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Second-Hand-Plattformen im Vergleich 2026: Gebühren, Auszahlung und welches Modell zu dir passt

Vesty··13 Min. Lesezeit

In eigener Sache: Wir betreiben Vesty, eine der Plattformen in diesem Vergleich. Zum Angebot ↓

Eine Person schaut eine Kleiderstange mit bunten Blusen und Kleidern durch
Eine Person schaut eine Kleiderstange mit bunten Blusen und Kleidern durch

Ein Schrank voller Kleidung, die nicht mehr passt, und mindestens sieben Plattformen, die sie dir abnehmen wollen. Sie funktionieren aber sehr unterschiedlich: Bei manchen verkaufst du selbst und behältst den ganzen Preis, bei anderen schickst du einen Sack ein und bekommst einen Bruchteil, dafür ohne Arbeit. Dieser Vergleich zeigt dir, was bei welchem Modell übrig bleibt, wer welche Gebühr zahlt und welcher Weg zu deinem Artikel passt.

Alle Angaben zu anderen Plattformen stammen von deren eigenen Gebühren- und Hilfeseiten (Quellen unter dem Artikel), die wir jeden Monat prüfen. Wir betreiben selbst eine der Plattformen, Vesty. Wo sie vorkommt, steht das dabei, auch dort, wo andere besser passen.

Kurz gesagt

  • Es gibt fünf Modelle: selbst verkaufen mit Versand, lokal verkaufen mit Abholung, verkaufen lassen (Kommission), Ankauf zum Festpreis und Premium mit Echtheitsprüfung.
  • Am meisten bleibt, wenn du selbst verkaufst. Bei Vinted, Kleinanzeigen und eBay (privat, innerhalb Deutschlands) zahlen Verkäufer:innen keine Verkaufsprovision.
  • Am wenigsten Arbeit hast du mit Ankauf oder Kommission. momox fashion nennt dir sofort einen Festpreis, Sellpy verkauft für dich und zahlt dir 40 % vom Preis bis 50 €.
  • Für teure Designerstücke prüft Vestiaire Collective die Echtheit, für 17 % + 3 % Gebühr ab 75 € (darunter 15 € fest).
  • Auch Käufer:innen zahlen unterschiedlich: bei Vinted eine verpflichtende Gebühr, bei Kleinanzeigen und Vesty nur, wenn sie den Käuferschutz wählen, bei eBay nichts.
0 %Verkaufsprovision bei Vinted, Kleinanzeigen und eBay (privat, in Deutschland)
40 %vom Preis bis 50 € bekommst du, wenn Sellpy für dich verkauft
15 €Gebühr bei Vestiaire Collective für jedes Teil unter 75 €

Die fünf Arten von Second-Hand-Plattformen

Direkte Antwort: Second-Hand-Plattformen unterscheiden sich vor allem darin, wer die Arbeit macht. Je mehr du selbst übernimmst (Fotos, Preis, Versand, Fragen beantworten), desto mehr vom Verkaufspreis bleibt bei dir. Je mehr die Plattform übernimmt, desto bequemer wird es und desto weniger bekommst du.

Modell (Beispiele) So funktioniert es Dein Aufwand Was dir bleibt
Selbst verkaufen mit Versand (Vinted, eBay, Vesty) Du fotografierst, legst den Preis fest und verschickst nach dem Kauf hoch der Preis, je nach Plattform abzüglich Provision
Lokal verkaufen (Kleinanzeigen) Anzeige online, Übergabe und Bezahlung meist vor Ort mittel der Preis, den ihr vereinbart
Verkaufen lassen, Kommission (Sellpy) Du schickst eine Tasche ein, die Plattform fotografiert, bepreist und verkauft gering ein Anteil vom Verkaufspreis
Ankauf zum Festpreis (momox fashion) Du siehst vorab einen Preis, schickst ein und wirst nach der Prüfung bezahlt sehr gering der Ankaufspreis, in der Regel weniger als bei einem eigenen Verkauf
Premium mit Echtheitsprüfung (Vestiaire Collective) Die Plattform prüft die Echtheit, bevor das Stück zur kaufenden Person geht mittel der Preis abzüglich einer höheren Gebühr

Gebühren im Überblick: Was zahlen Verkäufer:innen, was Käufer:innen?

Direkte Antwort: Bei Vinted, Kleinanzeigen und eBay zahlen private Verkäufer:innen keine Provision, bei Vesty 5 %. Bei Sellpy bekommst du bis 50 € einen Anteil von 40 % des Preises, Vestiaire Collective nimmt 17 % + 3 % (unter 75 €: 15 € fest). Auf der Käuferseite reicht die Spanne von „nichts“ (eBay) über „optional“ (Kleinanzeigen, Vesty) bis „verpflichtend“ (Vinted).

Plattform Verkäufer:innen zahlen Käufer:innen zahlen Gut zu wissen
Vinted keine Verkaufsgebühr verpflichtende „Vinted-Gebühr“, in der Regel 5 % + 0,70 € Probleme innerhalb von 2 Tagen nach der Lieferung melden
Kleinanzeigen privat kostenlos; Konsumgüter ab der 101. Anzeige in 30 Tagen 1,99 € je Anzeige optional „Sicher bezahlen“: 0,50 € + 4,5 %, nur innerhalb Deutschlands ohne „Sicher bezahlen“ kein Käuferschutz
eBay privat innerhalb Deutschlands keine Verkaufsprovision; Gebühren für Zusatzoptionen, Anzeigen, Auslandsversand nichts, der eBay-Käuferschutz ist kostenlos Auktion oder Festpreis
Vesty (unsere) 5 %, mind. 0,50 € (Founding Members: erste 20 Verkäufe 0 %, danach 3,5 %) optional Käuferschutz: 5 % + 0,50 € Streitfall innerhalb von 3 Tagen nach Zustellung; neu, wenige Angebote
Sellpy Du bekommst 40 % vom Preis bis 50 € und 70 % vom Teil darüber; 1,30 € Anzeigengebühr pro Artikel den Preis, den Sellpy festlegt eingestellt wird nur, was Sellpy auf über 5 € schätzt
momox fashion nichts, du bekommst ein Festpreis-Angebot; 4 €, wenn du abgelehnte Teile zurückhaben willst – nur auswählbare Marken; Prüfung bis zu 10 Werktage
Vestiaire Collective 17 % (75–15.000 €), unter 75 € fest 12 €; plus 3 % Zahlungsabwicklung (unter 75 €: 3 €) Service-Kaufgebühr; Authentifizierung 15 € beim authentifizierten Versand Mindestpreis 16 €

Stand: 05.11.2026, laut den Gebühren- und Hilfeseiten der Anbieter (Quellen unter dem Artikel). Gebühren ändern sich: Wir prüfen die Quellen jeden Monat. Ist dir ein veralteter Wert aufgefallen, schreib uns.

Was bleibt übrig? Drei Rechenbeispiele

Direkte Antwort: Bei einem Teil für 40 € bleiben dir bei Vinted, Kleinanzeigen und eBay 40,00 €, bei Vesty 38,00 €, bei Vestiaire Collective 25,00 € und bei Sellpy 14,70 €. Wie groß der Unterschied ist, hängt stark vom Preis ab: Feste Beträge treffen günstige Teile prozentual am härtesten.

Das bekommst du als Verkäufer:in für ein Teil zu 10, 40 oder 150 €, in Euro (ohne Versand, den zahlt in der Regel die kaufende Person):

Plattform 10 € 40 € 150 €
Vinted 10,00 40,00 150,00
Kleinanzeigen 10,00 40,00 150,00
eBay¹ 10,00 40,00 150,00
Vesty² (unsere) 9,50 38,00 142,50
Vestiaire Collective³ – 25,00 120,00
Sellpy⁴ 2,70 14,70 88,70

¹ privat, innerhalb Deutschlands. ² Founding Members bekommen bei den ersten 20 Verkäufen den vollen Preis. ³ unter 75 € fest 12 € + 3 €, ab 75 € 17 % + 3 %; Artikel unter 16 € nimmt Vestiaire nicht an. ⁴ wenn das Teil zu diesem Preis verkauft wird: 40 % bis 50 €, 70 % vom Teil darüber, abzüglich 1,30 € Anzeigengebühr; den Preis legt Sellpy fest. Bei momox fashion bekommst du den Ankaufspreis, den du vorab im Ankauf siehst.

Das zahlt die kaufende Person für dasselbe Teil, in Euro (ohne Versand):

Plattform 10 € 40 € 150 €
Vinted⁵ 11,20 42,70 158,20
Kleinanzeigen 10,00 40,00 150,00
mit „Sicher bezahlen“ 10,95 42,30 157,25
eBay 10,00 40,00 150,00
Vesty (unsere) 10,00 40,00 150,00
mit Käuferschutz 11,00 42,50 158,00

⁵ bei der üblichen Vinted-Gebühr von 5 % + 0,70 €; laut Vinted hängt die genaue Höhe unter anderem vom Artikel und vom Bestellwert ab. „Sicher bezahlen“ und der Vesty-Käuferschutz sind freiwillig.

Rechne mit deinem eigenen Preis nach:

Gebührenrechner: dein Preis, alle Plattformen

Wähle einen Verkaufspreis. Die Tabelle zeigt, was dir bleibt und was die kaufende Person zahlt, jeweils ohne Versand.

Verkaufspreis
Was bei einem Verkaufspreis von 30,00 € bleibt und was die kaufende Person zahlt
PlattformDu bekommstKäufer:in zahlt
Vinted30,00 €32,20 €*
Vestyunsere28,50 €30,00 €mit Käuferschutz 32,00 €
Kleinanzeigen30,00 €30,00 €mit „Sicher bezahlen“ 31,85 €
eBayprivat, in Deutschland30,00 €30,00 €
Vestiaire Collective15,00 €30,00 € + Service-Kaufgebühr
momox fashionAnkaufAnkaufspreis laut Angebot–

* Vinted-Gebühr laut Vinted „in der Regel 5 % + 0,70 €“; die genaue Höhe hängt unter anderem vom Artikel und vom Bestellwert ab. eBay ohne Zusatzoptionen und Anzeigen. Privatverkauf innerhalb Deutschlands, ohne Versand. Stand der Gebühren: 05.11.2026, Quellen unter dem Artikel.

Welche Plattform passt zu dir? Eine Entscheidungshilfe

Direkte Antwort: Entscheide zuerst, wie viel Zeit du investieren willst, dann, was du verkaufst. Wer Zeit hat, verkauft selbst. Wer einen ganzen Sack auf einmal loswerden will, gibt ab. Wer ein teures Designerstück hat, nimmt eine Plattform mit Echtheitsprüfung.

Deine Situation Passendes Modell Zum Beispiel
Du willst den höchsten Erlös und hast Zeit selbst verkaufen Vinted, eBay, Kleinanzeigen, Vesty
Du hast einen Sack Kleidung und keine Zeit Ankauf oder Kommission momox fashion, Sellpy
Du hast ein Designerstück im höheren dreistelligen Bereich Premium mit Echtheitsprüfung Vestiaire Collective
Du weißt nicht, was dein Stück wert ist Auktion eBay
Du willst nichts verschicken oder es ist sperrig lokal mit Abholung Kleinanzeigen
Du verkaufst viele günstige Teile unter 10 € eine Plattform ohne feste Käufergebühr, Teile bündeln Kleinanzeigen, eBay, Vesty
Dir ist ein wählbarer Käuferschutz und der Betrieb in Deutschland wichtig selbst verkaufen auf einer kleineren deutschen Plattform Vesty (unsere)

Zwei Kanäle sind oft besser als einer. Viele verkaufen die guten Stücke selbst und geben den Rest gesammelt ab. So holst du bei Markenware den vollen Preis und hast den Schrank trotzdem schnell leer.

Selbst verkaufen: Vinted, eBay, Kleinanzeigen und Vesty

Direkte Antwort: Selbst verkaufen lohnt sich ab etwa 10 € pro Teil und für alles, was eine Marke, einen besonderen Schnitt oder Sammlerwert hat. Du entscheidest über Preis, Fotos und Beschreibung, und bei drei der vier Plattformen bleibt dir der ganze Preis.

Vinted: Mode-App mit großer Reichweite

Verkaufen kostet bei Vinted laut Vinted „0 Gebühren“. Die kaufende Person zahlt bei einer Bestellung über „Kaufen“ eine „Vinted-Gebühr“, laut Vinted „in der Regel 5 % + 0,70 €“, die Vinted „eine obligatorische Plattformgebühr“ nennt. Den Versand zahlt ebenfalls die kaufende Person; du bekommst nach dem Verkauf einen vorab bezahlten Versandschein. Probleme muss die kaufende Person innerhalb von 2 Tagen nach der Lieferung melden. Vinted spricht von „Millionen einzigartiger Artikel und Marken“.

Passt für: Alltagsmode, die schnell weg soll.

eBay: Auktion oder Festpreis

Seit dem 1. März 2023 zahlen private Verkäufer:innen bei eBay keine Verkaufsprovision; der Verkauf innerhalb Deutschlands ist kostenlos. Gebühren fallen an, wenn du Zusatzoptionen wählst, Angebote per Anzeige bewirbst oder ins Ausland versendest. Den eBay-Käuferschutz nennt eBay einen „kostenlosen Service“. Das Einstellen dauert etwas länger als in einer Mode-App, weil du Kategorie, Artikelmerkmale und Angebotsformat wählst.

Passt für: Vintage, Sammlerstücke und alles, dessen Wert du nicht kennst. Eine Auktion findet den Preis für dich.

Kleinanzeigen: Inserate für alles

Für Privatleute ist Kleinanzeigen grundsätzlich kostenlos. Wer innerhalb von 30 Tagen mehr als 100 Anzeigen in den Kategorien Konsumgüter, Services und Jobs aufgibt, zahlt ab der 101. Anzeige 1,99 € je Anzeige. Bezahlt wird zum Beispiel bar bei Abholung oder über „Sicher bezahlen“, das für Verkäufer:innen kostenlos ist. Mehr dazu weiter unten.

Passt für: Abholung vor Ort, Sperriges, Dinge jenseits von Mode.

Vesty: unsere Plattform

Das ist unsere Plattform. Lies diesen Abschnitt bitte entsprechend kritisch.

Einstellen kostet nichts, pro Verkauf zahlst du 5 % Provision, mindestens 0,50 €. Founding Members (eine begrenzte Zahl früher Konten, Bedingungen) zahlen für die ersten 20 Verkäufe nichts, danach 3,5 %. Den Käuferschutz (5 % + 0,50 €) wählt die kaufende Person bei jedem Kauf selbst, vorausgewählt ist nichts. Mit Käuferschutz kann sie innerhalb von 3 Tagen nach Zustellung einen Streitfall eröffnen. Das Versandetikett für DHL, DPD oder UPS erstellen wir nach der Zahlung und schicken es dir per E-Mail. Mehrere Teile derselben verkaufenden Person lassen sich als Paket mit einem Versand kaufen.

Ehrlich gesagt: Vesty ist 2026 gestartet und noch klein. Es gibt deutlich weniger Käufer:innen als bei den Großen, als Verkäufer:in zahlst du mehr als bei Vinted, Kleinanzeigen oder eBay, eine Echtheitsprüfung bieten wir nicht an, und wir liefern nur innerhalb Deutschlands.

Passt für: alle, denen ein wählbarer Käuferschutz und der Betrieb in Deutschland wichtiger sind als die größte Reichweite.

Ausführlicher, mit Kinderkleidung und Kaufen: Vinted-Alternativen in Deutschland im Vergleich.

Abgeben statt selbst verkaufen: Ankauf und Kommission

Direkte Antwort: Beim Ankauf (momox fashion) kauft die Plattform dir die Kleidung zu einem festen Preis ab, du weißt vorher, was du bekommst. Bei der Kommission (Sellpy) verkauft die Plattform die Kleidung für dich, und du bekommst einen Anteil vom Verkaufspreis, sobald ein Teil verkauft ist. Beides spart dir Fotos, Inserate und Versand an einzelne Käufer:innen.

Ankauf: momox fashion

  • Du wählst Geschlecht, Kategorie und Marke und siehst sofort den Ankaufspreis
  • Kostenloser Versand mit DHL-Etikett (bis 31,5 kg, versichert bis 500 € Warenwert)
  • Prüfung nach dem Eingang: bis zu 10 Werktage
  • Abgelehnte Teile zurück: 4 € einmalig pro Verkauf
  • Nur Marken und Artikel, die im Ankauf auswählbar sind

Kommission: Sellpy

  • Du packst eine Sellpy-Tasche und schickst sie ein
  • Sellpy fotografiert, bepreist, verkauft und verschickt
  • Dein Anteil: 40 % vom Preis bis 50 €, 70 % vom Teil darüber
  • Pro Artikel, den Sellpy zu verkaufen versucht, 1,30 € Anzeigengebühr
  • Auszahlung aufs Bankkonto, in Sellpy-Credits oder als Spende

Was heißt das in Euro? Wird ein Teil bei Sellpy für 20 € verkauft, ist dein Anteil 8,00 €, nach der Anzeigengebühr bleiben 6,70 €. Bei 100 € sind es 20 € (40 % von 50 €) plus 35 € (70 % von 50 €), also 55,00 € Anteil und 53,70 € nach der Gebühr. Wichtig: Laut Sellpy wird die Anzeigengebühr „für jeden Artikel, den wir zu verkaufen versuchen“ erhoben, also auch für eingestellte Teile, die keinen Käufer finden. Eingestellt werden alle Artikel, die Sellpy auf über 5 € Verkaufspreis schätzt; für Artikel, die nicht eingestellt werden, fällt keine Anzeigengebühr an.

Bei momox fashion berechnet sich der Preis laut momox aus Angebot und Nachfrage, den Kosten für Versand, Prüfung und Lagerung sowie einem Risikoabschlag. Du bekommst deshalb in der Regel weniger als bei einem eigenen Verkauf, dafür sofort einen festen Betrag ohne Wartezeit auf eine kaufende Person.

Faustregel: Teile, die du einzeln für mehr als 15–20 € verkaufen könntest, lohnen sich meist selbst. Für die vielen Basics darunter sind Ankauf oder Kommission oft die realistischere Wahl, weil dir sonst Fotos und Versand mehr Zeit kosten als sie einbringen.

Mehrere prall gefüllte, durchsichtige Säcke mit gebrauchter Kleidung und drei weiße Säcke stehen auf dem Boden eines Lagerraums.
Ganze Säcke statt einzelner Anzeigen: Bei Ankauf und Kommission sortiert und verkauft die Plattform, dafür bleibt dir weniger.Foto: MAKY.OREL, CC0 (Quelle), zugeschnitten und verkleinert

Designermode: Plattformen mit Echtheitsprüfung

Direkte Antwort: Für teure Designerstücke erwarten viele Käufer:innen einen Echtheitsnachweis. Vestiaire Collective bietet dafür eine physische Authentifizierung an: Beim authentifizierten Versand zahlt die kaufende Person laut Vestiaire eine Authentifizierungsgebühr von 15 €, ohne Direktversand ist die Prüfung in der Service-Kaufgebühr enthalten. Die Verkaufsgebühren sind höher als bei den anderen Plattformen hier.

So rechnet Vestiaire Collective (Stand 05.11.2026):

  • 17 % Verkaufsgebühr bei Preisen zwischen 75 € und 15.000 €,
  • fest 12 € unter 75 €, fest 2.500 € über 15.000 €,
  • dazu 3 % Zahlungsabwicklung (unter 75 €: 3 €),
  • Artikel unter 16 € werden nicht angenommen.

Beispiel 500-€-Tasche: 85 € Verkaufsgebühr + 15 € Zahlungsabwicklung = 100 € Gebühren, dir bleiben 400 €. Bei einem 50-€-Teil gehen 15 € an die Plattform, also 30 %. Käufer:innen zahlen zusätzlich eine Service-Kaufgebühr.

Die Alternative bei Vinted: Für ausgewählte Designerartikel bietet Vinted eine Artikelverifizierung an. Sie ist für Käufer:innen freiwillig und kostet sie 10 €, für Verkäufer:innen ist sie kostenlos.

Woran du selbst erkennst, ob ein Teil echt ist, und was du als Verkäufer:in belegen solltest: Designerkleidung auf Echtheit prüfen.

Eine Hand hält einen dunkelroten Lederpumps mit Blockabsatz, im Hintergrund unscharf ein aufgeklappter Laptop.
Bei teuren Stücken zählt der Nachweis: Plattformen mit Echtheitsprüfung nehmen dafür höhere Gebühren.Foto: Nenad Stojković (Shixart1985), CC BY 2.0 (Quelle), zugeschnitten und verkleinert

Lokal verkaufen: Abholung statt Versand

Direkte Antwort: Wer nichts verschicken will, verkauft an Leute in der Nähe. Das spart Verpackung und Versandkosten und funktioniert auch für Möbel, Kinderwagen oder ganze Kisten. Der Klassiker ist Kleinanzeigen.

Bei Kleinanzeigen vereinbart ihr Preis und Übergabe meist direkt. Wer verschicken will, kann „Sicher bezahlen“ nutzen: Die kaufende Person zahlt 0,50 € + 4,5 % des Kaufpreises, das Geld wird verwahrt, bis der Erhalt bestätigt ist, und spätestens nach 14 Tagen automatisch an dich ausgezahlt. Die Versandetiketten für DHL oder Hermes rufst du in der App ab. Der Käuferschutz gilt nur innerhalb Deutschlands; normale Gebrauchsspuren sind laut Kleinanzeigen davon ausgenommen.

Weitere Portale für den lokalen Verkauf, etwa Quoka, markt.de oder Shpock, vergleichen wir in Kleinanzeigen-Alternativen. Und wer lieber ganz offline verkauft: Flohmarkt: Tipps, Standgebühren und Ablauf.

Bei einem privaten Hofverkauf liegen Kleidung, Jacken und Spielzeug auf Tischen und einer Decke im Gras vor einem Backsteinhaus.
Abholung statt Versand: Wer lokal verkauft, spart Verpackung und Porto und kann auch Sperriges loswerden.Foto: Ildar Sagdejev (Specious), CC BY-SA 4.0 (Quelle), zugeschnitten und verkleinert

Bei Barzahlung vor Ort: Lass dir das Geld vor der Übergabe geben und zähl es nach. Verschickst du, dann nur nach Zahlung über die Plattform, nie gegen einen Link, den dir jemand im Chat schickt. Mehr dazu: Online sicher verkaufen.

Die passende Plattform nach Artikel

Direkte Antwort: Nicht jede Plattform nimmt alles, und nicht jedes Modell passt zu jedem Artikel. Mode ist überall gefragt, Bücher und Sammlerstücke haben eigene Wege, Sperriges geht fast nur lokal.

Artikel Passende Wege Mehr dazu
Alltagsmode selbst verkaufen; größere Mengen an Ankauf oder Kommission Gebrauchte Kleidung verkaufen
Kinderkleidung nach Größe gebündelt selbst verkaufen oder lokal als Kiste Kinderkleidung verkaufen
Bücher Ankauf per ISBN oder selbst verkaufen, auch ohne ISBN Bücher verkaufen: Anbieter im Vergleich
Designermode Plattform mit Echtheitsprüfung oder selbst mit Belegen Echtheit prüfen
Möbel und Sperriges lokal mit Abholung Kleinanzeigen-Alternativen
Sammlerstücke (Münzen, Briefmarken, LEGO, Sammelkarten) Auktion oder selbst verkaufen mit genauer Beschreibung Münzen, Briefmarken, LEGO, Pokémon-Karten

Second Hand kaufen: Was zahlst du als Käufer:in?

Direkte Antwort: Zum Artikelpreis kommen der Versand und je nach Plattform eine Gebühr. Verpflichtend ist sie bei Vinted (in der Regel 5 % + 0,70 €), freiwillig bei Kleinanzeigen („Sicher bezahlen“, 0,50 € + 4,5 %) und Vesty (Käuferschutz, 5 % + 0,50 €). Bei eBay ist der Käuferschutz kostenlos; bei Vestiaire Collective kommt eine Service-Kaufgebühr dazu.

Am stärksten fällt das bei günstigen Teilen ins Gewicht: Bei einem 5-€-Artikel beträgt die Vinted-Gebühr in der Regel 0,95 €. Wer viele kleine Teile kauft, spart, wenn er mehrere Teile derselben Person zusammen bestellt und den Versand nur einmal zahlt.

Egal wo: Bezahl nur über die Plattform und schreib nur dort. Wer dich auf einen Messenger, eine Überweisung oder einen Bezahl-Link außerhalb der Plattform lotsen will, verliert damit für dich jeden Schutz.

So holst du auf jeder Plattform mehr heraus

  • Waschen, entfusseln, bügeln: Gepflegte Teile verkaufen sich schneller und besser
  • Fünf bis acht Fotos bei Tageslicht: vorne, hinten, Etikett, Details und jeden Mangel
  • Ein Titel mit Marke, Art, Farbe und Größe, nicht „schönes Kleid“
  • Maße angeben (Brustweite, Länge), weil Größen je nach Marke unterschiedlich ausfallen
  • Mängel ehrlich nennen und einen Gewährleistungsausschluss in die Beschreibung setzen: Mustertext
  • Basics als Paket bündeln, etwa „5 T-Shirts Größe M“, statt einzeln für 3 € anzubieten
  • Auf mehreren Plattformen gleichzeitig anbieten und ein verkauftes Teil sofort überall deaktivieren
  • Mit Sendungsverfolgung verschicken und den Einlieferungsbeleg aufheben: Versand-Vergleich 2026
  • An die Meldegrenze denken: Ab 30 Verkäufen oder 2.000 € im Jahr melden Plattformen an das Finanzamt, was das heißt

FAQ – häufige Fragen zu Second-Hand-Plattformen

Welche Second-Hand-Plattform ist die beste?

Es gibt keine, die für alles die beste ist. Für Alltagsmode mit Versand sind Mode-Apps wie Vinted verbreitet, für Abholung vor Ort Kleinanzeigen, für Sammlerstücke und Auktionen eBay, für teure Designerstücke Plattformen mit Echtheitsprüfung wie Vestiaire Collective. Wer keine Zeit hat, gibt an momox fashion (Ankauf) oder Sellpy (Kommission) ab. Entscheidend sind dein Artikel, dein Zeitaufwand und wie viel vom Preis du behalten willst.

Welche Second-Hand-Plattform hat die niedrigsten Gebühren?

Für Verkäufer:innen: Vinted, Kleinanzeigen und eBay (privat, innerhalb Deutschlands) nehmen keine Verkaufsprovision. Bei Vinted zahlt dafür die kaufende Person eine verpflichtende Gebühr, in der Regel 5 % + 0,70 €; bei Kleinanzeigen und eBay nicht. Vesty nimmt 5 % (mindestens 0,50 €), Vestiaire Collective 17 % + 3 % (unter 75 €: 15 € fest). Bei Sellpy bekommst du 40 % vom Preis bis 50 € und 70 % vom Teil darüber, abzüglich 1,30 € Anzeigengebühr pro Artikel.

Wo bekomme ich am meisten Geld für gebrauchte Kleidung?

Wenn du selbst verkaufst. Bei Vinted, Kleinanzeigen und eBay bleibt dir der volle Preis, weil Privatleute keine Verkaufsprovision zahlen. Bei Kommission und Ankauf übernimmt die Plattform die Arbeit und behält dafür einen großen Teil: Bei Sellpy bleiben von einem 40-€-Verkauf 14,70 €, bei momox fashion bekommst du einen Ankaufspreis, der in der Regel unter dem liegt, was ein eigener Verkauf bringt.

Was ist der Unterschied zwischen Ankauf und Kommission?

Beim Ankauf kauft dir die Plattform die Kleidung zu einem festen Preis ab; du kennst den Betrag vorher, und das Risiko trägt sie. Bei der Kommission verkauft die Plattform die Kleidung in deinem Auftrag und zahlt dir einen Anteil, sobald ein Teil verkauft ist. momox fashion arbeitet mit Ankauf, Sellpy mit Kommission.

Welche Second-Hand-Plattformen gibt es in Deutschland?

Für Kleidung und Alltagsgegenstände sind die bekanntesten Vinted, Kleinanzeigen und eBay. Dazu kommen Plattformen, die dir die Arbeit abnehmen, etwa momox fashion (Ankauf) und Sellpy (Kommission), Premium-Plattformen mit Echtheitsprüfung wie Vestiaire Collective sowie kleinere Marktplätze wie Vesty aus Düsseldorf. Für den lokalen Verkauf gibt es außerdem Portale wie Quoka, markt.de und Shpock.

Wo kann ich Kleidung verkaufen, ohne sie zu verschicken?

Lokal mit Abholung, etwa über Kleinanzeigen, oder auf einem Flohmarkt. Wer zwar einmal ein Paket packen, aber nicht an einzelne Käufer:innen verschicken will, gibt die Kleidung gesammelt ab: an momox fashion mit kostenlosem DHL-Etikett oder in einer Sellpy-Tasche an Sellpy.

Wie schnell bekomme ich mein Geld?

Das hängt vom Modell ab. Bei Vinted wird die Bestellung abgeschlossen und bezahlt, wenn innerhalb von 2 Tagen nach der Lieferung kein Problem gemeldet wird. Bei Kleinanzeigen mit „Sicher bezahlen“ wird ausgezahlt, sobald der Erhalt bestätigt ist, spätestens nach 14 Tagen. Bei Vesty wird freigegeben, sobald der Erhalt bestätigt ist, spätestens 3 Tage nach Zustellung. Bei momox fashion dauert die Prüfung nach dem Eingang bis zu 10 Werktage, bei Sellpy bekommst du deinen Anteil erst, wenn ein Teil verkauft ist.

Muss ich Steuern zahlen, wenn ich Second Hand verkaufe?

Der Verkauf gebrauchter privater Gegenstände ist in der Regel steuerfrei. Plattformen müssen nach dem PStTG aber melden, wer im Jahr 30 Verkäufe oder 2.000 € Umsatz erreicht. Eine Meldung bedeutet nicht, dass Steuern anfallen. Details in unserem Steuer-Ratgeber.

Darf ich dasselbe Teil auf mehreren Plattformen anbieten?

Ja, das ist üblich und meist sinnvoller als ein kompletter Wechsel. Wichtig ist nur, ein verkauftes Teil sofort überall zu deaktivieren, damit du nichts doppelt verkaufst. Ankauf und Kommission eignen sich dafür nicht, weil du die Ware dort aus der Hand gibst.

Fazit

Die eine beste Second-Hand-Plattform gibt es nicht, wohl aber das passende Modell. Selbst verkaufen bringt am meisten, kostet aber Zeit. Ankauf und Kommission sind bequem und bringen deutlich weniger. Premium-Plattformen lohnen sich erst bei teuren Designerstücken, und lokal verkaufst du alles, was du nicht verschicken willst. Viele fahren am besten mit zwei Kanälen: die guten Teile selbst, der Rest gesammelt.

Wenn du dir dafür eine kleinere Plattform aus Deutschland ansehen willst: So funktioniert Vesty erklärt Gebühren und Käuferschutz Schritt für Schritt.

Mehr lesen:

Quellen (abgerufen am 05.11.2026)

Vinted

Kleinanzeigen

eBay

Vestiaire Collective

momox fashion

Sellpy

  • So funktioniert's (40 % unter 50 €, 70 % über 50 €; Anzeigengebühr 1,30 € für jeden Artikel, den Sellpy zu verkaufen versucht; Auszahlung aufs Bankkonto, als Sellpy-Credits oder als Spende; eingestellt wird, was Sellpy auf über 5 € schätzt): https://www.sellpy.de/how-it-works
  • Preise (40 % / 70 %; Anzeigengebühr 1,30 €): https://www.sellpy.de/pricingInfo

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Titelbild: Foto: PattayaPatrol, CC BY-SA 4.0 (Quelle), zugeschnitten. Die Nachweise der weiteren Fotos stehen unter den Bildern.

#Second Hand#Vergleich#Plattformen#Gebühren#Kleidung verkaufen#Ankauf

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