bild, markiert Vesty es und setzt den Hinweis „KI-generiert" ins Bild. Zeigt sich beim Veröffentlichen ohne den Hinweis „KI-generiert" ein solches Foto, auf dem ein KI-Model oder ein KI-Körper (etwa eine Hand, ein Ohr oder ein Fuß) den Artikel trägt, setzt Vesty den Hinweis ebenfalls ins Bild; andere KI-Bilder, etwa mit einer KI-Schaufensterpuppe oder einer KI-Kulisse, markiert die Verkäufer:in selbst. Ein von Vesty oder von der Verkäufer:in als KI-Bild markiertes Foto behält den Hinweis; die Verkäufer:in kann die Markierung nicht selbst entfernen. Hält sie eine Markierung von Vesty für falsch, prüft ein Mensch das Foto, bevor die Anzeige online geht. Ist das Hauptbild ein KI-Bild und das zweite Foto kein echtes, rückt Vesty das erste echte Foto an die zweite Stelle. Eine Anzeige ohne echtes Foto des Artikels kann nicht veröffentlicht werden; kommt sie aus einer älteren Version der App, prüft sie vor der Veröffentlichung ein Mensch. Am 30.10.2026 haben wir die Fotos der bereits veröffentlichten Anzeigen einmalig auf dieselbe Weise geprüft und gekennzeichnet, ohne Fotos umzustellen oder Anzeigen auszublenden. Ist die KI-Prüfung gestört, unterbleibt sie.

(v) Ton von Story-Videos. Hat eine Verkäufer:in für ein Story-Video „Video mit Ton" eingeschaltet (§ 5e Abs. 1a), wird der Ton vor dem Erscheinen auf unserem eigenen Server automatisch geprüft: ob Musik zu hören ist und, nachdem eine Spracherkennung das Gesprochene in Text umgewandelt hat, ob darin Kontaktdaten oder Zahlung außerhalb von Vesty, Beleidigungen oder sexuelle Begriffe oder verbotene Artikel vorkommen. Gesprochenes kann nur auf Deutsch und Englisch geprüft werden. Ist Musik zu hören, kommt so etwas vor, ist Gesprochenes in einer anderen Sprache oder ist die Prüfung nicht möglich, erscheint die Story ohne Ton; das Video selbst erscheint, und der Grund wird sofort angezeigt. Der entfernte Ton lässt sich nicht wiederherstellen; das Video kann neu aufgenommen und erneut geteilt werden.

(w) Gesuche. Ein Gesuch kann nur aufgeben, wer seine E-Mail-Adresse bestätigt hat; je Konto sind höchstens drei Gesuche zugleich offen und höchstens drei neue am Tag möglich, je IP-Adresse fünf. Der Text eines Gesuchs wird wie der Titel einer Anzeige geprüft (Buchstabe j) und zusätzlich darauf, ob er Personen oder Treffen, sexuelle Inhalte, Organe, Ausweise und andere Dokumente oder Drogen sucht; ein solches Gesuch wird nicht veröffentlicht, der Grund sofort angezeigt. Ein Foto zu einem Gesuch wird vor dem Speichern mit Hilfe einer KI wie nach Buchstabe p geprüft und zusätzlich darauf, ob eine Person oder ein Kind, Kontaktdaten oder ein fremdes Bild (etwa ein Screenshot oder ein Bild aus einem Shop) zu sehen ist; dann, und wenn die Prüfung nicht möglich ist, wird das Foto nicht gespeichert, das Gesuch bleibt ohne Foto. Melden zwei verschiedene Mitglieder ein Gesuch, wird es nicht mehr öffentlich gezeigt; du siehst den Grund in deinem Gesuch und kannst dich nach Absatz 5 beschweren.

(x) Fotos im Chat von neuen Konten. Ein Konto, das jünger als sieben Tage ist, kann in einer Unterhaltung erst Fotos schicken, wenn die andere Person dort bereits eine Nachricht geschickt hat. Der Grund wird sofort angezeigt; Textnachrichten sind davon nicht betroffen.

Für Maßnahmen nach den Buchstaben a, e und s und für jede andere Einschränkung eines Inhalts oder Kontos, die auf automatisierten Mitteln beruht, erhältst du eine Begründung nach Absatz 4, die das angibt. Hältst du eine automatisierte Entscheidung für falsch, kannst du dich nach Absatz 5 beschweren, auch dann, wenn nur eine einzelne Aktion abgelehnt wurde; über die Beschwerde entscheidet ein Mensch.

§ 11a Empfehlungsprogramm „Freunde einladen" und Founding Members

(1) Gegenstand und Anspruch. Vesty bietet registrierten Nutzer:innen die Möglichkeit, andere Personen über einen persönlichen Einladungslink zur Plattform einzuladen, und gewährt dafür nicht-monetäre Belohnungen nach den Belohnungsstufen in Absatz 3. Ein Anspruch auf eine Belohnung entsteht, sobald du die Voraussetzungen einer Belohnungsstufe nach Absatz 5 erfüllt hast. Einen Anspruch auf den Fortbestand des Programms oder auf künftige Belohnungsstufen gibt es nicht; Änderungen für die Zukunft regelt Absatz 2. Entstandene Ansprüche und gewährte Belohnungen können nur nach Absatz 6 aberkannt werden. Die Founding-Member-Konditionen nach Absatz 10 sind verbindliche Zusagen.

(2) Änderung und Einstellung für die Zukunft. Das Programm befindet sich in einer Erprobungsphase (Beta). Vesty kann es mit Wirkung für die Zukunft aussetzen, Belohnungsstufen, Belohnungsarten oder Wartezeiten ändern oder das Programm einstellen; wir machen das an derselben Stelle bekannt, an der die Belohnungsstufen veröffentlicht sind (Absatz 3). Eine solche Änderung erfasst nur Belohnungen, deren Voraussetzungen im Zeitpunkt der Bekanntmachung noch nicht erfüllt sind. Entstandene Ansprüche und gewährte Belohnungen bleiben unberührt. Kann eine zugesagte Belohnung in der zugesagten Art nicht mehr gewährt werden, etwa weil es die Funktion nicht mehr gibt, ersetzen wir sie durch eine Belohnung, die dir auf der Plattform mindestens denselben Nutzen bietet — etwa dieselbe Anzahl Boost-Gutschriften oder Monate ohne Provision; welchen Wert eine Belohnung in Geld hätte, spielt dafür keine Rolle. Diese Regelung geht der allgemeinen Änderungsregel nach § 12 vor; die Founding-Member-Konditionen nach Absatz 10 kann sie nicht verschlechtern.

(3) Belohnungsstufen. Für erfolgreiche Einladungen (Absatz 5) erhältst du beim Erreichen der jeweiligen Stufe:

(a) bei 1 erfolgreichen Einladung: 1 Boost-Gutschrift;

(b) bei 3: das Abzeichen „Botschafter:in Silber" und 3 Boost-Gutschriften;

(c) bei 5: 1 Monat ohne Provision; Founding Members mit provisionsfreien Verkäufen nach Absatz 10 Buchst. a erhalten stattdessen 5 weitere provisionsfreie Verkäufe (Absatz 3c);

(d) bei 10: das Abzeichen „Botschafter:in Gold" und 3 Monate ohne Provision; Founding Members mit provisionsfreien Verkäufen nach Absatz 10 Buchst. a erhalten statt der Monate 15 weitere provisionsfreie Verkäufe (Absatz 3c);

(e) bei 25: den Founding-Ambassador-Reward nach Absatz 11.

Dieselben Stufen stehen unter /freunde-einladen. Ändern wir sie nach Absatz 2, gilt für eine Stufe die Fassung, die veröffentlicht war, als der Anspruch entstanden ist.

(3a) Boost-Gutschriften verfallen nicht. Eine Gutschrift entspricht einem Boost von 24 Stunden (§ 5b Abs. 5). Boosts können nicht gekauft werden.

(3b) Monate ohne Provision. Ab der Freischaltung der Belohnung zahlst du für die genannte Zahl von Monaten — jeweils bis zum selben Kalendertag des entsprechenden Folgemonats — auf alle Verkäufe keine Provision, auch keine Mindestprovision (§ 7 Abs. 2 Buchst. e). Läuft bereits ein solcher Zeitraum, schließt der neue an dessen Ende an; die Zeiträume überschneiden sich nie. Bist du Founding Member nach Absatz 10 Buchst. c und läuft dein provisionsfreies erstes Jahr noch, beginnt der Zeitraum erst mit dessen Ende; während des Zeitraums gilt er auch statt des Satzes nach Absatz 10 Buchst. c.

(3c) Weitere provisionsfreie Verkäufe. Sie kommen zu deinen provisionsfreien Verkäufen nach Absatz 10 Buchst. a hinzu, werden wie diese gezählt und verfallen nicht. Sind diese schon aufgebraucht, sind die nächsten Verkäufe entsprechend provisionsfrei, auch ohne Mindestprovision; danach gilt wieder der Satz nach Absatz 10 Buchst. b.

(4) Keine Barauszahlung, keine Übertragbarkeit, keine Vererblichkeit. Sämtliche Belohnungen sind ausschließlich innerhalb der Plattform und ausschließlich durch die berechtigte Person nutzbar. Eine Auszahlung in Geld oder eines Gegenwerts, eine Übertragung an Dritte, eine Schenkung, eine Vererbung, eine Verpfändung sowie eine Verrechnung mit anderen Forderungen sind ausgeschlossen.

(5) Voraussetzungen für eine erfolgreiche Empfehlung. Die eingeladene Person muss sich über den Einladungslink registrieren, ihre E-Mail-Adresse bestätigen und entweder eine erste Anzeige veröffentlichen oder einen ersten Kauf abschließen. Mit Erfüllung dieser Voraussetzungen entsteht der Anspruch auf die Belohnung. Freigeschaltet wird sie 14 Tage danach, hat die eingeladene Person ihre Telefonnummer bestätigt, bereits nach 7 Tagen; in dieser Zeit können wir prüfen, ob ein Fall nach Absatz 6 vorliegt. Eine automatisch zur Prüfung zurückgestellte Belohnung (§ 11 Abs. 7 Buchst. n) wird erst nach der Prüfung freigeschaltet.

(6) Missbrauchsschutz. Selbstempfehlungen, Mehrfachkonten, Wegwerf-E-Mail-Adressen, manipulierte Geräte- oder Netzwerkdaten, koordinierte Massen-Registrierungen sowie jede andere Manipulation der Empfehlungsmechanik sind untersagt. Auffällige Empfehlungen werden automatisch zur Prüfung zurückgestellt (§ 11 Abs. 7 Buchst. n). Stellen wir einen solchen Verstoß fest, können wir die darauf beruhende Belohnung verweigern oder, wenn sie schon gewährt wurde, aberkennen — jeweils nur, soweit sie durch den Verstoß erlangt wurde — und Konten nach § 11 einschränken. Wir teilen dir den konkreten Grund mit (§ 11 Abs. 4); du kannst nach § 11 Abs. 5 Beschwerde einlegen. Zur Missbrauchsprävention können wir vor der Freischaltung einer Belohnung eine Verifizierung der Telefonnummer der eingeladenen Person verlangen; ob und wann wir dieses Mittel einsetzen, entscheiden wir im Einzelfall. Pro natürlicher Person ist nur ein Konto zulässig.

(7) Eigenverantwortung der einladenden Person (§ 7 UWG). Die einladende Person ist selbst dafür verantwortlich, ihren Einladungslink ausschließlich an Personen weiterzugeben, von denen sie zuvor eine konkrete Einwilligung zur Kontaktaufnahme zu Werbezwecken erhalten hat. Massen-Mailings, Spam-Nachrichten, Postings auf öffentlichen Plattformen ohne sachlichen Bezug sowie das Versenden an unbekannte Empfänger sind ausdrücklich untersagt. Verletzt die einladende Person diese Pflicht schuldhaft und wird Vesty deshalb von Dritten in Anspruch genommen, gilt § 4a Abs. 8 entsprechend: Die Freistellung ist der Höhe nach auf den vorhersehbaren, typischen Schaden begrenzt und entfällt, soweit die einladende Person den Verstoß nicht zu vertreten hat.

(8) Steuerliche Behandlung. Hochwertige Belohnungen können bei der/dem Empfänger:in einkommensteuer- oder umsatzsteuerrechtlich relevant sein (vgl. § 22 Nr. 3 EStG bei Privatpersonen bzw. § 15 EStG bei Gewerbetreibenden). Die steuerliche Bewertung und Erklärung obliegt ausschließlich der/dem Empfänger:in. Vesty stellt auf Anfrage eine Aufstellung der innerhalb eines Kalenderjahres gewährten Belohnungen mit ihrer internen Verrechnungsbasis zur Verfügung. Eine darüber hinausgehende steuerliche Beratung oder Stellungnahme ist nicht Bestandteil dieses Programms.

(9) Höhere Gewalt, technische Ausfälle. Vesty haftet nicht für vorübergehende Nicht-Erreichbarkeit, Verzögerungen oder Ausfälle des Empfehlungsprogramms aufgrund höherer Gewalt, behördlicher Anordnungen, Ausfälle von Drittanbieter-Diensten oder unverschuldeter technischer Störungen. Belohnungs-Wartezeiten verlängern sich in solchen Fällen entsprechend. § 10 Abs. 1 und 2 bleiben unberührt.

(10) Founding Members.

Aufnahme. Founding Member wird, wer sich registriert, solange Founding-Member-Plätze frei sind. Es gibt 500 Plätze. Die ersten 460 werden in der Reihenfolge der Registrierung vergeben; sind sie vergeben, stehen die letzten 40 nur Personen offen, die sich über einen persönlichen Einladungslink registrieren. Außerdem erhält den Status, wer den Founding-Ambassador-Reward nach Absatz 11 erreicht. Über die Voraussetzungen nach § 2 hinaus findet dabei keine Prüfung statt. Founding Members erhalten eine fortlaufende Mitgliedsnummer, die im Profil angezeigt wird, solange Plätze frei sind.

Provisionsmodell. Die Provisions-Vergünstigung für Founding Members ist an die Anzahl der Verkäufe gekoppelt, nicht an einen Zeitraum. Sie läuft nicht ab.

(a) Die ersten 20 Verkäufe sind provisionsfrei (0 %). Es gibt hierfür keine Frist — die provisionsfreien Verkäufe verfallen nicht, auch wenn zwischen ihnen längere Zeit liegt.

(b) Ab dem darauf folgenden Verkauf gilt dauerhaft — für die gesamte Dauer des Nutzungsvertrags — ein Satz von 3,5 % statt des regulären Satzes nach § 7 Abs. 2 Buchst. a.

(c) Bestandsschutz. Founding Member, die vor der Umstellung des Programms aufgenommen wurden, zahlen in den ersten zwölf Monaten ab ihrer Aufnahme keine Provision und danach dauerhaft 2,5 %. Für sie gelten die Buchstaben a und b nicht; ihre Zusage bleibt unverändert bestehen.

(d) Der zuvor angekündigte, zeitlich gestaffelte Rabatt (erstes Jahr provisionsfrei, zweites Jahr halber Satz) wurde durch das Modell nach den Buchstaben a bis c ersetzt. Mitglieder, die unter der früheren Zusage aufgenommen wurden, werden dadurch nicht schlechter gestellt: für sie gilt Buchstabe c.

(e) Das Founding-Member-Badge bleibt dauerhaft auf dem Profil sichtbar — auch nachdem die provisionsfreien Verkäufe aufgebraucht sind — als Anerkennung der frühen Mitgliedschaft.

(f) Der Wechsel vom provisionsfreien Kontingent zum Satz nach Buchstabe b erfolgt automatisch; eine Aktion der/des Founding Members ist nicht erforderlich. Der jeweils angewendete Satz wird vor dem Einstellen eines Artikels in der Preisvorschau und nach jedem Verkauf in der Abrechnung ausgewiesen.

(g) Keine Erhöhung. Die Sätze nach den Buchstaben a bis c erhöhen wir für die gesamte Dauer deines Nutzungsvertrags nicht, auch nicht durch eine Änderung dieser AGB nach § 12. Eine ordentliche Kündigung nach § 11 Abs. 2 sprechen wir nicht aus, um diese Konditionen zu beenden.

(h) Boosts. Founding Members erhalten bei der Aufnahme 5 Boost-Gutschriften und danach jeweils nach 30 Tagen erneut 5 (§ 5b Abs. 5).

(i) Ende des Status. Der Founding-Member-Status endet nur (i) mit dem Ende des Nutzungsvertrags, etwa durch die Löschung deines Kontos, einen Widerruf des Nutzungsvertrags oder eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB), (ii) wenn er durch einen Verstoß nach Absatz 6 erlangt wurde, oder (iii) wenn wir den Betrieb der Plattform insgesamt einstellen; dann enden die Nutzungsverträge aller Nutzer:innen gleichermaßen. Eine vorübergehende Einschränkung oder Sperrung nach § 11 Abs. 3 beendet ihn nicht. Eine Übertragung des Status auf andere Personen oder Konten ist ausgeschlossen; einen in Geld bezifferten Wert hat er nicht.

(11) Founding-Ambassador-Reward (Empfehlungsstufe 25). Wer 25 erfolgreiche Empfehlungen erreicht, erhält den Founding-Ambassador-Reward: (a) den Founding-Member-Status zu den Konditionen nach Absatz 10, sofern noch nicht vorhanden — auch dann, wenn alle Founding-Member-Plätze vergeben sind; eine Mitgliedsnummer gibt es in diesem Fall nur, solange Plätze frei sind; (b) wer bereits Founding Member ist, erhält stattdessen 12 Monate lang mit jeder Founding-Boost-Gutschrift nach Absatz 10 Buchst. h zusätzlich 5 Boost-Gutschriften; (c) in beiden Fällen das dauerhafte Abzeichen „Founding Ambassador". Dieselbe Empfehlung löst den Reward nur einmal aus. Der Anspruch entsteht nach Absatz 1 Satz 2.

(12) Anpassung des regulären Provisionssatzes. Eine Senkung des regulären Provisionssatzes (§ 7 Abs. 2 Buchst. a) können wir jederzeit vornehmen. Eine Erhöhung richtet sich ausschließlich nach § 12 Abs. 5. Die Founding-Member-Konditionen nach Absatz 10 sind davon nicht betroffen: die provisionsfreien Verkäufe nach Buchstabe a, der Satz nach Buchstabe b und der Bestandsschutz-Satz nach Buchstabe c sind feste Zusagen und ändern sich durch eine Anpassung des regulären Satzes nicht.

(13) Verjährung, Textform. Etwaige Ansprüche aus dem Empfehlungsprogramm verjähren nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 195, 199 BGB). Mitteilungen und Reklamationen zum Programm kannst du in Textform an legal@vesty-shop.com richten; gegen Maßnahmen nach Absatz 6 steht dir außerdem die Beschwerde nach § 11 Abs. 5 offen.

(14) Direkter Kontakt für Founding Members. Founding Members können uns in der App oder auf der Website über ein eigenes Kontaktformular schreiben, etwa mit Ideen, Verbesserungsvorschlägen oder Problemen bei der Nutzung der Plattform. Diese Nachrichten bearbeiten wir vorrangig vor anderen Kontaktanfragen und beantworten sie so schnell wie möglich; eine bestimmte Antwortzeit sagen wir nicht zu. Der Vorrang betrifft nur die Reihenfolge, in der wir Kontaktanfragen beantworten, nicht ihr Ergebnis. Meldungen (§ 4a und nach dem Digital Services Act), Streitfälle (§ 9), Beschwerden (§ 11 Abs. 5) und Maßnahmen nach § 11 laufen nicht über dieses Formular; sie bearbeiten und entscheiden wir für Founding Members nach denselben Regeln und in derselben Reihenfolge wie für alle anderen Nutzer:innen. Der direkte Kontakt ist eine freiwillige zusätzliche Leistung und gehört nicht zu den Founding-Member-Konditionen nach Absatz 10. Wir können ihn mit Wirkung für die Zukunft ändern oder einstellen und kündigen das vorher in der App an.

§ 12 Änderungen dieser AGB

(1) Wann wir Änderungen anbieten. Wir können dir Änderungen dieser AGB anbieten, wenn dies zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage oder höchstrichterliche Rechtsprechung, zur Beseitigung einer Regelungslücke, wegen einer Änderung unseres Leistungsangebots oder aus einem anderen sachlichen Grund erforderlich ist. Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung zu deinem Nachteil verschieben oder die den Vertragscharakter verändern, nehmen wir auf diesem Weg nicht vor; einzige Ausnahme ist eine Erhöhung der Provision nach Absatz 5.

(2) Ankündigung. Wir kündigen jede Änderung mindestens 15 Tage vor dem geplanten Wirksamwerden per E-Mail an und stellen dir dabei den geänderten Text sowie eine verständliche Zusammenfassung der Änderungen zur Verfügung; das ist die Mindestfrist aus Art. 3 Abs. 2 der Verordnung (EU) 2019/1150. Verlangt eine Änderung von gewerblichen Nutzer:innen technische oder geschäftliche Anpassungen, für die 15 Tage nicht reichen, setzen wir eine angemessen längere Frist. Ohne Frist kann eine Änderung wirksam werden, wenn uns ein Gesetz, ein Gericht oder eine Behörde dazu verpflichtet, die AGB in einer Weise zu ändern, die die Frist nicht zulässt, oder wenn wir einer unvorhergesehenen und unmittelbar drohenden Gefahr begegnen müssen, um die Plattform, ihre Nutzer:innen oder Verbraucher:innen vor Betrug, Schadsoftware, Spam, Verletzungen des Datenschutzes oder anderen Risiken für die Sicherheit zu schützen (Art. 3 Abs. 4 der Verordnung (EU) 2019/1150); auch dann teilen wir dir die Änderung unverzüglich per E-Mail mit. Absatz 3 bleibt unberührt. Für eine Erhöhung der Provision gilt Absatz 5.

(3) Keine Zustimmung durch Schweigen. Deine Zustimmung gilt nicht als erteilt, wenn du schweigst. Die geänderten AGB werden für dich erst wirksam, wenn du ihnen ausdrücklich zustimmst — in der App oder auf der Website, an der dafür vorgesehenen Stelle. Bis dahin gilt für dich die bisherige Fassung weiter.

(4) Wenn du nicht zustimmst. Stimmst du nicht zu, kannst du den Nutzungsvertrag jederzeit kostenlos und fristlos kündigen, indem du dein Konto löschst; bereits laufende Bestellungen werden nach der bisherigen Fassung abgewickelt. Wir können den Nutzungsvertrag in diesem Fall nach § 11 Abs. 2 ordentlich kündigen, nicht aber, um Founding-Member-Konditionen zu beenden (§ 11a Abs. 10 Buchst. g). Eine Nutzung der Plattform, die eine Zustimmung voraussetzt, ist ohne Zustimmung nicht möglich.

(5) Provision. Eine Erhöhung des regulären Provisionssatzes (§ 7 Abs. 2 Buchst. a) kündigen wir mindestens sechs Wochen vorher per E-Mail an. Für dich wird sie nur wirksam, wenn du ihr nach Absatz 3 ausdrücklich zustimmst, und sie gilt nur für Verkäufe, die danach abgeschlossen werden. Eine Senkung können wir jederzeit vornehmen. Die Founding-Member-Konditionen erhöhen wir nicht (§ 11a Abs. 10 Buchst. g).

(6) Keine Änderung dieser AGB sind Anpassungen der Entgelte, die für jede einzelne Bestellung vor deren Abschluss in der Kasse angezeigt werden und nur für diese Bestellung gelten — der Versandkosten einschließlich der Servicegebühr (§ 7 Abs. 3) und der Käuferschutz-Gebühr (§ 7 Abs. 1) —, sowie Anpassungen der angebotenen Zahlungsarten (§ 6a) und Versanddienstleister (§ 8 Abs. 1).

(7) Frühere Fassungen. Die jeweils aktuelle Fassung findest du auf dieser Seite, mit dem Datum, ab dem sie gilt. Die Fassung, der du zugestimmt hast, und jede frühere Fassung senden wir dir auf Anfrage an legal@vesty-shop.com kostenlos in Textform zu.

(8) Reihenfolge der Angebote. Ändern wir die Hauptparameter der Reihenfolge nach § 5b oder ihre relative Gewichtung, passen wir § 5b und den Hilfeartikel Wie sortiert Vesty die Startseite? an und kündigen die Änderung gewerblichen Nutzer:innen mindestens 15 Tage vorher an (Art. 3 Abs. 2 der Verordnung (EU) 2019/1150).

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Rechtswahl. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Hast du deinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraums, gilt diese Rechtswahl nur, soweit dir dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der dir durch zwingende Bestimmungen des Rechts deines Aufenthaltsstaates gewährt wird (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-Verordnung).

(2) Gerichtsstand. Für Verbraucher:innen gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag unser Geschäftssitz.

(3) Verbraucherschlichtung (§ 36 VSBG). Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Diese Angabe machen wir auch an dieser Stelle, weil § 36 Abs. 2 Satz 2 VSBG verlangt, dass sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen selbst erscheint. Unsere internen Wege zur Streitbeilegung stehen dir unabhängig davon offen: das Streitfall-Verfahren nach § 9 für Bestellungen mit Käuferschutz, das Beschwerdeverfahren nach § 11 Abs. 5 und die Stellen nach Art. 21 DSA.

(4) Salvatorische Klausel. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.