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Vesty
Archivierte Fassung – nicht mehr aktuellSie gilt für Verträge, die unter dieser Fassung geschlossen wurden (gültig ab 31.10.2026 bis 4.11.2026). Werte, die wir aus unseren Einstellungen einsetzen, etwa Gebühren, Fristen und Kontaktdaten, sind mit dem heutigen Stand dargestellt; maßgeblich ist der Wert, der bei Vertragsschluss galt. Zur aktuellen Fassung

Käuferschutz

Fassung 2026-10-31-v8

Der Käuferschutz ist bei uns optional — du entscheidest, nie wir. Beim Bezahlen ist kein Häkchen vorausgewählt. Du siehst vorher genau, was er kostet, und kaufst ohne ihn, wenn du ihn nicht möchtest. Diese Seite ist nach § 6 der AGB Bestandteil der AGB; was hier steht, gilt verbindlich.

Was er dir bringt: den Streitfall über Vesty. Nur mit Käuferschutz kannst du bei einem Problem einen Streitfall eröffnen, den wir prüfen und entscheiden (Abschnitte 2, 4 bis 5b; § 9 AGB). Ohne Käuferschutz gibt es dieses Verfahren nicht — weder für dich noch für die verkaufende Person. Hast du einer AGB-Fassung zugestimmt, die vor dem 29. September 2026 galt, bleibt es für dich bei der damaligen Regel: Dann kannst du einen Streitfall auch ohne Käuferschutz eröffnen. Deine gesetzlichen Rechte gegenüber der verkaufenden Person bleiben in jedem Fall unberührt (Abschnitt 5). Der Käuferschutz ist keine Garantie und keine Versicherung: Er gibt dir ein Prüfverfahren mit einer begründeten Entscheidung, keine Zusage, dass jeder Fall zu deinen Gunsten ausgeht. Wie dein Geld abgebucht und an die verkaufende Person ausgezahlt wird (Abschnitte 1 und 3), gilt für jeden Kauf, mit oder ohne Käuferschutz.

1. Wann dein Geld abgebucht wird

Beim Kauf wird der Betrag auf deinem Zahlungsmittel zunächst nur reserviert, nicht abgebucht. Die Zahlung wickelt unser Zahlungsdienstleister Stripe ab.

Abgebucht wird erst, sobald der Versanddienstleister die Sendung übernimmt — bei Selbstabholung: wenn die Übergabe gemeldet wird. Passiert innerhalb von sechs Tagen keines von beidem, stornieren wir die Bestellung, und dir wird nichts berechnet.

Der Kaufpreis wird an die verkaufende Person erst ausgezahlt, wenn der Kauf abgeschlossen ist (Abschnitt 3) — nicht schon in dem Moment, in dem er bei dir abgebucht wird. Wird bis dahin zu deinen Gunsten erstattet, erstatten wir aus dieser noch nicht ausgezahlten Zahlung.

2. Zustellung & Prüfung — deine Frist

Sobald der Verkäufer den Artikel verschickt hat, erhältst du eine Trackingnummer.

Ab der Zustellung hast du 3 Tage, um einen Streitfall zu eröffnen, wenn mit dem Kauf etwas nicht stimmt. Maßgeblich ist die Zustellmeldung des Versanddienstleisters. Bei Selbstabholung beginnt die Frist mit der Übergabebestätigung. Meldet der Versanddienstleister keine Zustellung, rechnen wir stattdessen ab dem Versand zuzüglich 10 Tagen Transportzeit — die Frist endet also nie, bevor das Paket realistisch bei dir sein kann. Das genaue Fristende siehst du bei der Bestellung in deinem Konto. Dieselbe Regel steht in § 9 Abs. 1 AGB.

Wenn alles in Ordnung ist, bestätige den Erhalt in der App oder auf der Website.

3. Abschluss und Auszahlung

Sobald du den Erhalt bestätigst, wird der Kauf abgeschlossen und der Betrag abzüglich der Plattformprovision dem Verkäufer zur Auszahlung freigegeben.

Bestätigst du nicht, schließen wir den Kauf 3 Tage nach der Zustellung automatisch ab — das ist derselbe Zeitpunkt, an dem deine Frist aus Abschnitt 2 endet. Das ist kein Zufall: Mit dem Abschluss wird das Geld freigegeben, und einen Streitfall zu einem bereits freigegebenen Betrag könnten wir nicht mehr durchführen. Deshalb gibt es keinen Zeitraum, in dem dir diese Seite ein Recht nennt, das du nicht mehr ausüben kannst.

Ein offener Streitfall verhindert den automatischen Abschluss. Solange dein Fall läuft, wird nichts ausgezahlt — auch wenn die Frist in der Zwischenzeit abläuft. Eröffne den Streitfall also innerhalb der Frist aus Abschnitt 2; alles Weitere ruht, bis der Fall entschieden ist.

4. Was wird abgedeckt?

  • Artikel kommt nicht an (bei Selbstabholung: die Übergabe wurde bestätigt, der Artikel aber nicht übergeben)
  • Artikel weicht erheblich von der Beschreibung ab
  • Artikel ist eine Fälschung
  • Artikel ist beim Versand erheblich beschädigt worden (Fotos von Verpackung und Schaden im Streitfall hochladen)

5. Was wird nicht abgedeckt?

  • Käufer-Reue („Mir gefällt es nicht")
  • Falsche Größe, wenn die Größe in der Anzeige korrekt angegeben war
  • Ware außerhalb der Plattform gekauft oder außerhalb der Plattform bezahlt
  • Schäden, die nach Erhalt entstehen
  • Streitfälle, die nach Ablauf der Frist aus Abschnitt 2 eröffnet werden
  • Eine Sendung, die du nicht abholst, obwohl sie in einem Paketshop, einer Filiale oder an einer Packstation für dich bereitlag. Dafür gilt § 9 Abs. 1b der AGB: Geht sie deshalb an die verkaufende Person zurück, erhältst du den Kaufpreis abzüglich der Rücksendekosten und die Gebühr für den Käuferschutz zurück, die Versandkosten nicht. Wir erinnern dich vorher mehrfach an die Abholung.

Deine gesetzlichen Rechte gegenüber dem Verkäufer — bei gewerblichen Verkäufern insbesondere Gewährleistung und Widerrufsrecht — bestehen unabhängig davon und unterliegen nur den gesetzlichen Fristen (§ 9 Abs. 4 AGB).

5a. Einigung statt Rücksendung

Solange dein Streitfall läuft, kann die verkaufende Person dir anbieten, einen Teil des Kaufpreises zu erstatten, während der Artikel bei dir bleibt. Bei einem Fleck, einer fehlenden Angabe oder einer Kleinigkeit ist das für beide Seiten oft besser als eine Rücksendung.

Du entscheidest frei. Lehnst du ab oder lässt du das Angebot verfallen, läuft dein Streitfall völlig unverändert weiter und wird ganz normal entschieden — eine Ablehnung bringt dir keinen Nachteil. Das Angebot gilt 48 Stunden, und die verkaufende Person kann höchstens zwei Angebote machen.

Vesty schlägt keinen Betrag vor und ist an der Einigung nicht beteiligt. Wir zahlen den vereinbarten Betrag auf dein ursprüngliches Zahlungsmittel zurück und schließen den Kauf ab. Nimmst du an, ist der Streitfall damit beendet.

5b. Rücksendung auf Kosten der verkaufenden Person

Die verkaufende Person kann stattdessen eine Rücksendung annehmen. Sie bezahlt dafür das Rücksendeetikett — für dich ist die Rücksendung kostenlos. Du erhältst das Etikett in der App und hast sieben Tage Zeit, das Paket abzugeben. Sobald der Versanddienstleister es übernommen hat, bekommst du den vollen Betrag zurück, und der Streitfall ist beendet.

Du kannst die Rücksendung auch ablehnen. Dann läuft der Streitfall weiter — eine volle Erstattung, bei der du den Artikel behältst, ist dann aber ausgeschlossen, weil die verkaufende Person dir die volle Erstattung gegen Rückgabe bereits angeboten und bezahlt hat. Dasselbe gilt, wenn du das Paket nicht rechtzeitig abgibst.

6. Streitfall eröffnen — so läuft das Verfahren

In der App unter Profil → „Bestellungen & Zahlungen" → „Bestellungen" → „Meine Käufe" oder auf der Website unter Mein Konto → „Käufe" kannst du bei einem Problem einen Streitfall eröffnen. Du wählst den Grund, beschreibst, was passiert ist, und lädst bis zu 10 Fotos oder Dokumente als Nachweis hoch. Schreib von Anfang an so genau wie möglich — deine Beschreibung und deine Nachweise sind die Grundlage der Entscheidung.

Beide Seiten werden gehört. Der Verkäufer erhält deine Beschreibung und hat fünf Tage Zeit, Stellung zu nehmen und eigene Nachweise vorzulegen (etwa Fotos vor dem Versand oder die Einlieferungsquittung). Äußert er sich nicht, entscheiden wir nach Aktenlage. Ein Hin und Her zwischen Käufer und Verkäufer über das Formular findet nicht statt; das ist Absicht, damit der Fall an den Nachweisen entschieden wird und nicht an der Ausdauer.

Wir prüfen neutral und entscheiden in der Regel innerhalb von 5 Werktagen nach Ablauf der Stellungnahmefrist. Beide Seiten erhalten die Entscheidung mit Begründung. Wird zu deinen Gunsten entschieden, erstatten wir den vollen Betrag auf dein ursprüngliches Zahlungsmittel, und der Artikel bleibt bei dir — eine Rücksendung findet nur statt, wenn die verkaufende Person sie angenommen hat (Abschnitt 5b, Retouren). Die Erstattung erfolgt aus der Zahlung, die noch nicht an die verkaufende Person ausgezahlt wurde; deshalb ruht die Auszahlung, solange der Streitfall offen ist.

7. Gebühr — nur wenn du ihn wählst

Der Käuferschutz kostet 0,50 € + 5 % vom Artikelpreis, höchstens 10 % des Artikelpreises und mindestens 0,25 € (inkl. USt); bei einem Paket aus mehreren Artikeln vom Gesamtbetrag der Artikel nach Abzug des Paketrabatts, einmal je Bestellung. Der Betrag wird dir beim Kauf angezeigt, bevor du bezahlst. Bei deinem ersten Kauf über Vesty, solange noch keine Bestellung von dir bezahlt wurde, kostet der Käuferschutz nichts; du wählst ihn auch dann selbst. Hat die verkaufende Person den Käuferschutz übernommen („Käuferschutz inklusive"), ist er bei deinem Kauf enthalten, ohne dass du ihn wählst oder bezahlst; bei einem Paket nur, wenn alle Artikel ihn tragen. Hast du ohne Käuferschutz bestellt, kannst du ihn nachträglich hinzubuchen, solange das Paket noch nicht versendet ist (bei der Bestellung: „Käuferschutz nachträglich hinzufügen"). Die Gebühr zahlst du dann gesondert; wird die Bestellung storniert oder der Kaufpreis vollständig erstattet, erstatten wir sie dir zurück. Wählst du ihn nicht, entstehen dir keine Zusatzkosten: du zahlst dann nur den Artikelpreis und den Versand. Wird ein Streitfall zu deinen Gunsten entschieden oder die Bestellung storniert, erhältst du die Gebühr zurück; bei einer Einigung über eine Teilerstattung (Abschnitt 5a) bleibt sie bestehen, weil die Leistung erbracht wurde (§ 9 Abs. 7 AGB).

Der Käuferschutz ist ein Vertrag mit uns, den du als Verbraucher:in widerrufen kannst. Wie das geht und wann das Widerrufsrecht vorzeitig erlischt, steht in der Widerrufsbelehrung für Leistungen von Vesty. Nach einem Widerruf gibt es für diese Bestellung keinen Streitfall über Vesty mehr.